Das Leben, das Universum, und der ganze Rest, zwischen Unordnung und Ordnung, auf dem Weg zur Kohärenz ... GOLD-DNA beschreibt die Expansion und die Optimierung von ALLEM und die Bedeutung der Jahre 2012 - 2015
GOLD-DNA Der Garten - Eine Novelle                   Inhalt               Seite zurück    Seite vor                               



 Der Kreis
  PHI   schließt sich             


 ...Der Morgen    
   
 ...Der Vormittag        
 ...Mittags        
 ...Nachmittags         
 ...Sonnenuntergang         
 ...Die Nacht          
 ...Die Dämmerung        
 ...Sonnenaufgang         



 Der Morgen 

  Viele Jahre ist es her. Der erste Versuch, das Seil zum Baumhaus zu erklimmen, scheitert. Die Beine sind etwas länger, die Gelenke und Muskeln für Neues nicht unbedingt zu begeistern. Im vierten Anlauf gelingt es. Wenige Meter über dem Boden betrete ich mein Baumhaus aus Kindheitstagen. Der Geruch, das frühe Licht, die weisen Stimmen des Holzes der Bretter und der Äste ... so vertraut, als wäre ich nur eben zum Frühstück weg gewesen, und nun zurück, um den Rest des Sommertages hier zu verbringen. Erst in diesem Augenblick wird mir die Unversehrtheit des Baumhauses vollends bewusst. Ich trete fester auf den Brettern auf, überzeuge mich von ihrer Tragfähigkeit. Kein Teil fehlt, kein Unrat in den Ecken, kein Wetterschaden, keine hölzerne Karies im Zahn der Zeit und Vergänglichkeit. Ein Kokon der Ordnung, inmitten der Ordnung selbst, jenseits der Unordnung, offensichtlich weit entfernt, obwohl sie ganz in der Nähe weilt ... mein Baum, tief verwurzelt in der abnehmenden Unordnung der Vergangenheit, sich bis zum Horizont erstreckend, auf der wiederum der Garten steht, mitsamt des Hauses des Lebens. Eine Oase der Ordnung, als solche wahrgenommen. Dieser Gedanke lässt mich zum kleinen Fenster stampfen, eine Aktion, die hier fehl am Platz erscheint. Jedes Brett hält, was es verspricht, wie ein alter Schwur. Der Blick geht hinaus, vorbei an den bläulich schillernden Blättern, bis dorthin, wo der Himmel beginnt. Der Horizont ...

   ... der event horizon. die Naht der Realität. Jenseits davon, ein Ort ohne Wiederkehr, das Unbekannte. Bilderflut. Die alten Völker, mit ihren Schiffen dem Horizont entgegen, Vorsicht walten lassend, denn dort, wo Wasser und Himmel sich treffen beginnt der Abgrund, der tiefe Fall. So dachten sie. Sie segelten weiter ... und der Horizont mit ihnen. Seinen Horizont erweitern, Wissen ansammeln, nein, Ordnung ansammeln. Je mehr Fragen beantwortet werden, desto mehr Unordnung und Ordnung finden zueinander, desto größer wird das eigene Bild von der Welt ... und vom dazugehörigen Horizont. Jeder Mensch lebt in einer eigenen Welt, durchzogen vom eigenen Horizont. Das Gewebe, welches die Naht verbindet, die Materie, nimmt jeder anders wahr. Die Erde jedoch ist die Welt aller Menschen, allen Lebens, eine gemeinsame Welt, die alle Horizonte vereint, unter einem Himmel. Jeder Horizont für sich ist das Bild aller Fragen, die ihn wahrnehmbar werden lassen. Es sind Fragen, die sich mit der Unordnung auseinandersetzen. Mit all jenen Dingen, jenseits des event horizon, den Vorstufen zur Resonanz. Was kommt auf mich zu ? Wo befinde ich mich ? Warum ? Wieso ? Wofür ? Orientierung ... dafür ist der Horizont da. Konsonanz oder Dissonanz ?

   Ich kann den Blick nicht von der Naht lassen. Mutter und Vater, Hand in Hand. In guten, wie in schlechten Zeiten. Das Gewand der Realität ergießt sich makellos, ohne störende Falten. Es schimmern unzählige Farben im Morgenlicht. Gedanken werden zu Bildern zu Erinnerungen zu Gedanken. Ich folge ...

  Je durchgängiger die Linie, je durchgängiger der sanfte Bogen, umso leichter fällt es zum Bild gewordene Fragen zu beantworten, Ordnung zu schaffen, ohne reaktive Unordnung. Auf dem Erdboden stehend, den Blick in die Ferne gerichtet, gehen einem andere Fragen durch den Kopf, als in der Krone eines Baumes sitzend. Mit der Höhe der Betrachtungsplattform steigt die Unversehrtheit des Horizonts. Doch nicht nur das. Der freie Blick auf den Horizont ist zugleich ein Abbild der Ordnung der Umgebung, in der man sich aufhält, um den Horizont wahrzunehmen. In Gedanken folge ich weiter ...

   Großstadt. Riesige Bauten. Menschenmengen. Hin und Her. Auf dem Asphalt der Straße stehend, sich langsam im Kreise drehend. Keine Spur vom Horizont. Höchstens für einen Augenblick. Zwischen zwei Gebäuden. Ein winziges Stück. Für mehr ist kein Platz, umgeben von reaktiver Unordnung. Wohin man blickt. In Großstädten gibt es, im Namen der Ordnung, so viel zu tun. Die Menschen wissen das. Sie kommen von überall her. Wollen Teil davon sein. Unordnung ist das Licht, welche das Leben in ihren Bann zieht. Je größer die Metropole, desto mobiler die Bewohner. In Metropolen pulsiert das Leben. Die Expansion ist hier zuhause. Ihretwegen kommen die Menschen in Scharen. Der Preis, in vielen Fällen, hoch. Depressive Bilder. Den Schein wahren. Traumwelten. Glitzer. Aufgetragene Farbenpracht. Seifenblasen.

   Ganz anders hier in der Natur. Im Garten. Weit weg von betonumkleideten Stahlskeletten, von Venen und Arterien aus Asphalt. Der Kopf ist frei und bietet reichlich Platz für Neues ... oder Altes, jedoch aus einem anderen Winkel betrachtet. Die Klarheit der Luft. Verwoben mit der musikalischen Untermalung der weitläufigen Bühne.Obertöne. Prächtige natürliche Farbtiefen und Nuancen. Die Weite des unbehinderten Blickes gibt die Tiefenwirkung der Fragen wieder ... und damit die Dimensionierung der inneren Welt. Doch wehe die Nacht legt sich über diese Szenerie, hier draußen in der Ordnung, der Vertrautheit. Wenn der Blick in mancher Nacht gen Himmel geht, dann ist es um einen geschehen. Und ohne Horizont zeigt sich die Bühne grenzenlos.

  Plötzlich sind sie da, wie ein bekanntes Gesicht unter Fremden. Erinnerungen. Inmitten des Sonnenscheins. Inmitten des beginnenden Tages. Sie kommen einfach. Erinnerungen an all die Nächte hier im Baum. Allein, meistens zumindest. Ohne Horizont. Dem schwarzen Samt des Himmels so nah. Ohne Straßenbeleuchtung. Ohne Nachbarhäuser. Neumond vielleicht zudem. Die Faszination einer sternenklaren Nacht, die der Gewissheit Platz macht, dass die Spielwiese der Unordnung, mit ihren Möglichkeiten der Interpretationen, das Leben umgibt. Mein Kokon der Ordnung, das Baumhaus, eingebettet in den Kokon der aktiven Unordnung. Nahrung für uns alle, die wir uns menschliche Lebewesen nennen. Erst nimmt man die hellsten Objekte wahr, es folgen die bekanntesten. Die Pupillen weiten sich maximal. Unbewusst auf der Suche nach dem Horizont ... und Unmengen an Fragen regnen auf einen hernieder, wie ein Meteoritenschauer. Es sind nur kleine und kleinste Diamantensplitter, die um die Wette funkeln, manchmal nicht mehr als ein Wölkchen Diamantenstaub, und doch zieht die Lichterlosigkeit, die sich zwischen den Mikrokarätern zeigt, das Bewusstsein in seinen Bann, ein Strohhalm aus den Tiefen des Alls, der den Alltag förmlich wegsaugt. Ein Vakuum, welches keines ist. Übrig bleiben einzig jene neuen Fragen ... oder halt viele alte, des Tageslichts beraubt, dadurch bedingt dem wirklichen Bild näher, als es weiße Leinwände im Schein der hellen Sonne ermöglichen.
Die erste Nacht hier oben im Baumhaus, hinter dem Garten, das Haus des Lebens, wie ich es seit meiner Kindheit nenne, in der Nähe wissend. Ein Gefühl der Sicherheit. Mein Ziel, für den Fall der Fälle. Doch in der ersten Nacht war an Rückzug nicht zu denken. Es gab keinen Grund, schließlich war ich in jener Nacht nicht allein. Acht Jahre alt, meinen Vater an meiner Seite, verbrachten wir jene Stunden bis zum nächsten Tag auf dem Dach des Baumhauses. Nur wenige Blätter lagen zwischen uns und der dargebotenen, vermuteten, Unendlichkeit. Somit war der Blick, sofern man ihm standhielt, nahezu unbehindert. Imposant. Einzigartig. In der Tat.

   Wie in Trance muss ich das kleine Fenster verlassen haben, die Holzleiter hinaufgestiegen sein, die Luke im Dach geöffnet und mich auf das Dach hinaus bewegt haben. Hier liege ich nun, blinzel in das Morgenlicht, schwelge unentwegt in Erinnerungen. Ein Lächeln liegt auf meinem Gesicht. Ich schließe die Augen. Ein leichter Wind flüstert durch die bläulichen Blätter. Aus dem hellen Schein des Morgens, hinein in die geheimnisvolle Dunkelheit jener Nacht.

    Ob auf einem dieser Lichter auch ein Junge auf einem Baumhaus liegt und zu uns blickt ?
Unwahrscheinlich, aber ein schöner Gedanke, antwortete mein Vater.
Warum unwahrscheinlich ? fragte ich. Gibt es da oben kein Leben ... oder keine Baumhäuser ?
Er musste lachen. Ich würde sagen, es gibt beides nicht.
Warum nicht ? wollte ich wissen ... und mit dieser einen Frage begann eine Reise, die mein Leben maßgeblich beeinflusste. Die Reise zum Mittelpunkt von Allem, direkt ins Zentrum des Universums, mehr als 20.000 interpretierte Meilen unter dem Meer, in das ein geheimnisvoller Fluss fließt. Eine Reise, die weit mehr als 80 Tage bedurfte, um eine Ahnung vom Ziel zu bekommen ...
Mein Vater überraschte mich mit einer Gegenfrage. Wofür ? Noch immer schwang das Lachen in seiner Stimme mit.
Je länger meine jungen Augen den Himmel jener Nacht betrachteten, desto wertvoller wurde er. Mehr und mehr Sterne kamen aus ihren Verstecken hervor.
Es sind so viele ... und es gibt so viel Platz. Warum sollte da nicht eine zweite Erde wie hier möglich sein ? Eine dritte, eine vierte gar ? Warum nur diese eine ?

Mein Vater ließ sich Zeit mit einer Antwort. Ich genoss währenddessen das Bild der Milchstraße.
Wofür ? wiederholte er schließlich. Wofür sollte das gut sein ?

    Das Echo dieser Frage zog sich durch meine Kindheit. Es verlagerte sich aus den Weiten des Weltalls mitten hinein in den Alltag, ein ständiger Begleiter, ein treuer Hund. Und wann immer ich nach dieser ersten Nacht im Baumhaus wieder hier oben in meinem Baum saß, sei es am Tage oder in weiteren Nächten, kam das Echo zurück. Wofür ? Mehr und mehr stellte ich mir selbst diese Frage. Wofür mache ich das ? Wofür soll es gut sein ? Aus dem Wofür wurde Warum ? Was die ganze Angelegenheit nicht einfacher machte. Im Gegenteil. Warum passiert das ? Warum so und nicht anders ? Manchen stundenlangen Streifzug durch den Garten meiner Kindheit verbrachte ich mit diesen Fragen und der Suche nach passenden Antworten. Und Wofür und Warum luden alle ihnen bekannten Freunde, Vertrauten und Verwandten zu uns in den Garten ein. Ferien waren eine nicht enden wollende Frageparty. Warum ändern Wolken ihre Form ? Woher kommen all die Drachen, Tiere, Gesichter und anderen bekannten Formen, die ich in ihnen sehe ? Warum ändert sich das Licht, der Wind, der Duft, die Farben ? Warum wiederholen sich die Jahreszeiten ? Weshalb gibt es Regenbögen ? Wieso fühlt sich jeder Tag anders an ? Woher wissen Bäume wie groß sie werden können ? Wird es den Bienen nicht langweilig immerzu Nektar zu sammeln ? Woher kommen die Bilder in meinem Kopf, wenn ich an einer Blume rieche und die Augen dabei schließe. Wieso beginnen Vögel morgens zu singen, immer zur selben Zeit ? Alles Ws, lange bevor drei von ihnen auszogen, um weltbekannt zu werden.
So richtig in Schwung kam die Party, wenn ich mit den Händen in der warmen Erde der Beete grub. Was kam nicht alles für Getier zum Vorschein, aufgeregt, dem Schutz der Dunkelheit beraubt. Unser Gärtner ließ mich gewähren, er hatte sich längst an meine Streifzüge und Neugierde gewöhnt ... und harkte die Löcher, die ich grub, stillschweigend wieder zu, während ich mich um andere Partygäste kümmern musste. Sie schätzten meine Gastfreundschaft ... und so kamen sie in großer Zahl. Jahrelang.

   Manchmal saßen Ned, so hieß unser Gärtner, und ich im Schatten der Sträucher beisammen, tranken kühles Wasser aus dem Brunnen, und redeten über die Partygäste. Für ihn waren es nur Fragen eines Jungen, der die Welt entdeckt, für mich waren es längst vertraute Gesichter.
Was siehst du hier ? fragte er einmal, einen trockenen Erdklumpen, von der Größe einer Pampelmuse, in der kräftigen Hand haltend.
Einen Brocken Erde, antwortete ich, wohl wissend, dass endlich wieder ein paar Partygesichter einen Namen bekamen. Es waren immer herbeigesehnte Augenblicke, wenn Ned sich die Zeit nahm meinen Fragen Antworten zu geben.
Er öffnete die andere Hand, ein Samenkorn darin, das einer Sonnenblume. Meine Mutter liebte Sonnenblumen, in allen Varianten, und der Garten glich, im Sommer, einem wogenden Meer aus Gelb, Orange und Rot.
Ned legte den Klumpen auf den Boden, das Saatkorn auf den Brocken.
Meinst du, dass eine Blume daraus wachsen kann ? Er legte den Kopf etwas schief, wie immer, wenn er eine Frage stellte. Ich verneinte. Er zerbrach den Klumpen in mehrere Teile, legte das Korn zwischen sie. Er sah mich wieder an. Sein schiefer Kopf reichte als Aufforderung. Erneut verneinte ich. Noch kleiner wurden die Klumpen. Und noch kleiner. Ein Dutzend schiefer Köpfe später war der einstige Klumpen zu feiner Erde zermahlen. Ein kleines Häufchen. Mit dem Zeigefinger machte Ned eine Kuhle, worein er das Saatkorn legte.
Und jetzt ? fragte er schließlich, diesmal mit Kopf und Mund sprechend. Ich drückte das Saatkorn etwas tiefer in die Erde, häufte etwas Erde darüber, bis es ganz bedeckt war. Ich schüttete etwas Wasser in meine Hand, ließ es vorsichtig auf die Erde fließen.
Jetzt ja, sagte ich. Ich sah das Lächeln in seinem Gesicht.
Genau dafür gibt es einen Gärtner in einem Garten. Er leerte sein Glas, stellte es auf den kleinen Gartentisch, nahm sein Werkzeug und machte sich wieder an die Arbeit. Das Lächeln lag noch immer auf seinem Gesicht ... selbst noch am Abend, bevor ich ins Haus ging und er mir eine gute Nacht wünschte. Er wusste, dass ich ihn verstanden und ein paar Antworten mehr hatte, als es noch am Morgen der Fall gewesen war. Meine lachenden Augen verrieten es.

   Ich öffne die Augen, bin wieder hier, blicke zum Garten. Nerds Reich. Sein Erdklumpen begegnet mir noch heute, und unzählige Male davor, bis zu jenem Tag zurück, als ich das Saatkorn mit feiner Erde bedeckte. Der Lauf des Universums. Die Expansion. Realisiert mit einem Brocken trockener, verdichteter Erde. Der Urknall, die erste Teilung. Der Akt der Teilungen, der Zerbröselung, der Pulverisierung, die Ordnung, das Leben, Nerd, ein ganzer Kosmos in seinen Händen, wohlbehütet, umsorgt, beachtet. Ein Haufen feiner Erde, die Basis für die Saat, für ein neues Erbe. Mehr Erde kommt nicht hinzu, die aktive Unordnung ist endlich, mehr Bausteine stehen nicht zur Verfügung. Die Saat nutzt, was gegeben ist. Sie optimiert. Die Sonnenblume ist das Resultat, das Ziel. Aus Unordnung wird Ordnung ... aus der Blume eine neue Saat.

   Runter vom Dach, im Baumhaus kurz verweilend, Erinnerungen. Ich fühle mich aufgenommen, akzeptiert, integriert, ein Teil des Ganzen. A sort of homecoming. Ein leises Echo in meinem Kopf. Ich kann es fühlen, hier, umgeben von meiner Kindheit. Diesmal könnte es gelingen. Es ist der nahezu perfekte Ort. Doch zuvor bedarf es noch ein paar Vorbereitungen.
Das Seil hinunter, kühlen Boden unter den nackten Füßen. Der Zenit der Sonne ist noch lange nicht erreicht.

   Was brauche ich ? Ich lasse mich leiten auf meiner Suche, folge den Stimmen, meinem Instinkt. Mein Resonanzkörper steht auf Empfang. Ich nehme Schwingungen auf. Wieder bin ich der Junge, ziehe Gräser durch meine Finger, sehe den Garten mit anderen Augen. Kleine Tonschalen stehen neben einer Mauer, als käme Nerd jeden Moment vorbei, um sie mit Erde zu füllen. Ich nehme eine von ihnen, gehe zum Brunnen, fülle kaltes Wasser in die Schale aus Ton und in die Schale, die meine Hände bilden. Flüssige Vergangenheit im Hier und Jetzt. Mit jedem Schluck erwacht die Konsonanz. Eine Träne des Glücks rinnt meine Wange hinunter, vermengt sich mit dem Quellwasser, ein Akt der Alchemie unter freiem Himmel, auf der Bühne des Lebens. Mein Herz applaudiert. Die gefüllte Tonschale trage ich zu meinem Baum, setze sie in Stammesnähe auf dem Boden ab. Mache auf dem zurückgelassenen Absatz, nicht vorhandener Schuhe, kehrt. Die nächste Schale wartet.  Neun Streifzüge später umkreisen zehn tönerne Gestirne den Stamm. Der Baum des Lebens. Sinnbild für ein ganzes Universum. Die Wurzel verborgen, die Krone das sichtbare Dach. Die Sonne wirft ihre Schatten. Zehn Zutaten des Gartens, eine Sinfonie meiner Kindheit ... das Quellwasser, Blüten, Erde, Rinde, kleine Bruchstücke der Mauern, ein reifer Apfel, ein paar Sonnenblumensamen, ein Foto von Damals ... ein Blick aus meinem Zimmer auf den Garten in voller Sonnenblumenblüte, hinzukommt eine Goldmünze ... ein Geschenk von Nerd zu meinem elften Geburtstag. Die zehnte Schale, sie bleibt leer ... und beinhaltet doch die eigentliche Essenz des Ganzen, das Licht, den Wind, die Luft, jeden Augenblick, vergangene Bilder.
Ein Ritual.
Ähnlich wie Kerzenschein, tolles Essen, leise Musik im Hintergrund. Alles vorhanden. Alles bereit.
Diesmal wird es klappen. Es ist die richtige Zeit, der richtige Ort. Alle Versuche zuvor waren nur Warm-ups, beschwingte Schritte in die richtige Richtung, die Suche nach Worten, Generalproben. Diesmal wird es anders sein. Wozu noch warten ? Ist das Leben in der Expansion nicht von Aktion und Reaktion geprägt ? Wozu warten und darauf vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen wird, getreu dem Motto Alles kommt zu dem der warten kann ? Was ist, wenn man wartet und vor lauter Warten irgendwann vergisst, worauf man eigentlich gewartet hat. Ist derjenige, der es sich leisten kann zu warten, nicht auch derjenige, der anderen zeigen kann, worauf es sich zu warten lohnt ? Also, wozu noch warten ?

   Kurz darauf sitze ich im Schatten meines Baumes, in der Kuhle des festen Bodens, angelehnt an den mächtigen, ebenso kühlen Stamm. Ich blicke noch einmal zum Haus hinüber, lausche dem Flüstern des Windes und den Antworten der Blätter. Ich warte, atme langsam und langsamer. Ich warte auf den Adler ... und wie jedes Mal zuvor erscheint er schließlich. Kraftvolle Schwingen, den Glanz des Sonnenlichtes in seinen tiefschwarzen Augen. Umgeben von zehn Schalen sitze ich, das Zentralgestirn, schließe die Augen, atme langsam aus, lasse los ... und erhebe mich vom Boden. Die Reise beginnt ... dort, wo sie immer beginnt ... like a dream.
Coming true ? For I effortlessly flew into ...

The Empire of the Sun
 
    ... zurück. Orientierungslos für Augenblicke. Unten ist oben, und umgekehrt. Der Versuch an Höhe zu gewinnen scheitert kläglich ... die mächtigen Schwingen, die einst waren, tragen mich längst nicht mehr ... ich falle, rudere mit meinen Armen, federlos, renne in der Luft. Plötzlich die Erkenntnis. Ich falle nicht, ich steige empor, werde förmlich angesogen, schieße aus dem Himmel empor, hinein ins dunkle Blau, bin noch im Reich der Sonne. Der Dark-Blue-Screen scheint leer. Das Licht der Sonne dafür überall. Höher und höher. Ich spüre nun weder Wind, noch Wärme, keine Kälte, höre nichts, sehe das Blau sich verändern, noch dunkler werdend. Die Wolken unter mir. Der Horizont taucht auf, gekrümmt. Und schon erblicke ich die Erde unter mir, sie rast davon, ist verschwunden. Die Nacht ist da. Nein, hier gibt es weder Nacht noch Tag. Hier bin ich, wohin ich unzählige Male geblickt habe, von meinem Baumhaus aus, so wie in jener Nacht, als mein Vater mich fragte Wofür ? Auf der Suche nach Antworten bin ich nun hier, umgeben von Monden, Planeten, Sonnen, Galaxien. Alles rast an mir vorbei. Warp-Drive. Was auch immer. I am the ultimate Space-Eagle ... destination unknown. Doch das stimmt nicht. Ich weiß sehr wohl wohin die Reise geht. Es ist immer derselbe Weg. Erst zurück. Zurück in Raum und Zeit. Rückwärtsgang der Interpretationen. Die Geschichte der Ordnung durchleben, die Geburtsstätte der Unordnung aufsuchen, der Vergangenheit entgegen. Noch sind keine Antworten möglich. Um zu verstehen, muss alles mit einbezogen werden. Daher die Reise zum energetischen Mittelpunkt von ALLEM. Ich fliege dem Licht davon, überhole die Fähigkeiten terrestrischer Teleskope und orbitaler High-Tech-Sinne, spiele mit den Konstanten von Nobelpreisträgern Katz und Maus. Ich stelle alles auf den Kopf und alles in Frage, durchwandere das Unterbewusstsein des Universums, werde gerufen und folge. Die Reise, wie immer schon zuvor, dauert eine einzige Sekunde. Unterwegs kein Fremdkontakt, kein Zeichen von Gott, aber etwas derartiges habe ich auch nicht erwartet.
Und schon bin ich am Ziel. Ich weiß es. Woher ? Wenn es nicht mehr weitergeht, ist man immer am Ziel. So oder so. Ich bin mitten im Weiß, im Licht, dort, wo keine Unordnung und ALLES in Ordnung ist ... doch auch inmitten der Schwärze, wo noch keine Ordnung und ALLES in Unordnung ist. Mein Aufenthalt im Licht erscheint mir wie eine Ewigkeit, der in der Schwärze ebenfalls, zeitliche Gleichgültigkeit, tiefste Ruhe und Entspannung, die Ignoranz gegenüber allen Uhren zelebrierend, mit Speis und Trank aus köstlichem Licht, und weißen, reinen Klängen. In der Schwärze ist vieles möglich. ALLES ist .
Nun.
Bin ich Atum ?
Wie fängt es an ?
Die weiße Leinwand der Wirklichkeit, noch schwarz. Noch realitätslos. Weder Unordnung, noch Ordnung. Mittendrin. Wasser, inmitten von Wasser. Gedankenlos, bildlos, schwerelos. Farblos, strukturlos. Frei ... sein.


 Der Vormittag 

    Und hier sitze ich nun in meinem Baumhaus aus Kindheitstagen, noch einwandfrei erhalten, unbeschadet durch die Zeit gebracht. Magie. Ich reibe mir die Augen. Deja vu ? Was ist Realität, was die Wirklichkeit ? Ich blicke hinüber zum Garten, durchlebe die Vergangenheit, rieche den Duft längst verblühter Blumen, schmecke die Aromen von Früchten, die längst nicht mehr sind, spüre den Wind, der längst weitergezogen ist und entdecke Wesen in den Wolken, die ich lange nicht mehr gesehen habe.
Die Vergangenheit wird in der Gegenwart realisiert. Ich selbst bin im Hier und Jetzt. Im aktuellen, epigenetischen Stand der Realität. Nirgends sonst. So war es schon immer. Lassen sich derart die Antworten finden, die noch fehlen ? Kann ich hier im Baumhaus und im Garten magische Momente entdecken ... die noch fehlenden Resonanzen, um das wirkliche Bild komplett, als Ganzes, real wahrzunehmen ?
Einen Versuch ist es wert.

    Obwohl mir Zweifel kommen, lasse ich bisher Verfasstes Revue passieren. GOLD-DNA rauscht durch meinen Kopf, wie der seichte Wind durch die bläulich schimmernden Blätter meines Baumes. Hier und da Reflexe von Sonnenlicht, Passagen, die ich im Text hervorgehoben habe. Noch herrscht die Expansion vor, selbst an einem Ort wie diesem, im Herzen der Ruhe, der Abgeschiedenheit, der Erinnerungen, der reaktiven Unordnung vorerst entwischt. Dauerhaftes Entkommen jedoch ausgeschlossen.
Kann bereits in Worte gefasst werden, wofür selbst die logische Bildersprache der Realität noch nicht bereit ist, oder liegen die fehlenden Vokabeln, gut verborgen, zwischen all den Requisiten der Bühne des Lebens ? Noch unbekannte Lebensformen in den Tiefen der Ozeane ? Sich nur offenbarend in Anwesenheit des richtigen Resonanzschlüssels ?
Eigentlich ist die Antwort auf diese Frage längst bekannt, kann es doch keine Abkürzung auf dem Weg zum Ziel des energetischen Flusses geben, der, nur der Bildhaftigkeit wegen, bisher immer als solcher dargestellt wurde. Wäre das Projekt GOLD-DNA zur Zeit des scheinbaren Pyramidenbaus entstanden, hätte kein Fluss als Bild gedient, und würde das Projekt verfasst werden, wenn selbige Pyramiden endlich ihr Geheimnis der Ordnung mitzuteilen imstande sind, stünde ebenfalls kein Fluss als erklärendes Bild zur Verfügung. Ja, irgendwie bezweifele ich den Bau der Pyramiden, als körperlichen Akt. Jedes Bild hat seine Zeit ... selbst wenn diese nur eine Interpretation ist, ein anderes Hier und Jetzt, im Hier und Jetzt. Jedes Bild hat seinen Auftritt auf der Bühne, welche, geschaffen aus Unordnung, von Ordnung bevölkert ist. Männer bauen die Bühne und Frauen füllen sie mit Leben. Emanzipation ? Kampf der Geschlechter ? Eine weiße Leinwand, was sonst. Ein Zerrbild der Expansion. Diese gehört(e) den Männern, die Optimierung dagegen wird den Frauen gehören. Das Männliche hat(te) seinen Auftritt, nun übernimmt in Kürze das Weibliche.
Der energetische Fluss, der ALLEM zugrunde liegt, findet sich in der Interpretation des Universums wieder. ALLES ist im Wandel ... im Fluss eben ... und ist doch nur Energie. Erst frei, dann gebunden, doch was mag folgen ?

    Welche Antworten kann ich nun hier, im Baumhaus den Morgen verbringend, erwarten, am Rande des einst üppigen Gartens, unter der damaligen Obhut eines Gärtners ? Mit Blick auf das Haus des Lebens ?
Lässt sich ableiten, was vor dem jetzigen Universum war ? Lässt sich endgültig klären, woher der energetische Fluss kam, oder vielmehr das Meer, aus dem er entsprungen ist ... oder in das er sich ergießt ? Wo liegt der Ursprung von ALLEM ... von Nun und Atum, dem altägyptischen Bild der Kosmosentstehung ? Und wie kann aus der Kohärenz des Gesamtbewusstseins die gesamte Unordnung eines weiteren Universums hervorgehen ? Was kann ein derartiges Gesamtbewusstsein seine Kohärenz aufgeben lassen ? Reicht dazu ein einziger Apfel ? Was ist der goldene Legostein ? Das Versprechen des Goldenen Zeitalters, welches eingelöst wird ?
So viele Fragen verbleiben, trotz des geübten Umgangs mit der logischen Bildersprache der Realität, trotz des Wahrnehmens des energetischen Orchesters. Fragen wie Wolken. Je weniger Wolken, desto ungetrübter, desto freier der Blick auf das Blau des Himmels. Je weiter die Optimierung voranschreitet, desto weniger Fragen wird es geben. In der Kohärenz liegen alle Antworten parat, der energetische Fluss, der in der Gemeinschaft ALLEN Lebens dann anders wahrgenommen wird, wäre am Ziel ... und zugleich an seiner Quelle angelangt. Befreit vom Materiellen. Die letzte ALLER Fragen kann in dieser Gemeinschaft endlich beantwortet werden ... eine weitere Kaskade neuer Fragen hervorrufend ? Alles Spekulation ... nicht zu beantworten mit den Vokabeln der Expansion. Die Suche nach dem goldenen Legostein wird fortgeführt, anders wäre die Optimierung auch nicht zu realisieren.

   Die Frage nach Gott indes lässt sich inzwischen leicht beantworten, gleicht sie doch der Suche nach Leben in den Weiten des Universums. Es ist die Suche im expandierenden Äußeren, nach etwas, das im Innern bereits vorhanden ist. Mit Fortschreiten der Expansion wird das Gesuchte auf immer mehr Einzelbewusstseine verteilt, ohne dass das wirkliche Bild dabei verloren geht. Mehr und mehr Bildpunkte eines Hologramms. Jeder Bildpunkt eine Seele. Jeder Bildpunkt eine Hülle, eine körperliche Abgrenzung. Ein Individuum. Ich. Abgrenzung, als Mittel zum Zweck. Zum Zwecke des Zusammenhalts, der Ordnung ... als Reaktion. Das erwähnte Bild findet sich auch in der Homöopathie und ihrer Wirkungsweise. Ein Bild aktiver Ordnung. Es ist der Unterschied zwischen den realen und den wirklichen Bildern. Zwischen der materiellen Interpretation und der Summe aller Seelen, der Gesamtheit des Lebens.
Reale Bilder entsprechen den Molekülen, die von der Wissenschaft erkannt werden, die aber im Rahmen der Potenzierung mit jeder Verdünnung weniger werden. Das wirkliche Bild ist die Zunahme der energetischen Wirkung des homöopathischen Mittels. Schwindet das eine, nimmt das andere zu.
Gott, im religiösen Sinne, schwindet in der Expansion entsprechend, es ist das reale Bild. Der Zenit der Unordnung setzt ein, wenn kein Molekül mehr vorhanden ist, der Glaube an den Gott der Religionen somit seinen Tiefpunkt erreicht. Die Weiterführung der Potenzierung steigert die energetische Wirkung, die Moleküle sind Geschichte, längst verschwunden ... und nach und nach kommt das wirkliche Bild von dem hervor, wofür die Vokabel Gott in der Bildersprache steht ... das Zusammenfinden der Einzelbewusstseine zu einem Ganzen ... das Gesamtbewusstsein, alle beseelten Einzelbilder, die einst waren, vereint.
Will ich mit Gott reden, muss ich mich an das gesamte Leben wenden, was umso eher realisierbar ist, je weniger Unordnung zugegen ist. Gott ist die energetische Kohärenz, alles Göttliche vom kohärenten Gesamtbewusstsein realisiert ... nur warum sagt die Kirche nichts davon ? Aus dem gleichen Grund, warum Naturwissenschaften die Spiritualität außen vor lassen, und die moderne Medizin das Potential der Selbstheilungskräfte eines jeden Körpers nicht öffentlich verkündet, oder anders formuliert: der reaktiven Unordnung wegen.
Warmes Sonnenlicht fällt auf meine Hand. Ist Göttliches nicht auch Golden ?

   Viele Bilder in der aktuellen Gegenwart sind der Expansion entsprungen, man mag sie als die Yin-Bilder der Unordnung bezeichnen. Jedes dieser Bilder hat jedoch auch ein Gegenstück: das Yang-Bild. Zahlreiche Yin-Bilder lassen sich momentan leicht realisieren, ihre Gegenstücke dagegen liegen verborgen, auf die Entfremdung von der Grundresonanz zurückzuführen, daher umso schwerer auszumachen, je näher der Zenit der Unordnung rückt:

Wissenschaft - Spiritualität
Einzelbewusstsein - Gesamtbewusstsein
Suche im Außen - Finden im Innern
materielle Bilder und Bedeutungen - energetische Bilder und Bedeutungen
Zyklusdichte mit verschiedenen Frequenzen - Gesamtresonanz bzw. Grundresonanz

   Je verbreiteter ein Bild in der Realität ist, desto weniger entspricht es der Wirklichkeit, und je verbreiteter, sprich expansiv, die Realität, desto undeutlicher die Wirklichkeit.
Diesen Gedanken im Kopf blicke ich aus dem Fenster des Baumhauses, sehe, dass die Sonne wieder ein Stück ihres Weges, Richtung Zenit, zurückgelegt hat. Jeden Tag die selbe Aufführung. Jedoch nicht immer so deutlich zu sehen wie heute, an diesem wolkenlosen Tag. Meine nackten Füße wippen auf dem kühlen hölzernen Bodenbrettern ... und plötzlich ist es da, ein weiteres wirkliches Bild, in seiner ganzen Bedeutung, visuell nicht komplett zu erfassen, mehr eine spürbare Resonanz, ein Mitschwingen auf ein und derselben Ebene, konsonant. Wieder fügen sich ein paar Puzzlestücke zusammen. Es fühlt sich richtig an, im Innern. Mein Herz macht einen Satz, als gelte es sich in ein energetisches Gefüge einzupassen. Ich verlasse das Baumhaus, das Seil hinunter, suche einen kleinen Stock, und male eine Skizze in die trockene Erde:
GOLD-DNA Lauf der Sonne
 

   Ähnlich einer Hieroglyphe. Die Farben denke ich mir dazu. Alles ist Teil des Ganzen. Ägyptische Symbole und Mythen huschen erneut durch meinen Kopf. Später. Jetzt zählt erst die Zeichnung im sommerlichen Staub.
Sie zeigt den Lauf der Sonne, vom Sonnenaufgang in der Frühe, bis zum Untergang spät am Abend. Dazwischen der Zenit. Noch einmal nehme ich den Stock.
GOLD-DNA Tag und Nacht


  Ich fühle mich wie ein Kind, das den Schlüssel zur Schublade gefunden hat, in der die Süßigkeiten auf Entdeckung warten. Begeisterung lässt mich auflachen, pure Freude, gleißend, wie das Sonnenlicht, strömt durch mich hindurch. Drei Sätze springen mir entgegen, wie verspielte Hunde, bereit für jedes Abenteuer, ohne Leine ...
Irgendwo ist immer Tag und immer Nacht, zugleich.
Hier ist Jetzt und Jetzt ist Hier.
Der Aufgang irgendwo ist der Untergang anderswo, zur selben Zeit.
Ich betrachte den täglichen Zyklus der Sonne. Die Unordnung auf ihrem Weg über das Firmament.
Warum gibt es Zyklen ? Warum kehren viele Bilder immer wieder ? Warum können die einzelnen Höhen und Tiefen eines Zyklus mit jeder Wiederkehr variieren ? Keine Tageslänge gleicht einer anderen.
Zyklen bestehen so lange fort, wie Unordnung zugrunde liegt. Erst wenn diese Unordnung in Ordnung überführt wurde, löst sich der Zyklus auf ... und wird somit Teil des Ausdrucks des gegenwärtigen Standes der Gesamtheit aller Bewusstseine. Verschwindet ein Zyklus, bedarf es der Anpassung aller noch bestehenden Zyklen. Geburt und Tod. Wiedergeburt und erneuter Tod. Ohne Unordnung, keine Zyklen. Geht ein Zyklus, kommt aktive Ordnung daraus hervor. Alles Zyklische kehrt wieder, weil weitere Unordnung zugegen ist. Die gesamte Realität basiert auf diesem Zusammenhang. Keine Reaktion ohne Aktion. Keine Aktion ohne Reaktion. Irgendwo, tief in meinem Innern, höre ich den triumphierenden Schrei eines Adlers. Ein Prickeln unter der Haut, als wollten Federn wachsen.
Es erklärt ALLES was war, ist, sein wird. Es erklärt die Suche nach Gott, nach Außerirdischen, nach dem goldenen Legostein, nach allen vorherigen Bausteinen des jeweiligen Universums.
Der Heilige Gral, gefunden im Garten meiner Kindheit. Ein ganzes Rudel verspielter Hunde umgibt mich. Die Gedanken fliegen, sie gleichen Schmetterlingen, unzählige Flügelschläge, Bilderchaos. Langsam, langsam. Die Gedanken ordnen. Ich pflücke mir einen Apfel, prall, saftig, reif, setze mich auf einen Stein, lasse den Blick erneut schweifen, wende mich schließlich der letzten Skizze noch einmal zu, zwei Kinderschritte von mir entfernt, dort, wo ich für einen Augenblick Schalen aus Ton vermutete. Deja vu.

   Jeder Sonnenaufgang ist ein Untergang, jeder Urknall das Ziel des Voruniversums, jeder weitere Durchlauf eines Zyklus das Ende des Durchlaufs davor. Je weiter die Expansion voranschreitet, desto mehr Zyklen bedarf es, auf welche die zunehmende Unordnung verteilt wird. Frequenzen nehmen zu, die Dichte der Zyklen ebenfalls. Das Messen der Zeit begann mittels der Zyklen von Gestirnen und gipfelt aktuell in der Zuhilfenahme modernster Atomuhren. Die Genauigkeit ist enorm. Zyklen innerhalb von Zyklen. Immer mehr ... bis der Zenit der Unordnung endlich erreicht ist. Dann scheinen Unordnung und Sonne am intensivsten, dann liegt die Tagestemperatur am höchsten, dann hat die Ordnung alle Hände voll zu tun. Dann kommt der entscheidende Punkt aller Lernbemühungen ... der Lohn für alle Wiederholungen, immer wieder und noch einmal. Ist dieser Punkt erreicht, sinken Sonne, Temperatur und Unordnung, nach und nach kehrt Ruhe ein. Die Nacht breitet ihr schwarzes Gewand aus. Frieden kehrt ein ... mit sich und der Welt.

   Je weniger Zyklen wahrnehmbar sind, desto mehr Ordnung. Je mehr Zyklen wahrgenommen werden, desto mehr Freiraum wird dem Zufall zugestanden, desto größer der Raum, den die Realität für sich beansprucht, desto mehr muss weichen, damit neue Vokabeln entstehen ... und desto mehr Bilderzyklen entstehen, die allesamt nur eines zeigen ... weiße Leinwände, in unterschiedlichsten Formaten.
Wir leben in einer Welt der Zyklen. Lebenserwartungen, Herzschläge, Lebensdauer, Zeit, die Sonne, der Mond, die Abfolge der Sternbilder am Nachthimmel. Alle paar Sekunden passiert ein Mord. Jede Sekunde, alle fünf Jahre, alle 150.000 Jahre, einmal im Leben, 2 von 1000 Menschen, jeden Tag, immer wenn. Zyklen, wohin man schaut und hört. Sportereignisse von weltweiter Bedeutung gibt es alle vier Jahre. Seit wann ? Seit die zunehmende Unordnung der Expansion es bedarf.
Am Nord- und Südpol der Erde gibt es weniger Tag- und Nachtzyklen, am Äquator dagegen sind die Tage länger und die Nächte kürzer. Und auch der Unterschied zwischen Tageshöchst- und Nachttiefsttemperatur ist maximal.
Je mehr Unordnung ein Körper angesammelt hat, desto schneller die Vermehrungszyklen von Tumorzellen und Bakterien.
Je gleichmäßiger der Zyklus, desto isolierter, oder unnatürlicher, oder beständiger bzw. widerstandsfähiger gegenüber der Integration in die aktive Ordnung, wird er realisiert ... ihm liegt somit reaktive Unordnung zugrunde. Zyklen, denen aktive Unordnung zugrunde liegt, zeichnen sich durch ihre Variabilität aus. Die Bühne des Lebens bezeugt dieses immerzu. Das Bühnenbild kann sich hier und da schnell ändern, sich an die Justierung variabler Zyklen anpassend. Daher der enorme Einfluss der Sonnenzyklen auf das irdische Geschehen, sowie der weiteren Zyklen, die unser Sonnensystem darstellen.
Alles, was in Bewegung ist, unterliegt Zyklen, seien es Schritte, Sprünge, Flügelschläge, Kolben, Pumpen, Ventile.
Schrittmacher werden eingeschaltet, wenn das Herz seinen Zyklus verliert, und ausgeschaltet, wenn das Herz wieder ausreichend schlägt. Ein gesundes Herz erkennt man an der angepassten Variabilität seiner Reaktionsfolge.
Zyklen überall.
Man sieht regelmäßig nach Kranken, bis sie wieder genesen sind. Ängste kehren immer wieder, mancher Schmerz ebenfalls, Allergien quälen in bestimmten Abständen ... allesamt wohl genährt, durch Unordnung, dem raffinierten Salz in der täglichen Suppe. Und auch das regelmäßige Gedenken der Toten, Verletzten und Vermissten, sowie Feiertage und Geburtstage, sie alle zeugen von einer reaktiven Unordnung, derer wir uns immer wieder annehmen.

   Ein Bild erscheint vor meinem inneren Auge ... Zyklen, innerhalb von Zyklen, eingebunden in den Zyklus des Universums selbst.

GOLD-DNA Zyklen in Zyklen

   Ich stutze. Irgendetwas stimmt hier nicht. Irgendwer pfeift die Horde ausgelassener Hunde vehement zurück. Ein weiterer Apfel muss her. Ich kaue langsam. Lasse mir Zeit. Schichte mehrere Hier und Jetzts aufeinander.
Wenn die Abfolge aller Universen zyklisch ist, einem kosmischen Atem gleich, dann doch nur, weil Unordnung zugegen sein muss, die es durch die Zyklen zu beseitigen gilt ? Wie kann das Universum zum Gesamtbewusstsein werden, und damit energetisch kohärent, wenn Universen kommen und gehen ? Käme die Abfolge der Universen jenem Lernverlauf gleich, der sich mannigfaltig in jedem Einzeluniversum offenbart, was soll das Ziel dieser gesamten Abfolge sein ? Welche Fähigkeit soll erlernt werden ? Wohin geht die Reise ALLER Universen ? Und warum wurde sie überhaupt gestartet ? Ich schmecke den süßen Saft des Apfels, lasse mich von der Sonne wärmen, höre Vogelgezwitscher, spüre leichten Wind auf meiner Haut, und stelle mir diese Fragen, für deren Beantwortung mir die nötigen Werkzeuge fehlen ... oder aber ich besitze sie, als Teil des Ganzen, sie jedoch nicht alleine einsetzen könnend ... der Fluch der Expansion und Konsequenz der Zersplitterung des Gesamtbewusstseins. Die Qual einer einzelnen Seele. Zu weit entfernt vom Gleichklang. Ein Krümmel vom Kuchen, der zwar den Geschmack und die Zutaten mit ihm teilt, jedoch nicht das wirkliche Bild des Ganzen. Liegt nicht genau in diesem Unvermögen begründet, warum der Weg durch die anstehende Optimierung ein fortwährendes Fest für die Sinne werden wird ? Eine musikalische Darbietung auf dem Weg zur wirklichen Perfektion. Beim Durchwandern des Hauses des Lebens kam es bereits zu zwei Begegnungen mit dem energetischen Orchester und mir wird plötzlich klar, dass die optimale Besetzung offensichtlich noch nicht gefunden ist. Abkürzungen sind ausgeschlossen, Kurzschlüsse gilt es zu vermeiden, sonst droht nicht realisierbare Unlogik.
Wieder fällt mein Blick auf die Hieroglyphen, meine Skizzen, in trockene Erde geritzt. Wieder muss ich an Schalen aus Ton denken. Wieder meldet sich der Adler. Weiß und Schwarz. Ägypten. Die Pyramiden. Die Sphinx. Ein treuer Hund kehrt zurück, seinem Halter entwischt, die Leine noch um den Hals. Die Bildersprache der Realität weist den Weg. Das Konzert muss noch warten. Kann es eine bessere Atmosphäre dafür geben, als die Abendstimmung unter freiem Himmel ?


 Mittags 

   Weitere Puzzleteile fügen sich ein. Ihre Nahtlosigkeit steht noch aus. Die Entdeckung des Heiligen Grals hatte ich bereits etwas voreilig verkündet. Einer der Hunde war mit ihm fortgerannt, und vergrub ihn an einem mir unbekannten Ort. Und wieder ordne ich meine Gedanken, wahrscheinlich nicht zum letzten Mal.
Die Wirklichkeit kann nur erkannt werden, wenn die nötige Sprache beherrscht wird. Somit ist einzig das Gesamtbewusstsein in der Lage die Wirklichkeit als Ganzes darzulegen. Was mochten vergangene Kulturen und Zivilisationen über die Wirklichkeit gewusst haben ? Wenn heute noch Einzelbewusstseine der Meinung sind, dass Sternbilder, die Tierkreiszeichen, und Mythen wie Atlantis Hirngespinste, Erfindungen oder künstlerischem Schaffen entsprungen sind, dann nur, weil das einzige Gesetz des energetischen Flusses immer mehr unter dem Ballast zeitgenössischer Wissenschaft begraben wird.
Wie oft habe ich als Kind hier draußen im Garten den nächtlichen Himmel betrachtet, fasziniert von den Bildern, welche die Sterne, durch imaginäre Linien verbunden, auf die schwarze Leinwand des Nachthimmels malten. Warum schufen unsere Vorfahren diese Bilder ? Waren es wirklich Schäfer, die sie schufen, als Zeitvertreib in Nächten, in denen sie über ihre Herden wachten ? Die zwölf Tierkreiszeichen tauchen allesamt am Himmel auf, ein Zyklus, der sich durch alle vergangenen Konstellationen der Unordnung und Ordnung zog ... bis in die heutige Zeit. Vokabeln, die seit langem bestehen, geschaffen, als es noch nicht derart viele Zyklen gab, als das Gesamtbewusstsein noch nicht so zersplittert war. Je stabiler ein Zyklus über lange Zeit, desto größer der Informationsgehalt dieser Vokabel. Das gilt auch für die Frequenz des Zyklus, die Häufigkeit seiner Wiederkehr. Informationen sind die Bausteine der Antworten auf alle Fragen des Universums.
Gibt es wirklich einen Zusammenhang zwischen der Sphinx, nur wenige hundert Meter vom Fuße der berühmten Pyramiden entfernt, und der Symbolik der Tierkreiszeichen ? Bildersprachen sind grenzübergreifend und zeitlos, selbst heute noch ... man braucht nur die Werbung und Handydisplays betrachten, oder Symbole und allgegenwärtige Muster, weltweit vertreten und verstanden. Dieser Zusammenhang legt die Vermutung nahe, dass bereits vor ca. 13.000 Jahren Kulturen vom Hergang der Universumsentstehung wussten ... und von den zyklischen Entwicklungsschüben, welche die Erde ca. alle 13.000 Jahre, in ihrer Kindheit, durchgemacht hat. Aber nicht nur die damaligen Hohenpriester der Ägypter wussten um diese Geschehnisse. Viele weitere Kulturen schufen weitere Symbole, um diese Zusammenhänge weitestgehend unbeschadet durch die Zeit zu bringen. Erst in den letzten Jahrzehnten ist es der Wissenschaft, mit Hilfe modernster Gerätschaften, gelungen diese Zusammenhänge aufzudecken, und man mag sich fragen, ob unser modernes Equipment nicht einzig dazu dient das Rauschen der expansiven Unordnung auszublenden, um zum Wesentlichen zu gelangen. Sei es Platos Allegorie der sagenumwobenen Insel Atlantis, deren Beschreibung sich mit Ergebnissen aus Teilchenbeschleunigern deckt, die sich mit dem elektrischen Feld im Zentrum von Protonen und Neutronen befassen. Oder aber jene Tierkreiszeichen, in denen das wiederkehrende Ereignis beschrieben ist, welches alle ca. 13.000 Jahre, vom Zentrum unserer Galaxie ausgehend, die Erde in einen energetischen Orkan geraten lässt, in dessen Verlauf vorhandene Zivilisationen ausgelöscht, die Oberfläche der Erde komplett umgestaltet, und die atomaren Uhren der Isotope wieder auf Null gestellt werden. Es gleicht dem Durchleben von Kinderkrankheiten, im jeweils wahrgenommenen, kosmischen Maßstab. Mutter und Vater, Ordnung und Unordnung, fürsorglich am kosmischen Bett sitzend, Wasser reichend.

   Steht uns nun, ca. 13.000 Jahre nach dem letzten Ausbruch, am Ende der Pubertät, ein weiterer Fieberschub bevor ? Der letzte Schub der notwendigen Krankheit namens Expansion ... bevor das Leben endlich der Genesung entgegensehen kann, jenseits des Zenits der Unordnung ... in Richtung Optimierung und letztendlich Heilung. Kinderkrankheiten haben im Erwachsenenalter nichts zu suchen. Einzig in der Expansion lässt sich derartiges realisieren. Die Vokabeln der Bildersprache erzählen davon unentwegt, seit Menschengedenken, zumindest zwischen den Zeilen.
Der Mensch, nahe dem Höhepunkt der Unordnung, steht mehr und mehr auf Action. Er hört und sieht nur Symptombehandlungen, die scheinbare Auflösung von Zyklen, schnelle Ergebnisse, schnelle Schnitte, eingebunden in einen temporeichen Soundtrack, angereichert mit Sirenengesang.
Doch werden aktuell nur wenige Zyklen aus Mangel an zugrunde liegender Unordnung aufgelöst, vielmehr wird die Unordnung auf andere, kleinere Zyklen verteilt, neue Bilder können realisiert werden, Beschwerden verschwinden, wunderbar ... doch schon bald tauchen sie, in neue Gewänder gehüllt, wieder auf. Was folgt ist die zunehmende Entfernung vom Ursprungszyklus. Die Quelle einer Krankheit verschwindet im Wirrwarr der immer zahlreicher werdenden Zyklen, zu denen der Ursprungszyklus mehr und mehr mutiert. Genome verändern sich durch Ansammlung reaktiver Unordnung, auch wenn sie nach Außen hin ihrem Erscheinungsbild weitestgehend treu bleiben. Vokabeln werden demnach mit mehr und mehr Informationen bedacht, daran zu erkennen, dass sie Pate für mehr und mehr Bilder werden.

    Ein Gedanke lässt mich erneut zum Haus des Lebens hinüber blicken. Wie viele Informationen liefert eine grobe Strichzeichnung von einem einfachen Haus auf einer nackten Felswand ? Wenn jemand das Wort Haus erwähnt, welche Bilder, Assoziationen, Gedanken gehen einem dann durch den Kopf ? Wie viele Informationen liefert ein reales Haus, wenn man unmittelbar vor ihm steht, oder drum herum geht, hinein geht ? Wie viele Informationen liefert eine Internetsuche nach dem Wort Haus, und wie viele nach dem Wort house ? Wie viele Informationen liefern obige Beispiele, wenn man sie allein angeht ? Wie viele, wenn man es mit der Familie, oder zehn guten Freunden, oder zehn fremden Menschen angeht ? Ich denke es wird deutlich worauf ich hinaus will ...
Je mehr verschiedene Resonanzgebilde ( Menschen ) zusammenkommen und sich eines weiteren Resonanzgebildes ( Bild ) annehmen, desto mehr Informationen kommen zusammen, desto empfänglicher für unterschiedlichste Zyklen sind die wahrnehmenden Resonanzgebilde.
Je weiter die Expansion voranschreitet, desto mehr entfremdet sich die Realität vom Ursprung des Zyklus, der alle anderen Zyklen in sich vereint ... das ursprüngliche Bild des Universums wird mehr und mehr seiner Farben, Intensität und Tiefe, seines ganzheitlichen Gedankens, beraubt, bis im Zenit der Unordnung Unmengen weißer Leinwände übrig bleiben ... die Wirklichkeit blutet aus, der Realität alle Freiheiten ermöglichend, auf der Bühne des Lebens so richtig die Sau raus zu lassen. Ein Bühnenstück, in dem alles hinterfragt werden kann, in dem Verwirrung herrscht, in dem Fragen allgegenwärtig sind, unzählige Interpretationen möglich sind, Masken und wechselnde Kostüme kommen und gehen, nichts so scheint, wie es wirklich ist ... das ist die Aufführung der kommenden Monate, wofür aktuell schon reichlich Werbung betrieben wird, bald zu sehen, uraufgeführt auf allen Teilbühnen des Lebens.

    Haben unsere Vorfahren, in einem Akt der Weitsicht, nun tatsächlich Botschaften in eine Bildersprache gepackt, um sie auf eine Reise durch die Unordnung zu schicken ? Haben sie die Wirklichkeit im nahezu ursprünglichen Zustand des Erbes erkennen können ... oder aber spielt uns die Zeit hier erneut einen gewaltigen Streich ? Wenn der Schlüssel der Gegenwart das Tor der Vergangenheit aufzusperren imstande ist, müssen Schlüssel und Schloss dann nicht an gleichem Ort, an gleicher Stelle, zur selben Zeit sein ? Sind wir die Nachkommen alter Kulturen ... oder die alten Kulturen unser Spross ? Gott, die Bibel, Jesus, Pyramiden, Tierkreiszeichen, die Mathematik ... was gehört zur Realität, was zur Wirklichkeit ?
Wurden sie allesamt in der Vergangenheit geboren und begleiten uns seitdem durch die Expansion, oder werden sie im Hier und Jetzt immerzu an die logische Bildersprache angepasst, um einen scheinbaren Fluss zu realisieren ? Durchleben wir ein Abfolge von Bildern oder nehmen wir nur das jeweils aktuelle Gesamtbild wahr ... ein energetisches Hologramm, welches jedes Bild der Vergangenheit in sich vereint ? Entstand das Universum, um Leben hervorzubringen ? Oder ist die Folge von Bewusstsein zwangsläufig das Universum selbst ?

   Ist nicht jedes Lebewesen das aktuelle Abbild seines Genoms ? Tragen wir nicht in der Gegenwart unsere gesamte Vergangenheit mit uns herum. Nehmen wir nicht immerzu das Äußere auf und speichern es im Innern, je nach Resonanz mit derjenigen, welche wir selbst, als Resonanzkörper, darstellen ?
Ein Bild genügt ... das Gesamtbild, welches alles beinhaltet. So wie die Vokabel Haus, die alle Varianten von Häusern in sich trägt, sei es ein modernes Haus, mein eigenes oder das fremder Menschen, sei es eines auf Fotos oder in einem Buch, oder eben jenes, welches einzig als Strichzeichnung eine Felswand ziert.
Die Expansion ist die Zunahme der Informationsdichte aller Vokabeln der logischen Bildersprache. Je mehr Informationen eine Vokabel aufzunehmen imstande ist, desto mehr Fragen können aus dieser Vokabel hervorgehen ... und desto unbewusster gehen wir mit dieser Vokabel um, desto mehr Vergangenheit kann sie abdecken, desto mehr Vergangenheit stellt sie dar, desto älter ist das Bild. Gott wäre demnach die älteste Vokabel, dicht gefolgt vom Universum selbst. Gott ist das Gesamtbewusstsein allen Lebens, die bewusste Kohärenz, aktive Ordnung durch und durch. So gesehen hat Gott die Welt erschaffen ... oder anders ausgedrückt: das Leben, in einer anderen Darstellung von Bewusstsein, als aktuell wahrnehmbar, hat sich seine eigene Bühne erbaut, nach seinen Vorstellungen und Bedürfnissen, in Abhängigkeit vom Erbe aller vergangenen Universen ... und seitdem passt es die Bühne fortwährend an die Gegebenheiten der aktiven Unordnung an.
Je unbewusster der Umgang mit einem Bild über die Bühne geht, desto weniger anfällig ist es für den Einfluss der Zeit, und damit für die Freisetzung reaktiver Unordnung. Man denke nur an den eigenen Herzschlag. Spürt man ihn nicht, denkt man an nichts Böses. Sticht es aber, schmerzt es gar, gerät es aus dem Tritt, stolpert es, wird etwas wahrnehmbar, was Aufmerksamkeit auf sich zieht. Man beginnt sich Gedanken zu machen ... und die reaktive Unordnung ist schon zur Stelle. Je unbewusster das Bild, desto eher kann es der Vergänglichkeit zum Opfer fallen, zumindest in der Expansion. Auf diesem Weg kann das Bild aufgelöst bzw. ein Zyklus beendet werden.

    Doch noch einmal zurück zu unseren Vorfahren.
Welche Motivation hätten vergangene Kulturen zur Codierung von Informationen und der Übermittlung an nachfolgende Zivilisationen gehabt ? So viel Aufwand zu welchem Zweck ? Wofür ? Eine Revival-Party scheint in Gang zu kommen. Es sind die selben Partygäste, die auch früher hier im Garten anzutreffen waren. Älter sind sie geworden, keine Frage, vielleicht auch ein wenig ruhiger. Trotz alledem blicken sie etwas verwirrt drein, so als hätte man sie davon in Kenntnis gesetzt, dass sie alle selber singen müssten, um für den musikalischen Rahmen der Party zu sorgen ... denn betrachtet man die Geschichte der Vergangenheit anders herum, macht vieles mit einem Male Sinn. Zur näheren Erklärung soll folgendes Beispiel dienen:

    Als WIKIPEDIA online ging musste Inhalt her. Jemand begann, zum Beispiel, das Stichwort Realität mit Worten zu füllen. Dieser erste Entwurf diente im Anschluss allen anderen Versionen des Textes zum Stichwort Realität als Grundlage. Nach und nach änderte sich der Text, er wurde erweitert, korrigiert, Textstellen wurden gestrichen und ersetzt ... und doch findet sich die erste Version im aktuellen Text wieder, und das, obwohl beide Fassungen sich komplett von einander unterscheiden können. Die aktuelle Version trägt die Essenz der ersten Version nach wie vor in sich. Alle Änderungen ergaben sich aus dem Ursprungstext heraus. Ruft man nun das Stichwort auf, so erhält man die komplette Vergangenheit aller Texte zu diesem einen Stichwort, vereint im aktuellen Text, im Hier und Jetzt, im Augenblick des Abrufens. Wir benötigen nicht alle Versionen der Texte zum Stichwort Realität, die verfügbar waren, und zum aktuellen Text geführt haben. Es genügt einzig die aktuelle, um alle Informationen aus dem Stichwort zu extrahieren, die verfügbar sind ... selbst wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass Falschannahmen von Version zu Version weitergegeben wurden. Ändert sich durch die Korrektur eines Fehlers in der aktuellen Fassung die Vergangenheit aller vorherigen Texte, die diesen Fehler beinhalteten ? Nein ... davon ist einzig die aktuelle Fassung betroffen ... und alle folgenden. Ein Fehler ist diesbezüglich nichts anderes, als eine veränderte Wahrnehmung von bereits vorhandenen Informationen, oder aber die Wahrnehmung von gänzlich neuen Informationen.
Das aktuelle Gesamtbild der Realität selbst vereint sämtliche Bilder der vergangenen Realitäten in sich, und wird hier und jetzt wahrgenommen, in diesem Augenblick, alle Informationen beinhaltend, die für den Fluss der Logik relevant sind. Findet sich im aktuellen Bild eine Falschannahme, eine Fehlinterpretation, ändert sich die Vergangenheit im Hier und Jetzt. Sämtliche Informationen, die zur Beibehaltung der Logik nicht mehr benötigt werden, stehen, energetisch gesehen, für Neuinterpretationen wieder zur Verfügung. Wiedergeburt. Andernfalls wäre das Zustandekommen von Optimierung und, letztendlich, aktiver Ordnung nicht durchführbar.

   Warum interessieren uns Menschen all die Bilder der Vergangenheit ? Warum lassen wir die Vergangenheit nicht ruhen und blicken nach vorn ? Warum unternehmen wir all die Dinge, welche im Erdgeschoss des Hauses des Lebens zur Sprache kamen ? Weil die Beibehaltung der Logik die Interpretation der Zukunft ermöglicht. Weil das Ziel, die Kohärenz des Gesamtbewusstseins, die erneute Gottwerdung, im wirklichen Sinne, nicht jedoch im religiösen, und damit die Grundlage für einen weiteren kosmischen Durchlauf, nur erreicht werden kann, wenn am Ziel das Gesamtbild frei von jeglicher Unordnung ist. Und genau deshalb wird im Hier und Jetzt fortwährend die Vergangenheit derart realisiert, dass die Logik beibehalten und Unordnung aufgelöst werden kann. Möglich ist dieses nur, wie gerade erwähnt, durch die Wiedereinbringung der Informationen, die für den Fluss der Logik nicht mehr relevant sind. Diese Informationen beinhalten alles, was wir vergessen, oder dessen wir uns nicht mehr bewusst sind. So sehr ich auch versuche den Augenblick, hier und jetzt, einzufangen, so scheitere ich in einer Minute kläglich alle Informationen dieses Augenblicks abzurufen. Alles, was ich wiedergeben kann, ist, was ich ganz bewusst wahrgenommen habe. Je mehr Zeit vergeht, desto weniger Informationen habe ich noch parat. Daran ändern auch sämtliche Errungenschaften des technischen Fortschritts nichts. Egal, wie hochauflösend eine Kamera, egal, wie groß die Kapazität einer Speicherkarte, egal, wie viele Videos in einem Netzwerk eingestellt werden, egal, wie bildhaft und wortgewandt meine Beschreibungen, nie können sie einen Augenblick mit der selben Informationsdichte wiedergeben, wie er sich in der Vergangenheit präsentiert hat. Der Fortschritt der Konservierungsmöglichkeiten von Informationen wächst im gleichen Maße, wie die Unordnung expandiert. Fortschritt ist ein weiße Leinwand. Fortschritt zeugt nicht von Intelligenz, von Vorteilen, oder Überlegenheit. Fortschritt ist die logische Folge der Expansion, und manifestiert sich dort, wo viel Unordnung entsprechend geordnet werden muss, ohne der Logik ein Bein zu stellen.

   Die Vergangenheit reicht so weit zurück, wie es der Stand der Unordnung möglich macht. Wir können nur so weit ins Universum zurück blicken, wie es die aktuellen Werkzeuge der Ordnung möglich machen. Je weiter zurück, desto weniger Unordnung stand dem Leben gegenüber, während dieses Leben umso geschlossener agierte, je weniger Unordnung es zu ordnen hatte. Die Realisierung der Vergangenheit erfolgt aus einem einzigen Grund ... der Bildwerdung des Erbes wegen, welches die Essenz aller Voruniversen in sich vereint, genau wie der aktuelle Eintrag zu den Stichworten auf WIKIPEDIA. Irgendwo muss dieser rote Faden in den Bildern der Realität abgelegt werden, denn er zieht sich durch alle Universen, die bisher realisiert wurden ... obwohl es sich auch hier nur um ein einziges Universum handelt, dem jeweils aktuellen. Dieses aktuelle Universum genügt, um alle relevanten Vergangenheiten zu übernehmen. Eine Zelle genügt, um mittels ihrer DNA den Körper zu manifestieren. Dieser Körper wiederum trägt das Erbe aller Vorgenerationen in sich. Wie im Kleinen, so im Großen.

   Das Erbe der Vergangenheiten wird als umso Göttlicher angesehen, je gemeinsamer das Gesamtbewusstsein an die Interpretation energetischer Verhältnisse herangegangen ist. Das kohärente Gesamtbewusstsein ist der Schöpfer selbst. Die Abbilder aller Göttinnen, Götter und sonstigen Gottheiten aus grauer Vorzeit wiederum, sind die Zwischenstufen des Gesamtbewusstseins zwischen Kohärenz und beginnender Zersplitterung. Weitere Vokabeln der Bildersprache, angefüllt mit reichlich Informationen.
Der goldene Schnitt, die Göttliche Geometrie, Pi und phi, die Resonanz der DNA, das einzige Gesetz des energetischen Flusses ... das Gesamtbewusstsein hat ALLES erschaffen. Sie selbst, ich, wir alle ... gemeinsam sind wir die inzwischen unbewussten Pyramidenbauer und Hervorbringer der Naturgesetze ... alles Produkte des Gesamtbewusstseins, bevor die Zersplitterung in Einzelbewusstseine ihren Lauf nahm, alles Reaktionen auf die ansonsten ungehemmte Ausbreitung der Unordnung. Die Gesamtheit aller Bewusstseine ist immer am Werk, vom Erbe wissend. Das Leben bringt das Stichwort UNIVERSUM unentwegt auf den aktuellen Stand. Das ultimative WIKIPEDIA.
Wo haben demnach die Bibel und all die anderen Heiligen Schriften ihren Ursprung ? Wer sind die Autoren ? Ebenfalls das Gesamtbewusstsein, welches den Originaltext in einem Zustand der Konsonanz realisiert hat, der vom aktuellen Zustand weit entfernt ist, denn aus dem einen Gesamtbewusstsein ist längst eine Gesamtheit von unzähligen Einzelbewusstseinen geworden, dargestellt als beseeltes Lebewesen mittels formgebender Umhüllung. Die Suche nach den Autoren bleibt ergebnislos ... mit Annäherung an den Zenit der Unordnung sucht man die Autoren noch immer in Menschengestalt, genau wie die Erbauer der Pyramiden, doch Menschen konnten erst realisiert werden, als die Zersplitterung des Gesamtbewusstseins bereits im vollen Gang war, und es der Symbiose von Einzelbewusstseinen verschiedener Spezies bedurfte, aus denen sich der Mensch, als Bild, zusammensetzt.

   Bezieht man die unterschiedlichen Ausprägungen des Gesamtbewusstseins in der Vergangenheit mit ein, lassen sich die mathematischen Besonderheiten der Bibel erklären. Egal, ob man The book of numbers, oder die Herangehensweise von Gematria, oder den Bibel-Code, oder den Ansatz von Theomatics näher betrachtet ... sie alle belegen eindrucksvoll ein ausgeklügeltes mathematisches Konzept der Worte und Sätze im Originaltext der Bibel. Warum steckt derart viel Mathematik in der Heiligen Schrift ... und in den Pyramiden, sowie den Naturgesetzen ? Warum haben sie alle den Weg bis in die aktuelle Gegenwart gemeistert und beschäftigen uns noch heute ? Warum nehmen wir uns ihrer mit immer raffinierteren Methoden der Wissenschaft an ? Weil die Mathematik der erste logische Ableger der realen Bildersprache des Gesamtbewusstseins ist. Sie ist das Gerüst an dem die Realität aufgespannt wird. Sie ist der Rahmen für die Leinwände auf denen die realen Bilder aufgebracht werden. Sie ist die Grundlage für die Göttliche Geometrie, die wiederum nichts anderes ist, als eine Interpretation von energetischen Verhältnissen, geschaffen vom Gesamtbewusstsein, in Kohärenz ... und daher mit dem Attribut Göttlich versehen. Dabei zeugt allein das Aufkommen der Vokabel Göttlich von einer Zunahme der Unordnung, schließlich ermöglichte die Verlagerung des Bewusstseins auf das außenstehende Göttliche reichlich Nachschub für unzählige Bilder reaktiver Unordnung. Kreuzzüge und Heilige Kriege sind nur zwei Beispiele.
Die Göttliche Geometrie, ersonnen vom Gesamtbewusstsein, findet sich in allen Kristallen, in Schneeflocken, vielen Spezies, wie Vögeln und fliegenden Insekten, Blitzen, Flussgabelungen, in molekularen und atomaren Mustern aller festen Metalle, sowie in den Verzweigungen von Bäumen, und sogar in der DNA, dem Baustein allen Lebens. Mit diesen Bilderzyklen gehen wir ganz unbewusst um, sie gehören zum Leben dazu. Standardwerkzeuge der Ordnung. Zuverlässig und erprobt, dank ausgeprägter Konsonanz.
Die Verbindung der Pyramiden, und deren Zurschaustellung Göttlicher Geometrie und der Goldenen Zahl, mit der Bibel, der Heiligen Schrift Gottes, kommt nicht von ungefähr ... und hat nichts mit Zufall zu tun. Als Beispiel mag folgendes Bibelzitat dienen:

Isaiah 19: 19-20
At that time there will be an altar for the LORD in the middle of Egypt and a monument to the LORD at the border of Egypt. This will be a sign and a witness to the LORD ALL-Powerful in the land of Egypt. When the people cry to the LORD for help he will send someone to save and defend them. He will rescue them from those who hurt them.

   Zum einen ist im Original dieses Zitats die exakte Höhe der Großen Pyramide codiert ... 5549 Inch ... zum anderen kann das Zitat aber auch energetisch interpretiert werden:

LORD - das Gesamtbewusstsein in Kohärenz
send someone - die Aufmerksamkeit
defend - die reaktive Ordnung
rescue - die aktive Ordnung
hurt - reaktive Unordnung
people - Einzelbewusstsein
altar - die aktive Unordnung, die Bühne des Lebens

   Und genauso, wie sich die Mathematik durch die gesamte Bibel zieht, so finden sich überall Darstellungen des energetischen Flusses, der ALLEM zugrunde liegt, inklusive der Unordnung und Ordnung und der zunehmenden Zersplitterung des Gesamtbewusstseins. Die Geschichte der Schöpfung ist ein solches Beispiel:

     Der Baum der Erkenntnis und der Apfel der Verführung ... der Beginn der materiellen Welt, die Interpretation der Realität.
Die Vertreibung aus dem Paradies ... der Beginn der Zersplitterung des Gesamtbewusstseins, die Abkehr von der Kohärenz.
Das erste Bild der Realität, dargestellt durch den Biss in den Apfel durch Eva ... Weiblichkeit als Zeichen der Ordnung. Es ist der erste Auftritt der Materie und dieser geht mit der Auflösung der Kohärenz, der kompletten aktiven Ordnung, einher.
Und die Schlange, welche Eva den Apfel, die Materie, schmackhaft macht ? Sie ist die Versinnbildlichung der Göttlichen Geometrie in Form der Zahl phi, der Goldenen Zahl, die sich im Goldenen Schnitt und den Fibonacci-Zahlen wiederfindet, und zuhauf im Aufbau der Pyramiden vertreten ist, sowie in sämtlichen harmonischen und zyklischen Mustern der Bildersprache der Realität. Kein Bereich in der Natur, in dem die Goldene Zahl keine Rolle spielt, angefangen bei den Blüten, bis hin zu den Planetenbahnen. Demnach bedient sich die logische Bildersprache der Realität der Sprache der Mathematik, sie ist ein Teil von ihr, welche energetische Verhältnisse real, und damit wahrnehmbar, werden lässt. Diese Mathematik ist die Grammatik der Bildersprache, welche vom Gesamtbewusstsein realisiert wurde und von der Gesamtheit der Einzelbewusstseine angewandt und verstanden wird. Durch die Mathematik wird die Bildersprache erst er-zähl-bar. Phi, die Goldene Zahl, steht in direkter Verbindung zum Leben. GOLD-DNA.

   Die Bibel, nebst anderen Heiligen Schriften, ist die Bedienungsanleitung der Expansion, die Beschreibung der Realitätswerdung und ihrer Entwicklung. Genau wie der Kalender der Mayas und der Aufbau der Großen Pyramide, so enden sie alle mit einem Umbruch, einer Verkettung von Ereignissen enormen Ausmaßes, einer Apokalypse ... einer Enthüllung. Der Enthüllung des Universums, von Innen heraus.
Sie alle stellen das bisherige energetische Erbe bildhaft dar, verfügbar durch die gesamte Expansion hindurch ... und enden, wo dieses Erbe enden wird. Darüber hinaus können sie nicht gehen, weil ein neues Erbe hervorgebracht werden wird, sozusagen ein Update. Die Geschichte der Schriften, der Mayas und der Pyramiden endet im Zenit der Unordnung ... wenn das Gesamtbewusstsein maximal zersplittert ist, und somit die Anzahl verschiedener Sprachen und Dialekte ihren Höhepunkt erreicht ... genau wie die Anzahl der Menschen auf dem interpretierten Planeten Erde ... und ihrer Ängste. Und auch die Zahl der umhüllten Menschenseelen erreicht an diesem Punkt ihren zahlenmäßigen Höchststand. Die Auslebung der menschlichen Ängste wird zu Paniken führen, bedingt durch reale Bilder, die teils neu auftreten, oder sich in nicht bekannter Deutlichkeit manifestieren werden. Kaum ist eines dieser Bilder vorüber, folgt schon das nächste. Die Auslebung als Individuum nimmt ihren Lauf. Konfrontiert mit einem letzten Schub der energetischen Unordnung durchlebt das Leben den Höhepunkt eines Lernprozesses. In der Hauptrolle ... das Leben selbst. Nicht minder bedeutend die Rolle der Sonne und des Wassers ... wie in den kommenden Monaten offensichtlich werden wird, weltweit. Nebenrollen dagegen sind in der Tat nebensächlich. Statisten  gibt es keine. Und der Schauplatz ? Die Bühne, die Summe aller Orte, Flecken und Koordinaten ... eine Zurschaustellung schneller Kamerafahrten und rasanter Bildschnitte. Action auf allen Kanälen, professionell vom Licht der Sonne ausgeleuchtet. Der Höhepunkt des Duells der Dualismen. In 3D, obendrein. Oft wird man in den kommenden Monaten fragend zum Himmel blicken. Was es dort zu entdecken gibt ? UFOs vielleicht ... Unordnungen Finden Ordnungen.

    Wenn aktuell Einzelbewusstseine in der Lage sind Außergewöhnliches zu leisten, Stichwort Wunderkinder und Hochbegabte, dann kann man sich ausmalen, was als kohärentes Gesamtbewusstsein möglich ist. Die Mathematik zur Realisation von Materie, zum Verfassen der Bibel oder zum Bau der Pyramiden zu nutzen, zeugt von diesem Potenzial. Die Behauptung, wir Menschen würden aktuell nur etwas 10 Prozent unserer Gehirnleistung nutzen, ist eine weitere weiße Leinwand. Jeder Mensch, nebst allen anderen Lebewesen, trägt seinen Teil zum Gesamtbewusstsein dar, in Abhängigkeit von der ihn umgebenden und innewohnenden Unordnung. Jedes Gehirn gibt 100 Prozent, denn Gehirne sind die Projektoren der Strukturen im Zellwasser, umgewandelt in Bilder, sämtliche Sinneseindrücke inklusive. Gehirne sind das, wonach die Unterhaltungselektronik unentwegt strebt.
Die Unterteilung der Gehirnleistung in verschiedene IQs ist eine weitere weiße Leinwand ... Nahrung für die reaktive Unordnung der noch bestehenden Expansion. Nur darf man sich das kohärente Gesamtbewusstsein nicht als Spezies vorstellen, welche des Steineaufschichtens und des Schreibens durch körperliche Aktionen mächtig ist. Der Pyramidenbau, genau wie das Verfassen Heiliger Schriften, oder die Hervorbringung der Goldenen Zahl, wurden als Grundwortschatz der realen Bildersprache ins Rennen der Expansion geschickt ... die gesamte Geschichte, die sich im Laufe der Vergangenheit aus diesem Grundvokabular ergeben hat, ist die Folge des logischen Flusses, zum jeweils energetischen Stand des Hier und Jetzts. Und aus Mangel an Körperlichkeit dieses Schaffens ist das Bild von Göttern, oder aber auch Außerirdischen, ein Mittel zum Zweck ... und der Expansion zudem sehr dienlich. Die Vergangenheit hat sich genau so zugetragen, wie es für den Fluss der Realität, unter den gegebenen Umständen zunehmender Unordnung, am logischsten möglich war. Die Frage lautet nicht ob es Dinosaurier, Atlantis, sonderbare Artefakte, Jesus, die Sintflut, Steinzeitmenschen, Katastrophen, außerirdische Interventionen, und all die anderen Szenarien, scheinbar, als Interpretation, gegeben hat, sondern wofür diese Bilder realisiert wurden ... und inwieweit sie editiert werden können, im Hier und Jetzt, ohne dass logische Gefüge der Expansion zu gefährden.
Das Wofür ist die entscheidende Frage. Ohne diese Frage kann es keine Heilung, egal, in welcher Form, geben. Nach dem Wofür zu fragen ist der erste Schritt in Richtung Akzeptanz ... und Heilung ohne Akzeptanz kann nicht realisiert werden. Ignoranz dagegen bringt weitere reaktive Unordnung hervor, von Heilung keine Spur. Nur durch Akzeptanz eines Bildes in der Realität kann die energetische Optimierung eingeleitet werden ... und das Bild, durch Auflösung der Unordnung, selbst aus der Realität entfernt werden. Es wird die letzte Lektion der Expansion sein, welche die Menschheit noch zu lernen hat.

    Ich halte kurz inne, blinzle noch kürzer in die Sonne. Der 20. Juni 2011. Ein so herrlicher Tag. Kann in den nächsten Monaten derart reichlich Unordnung das Leben herausfordern, wie sich überall in der Bildersprache abzeichnet ? Es scheint unvorstellbar. Und erneut versuchen Bilder vor meinem inneren Auge aufzutauchen, wie prallgefüllte Plastikbälle, die unter Wasser gedrückt werden. Manche Vokabeln der Bildersprache gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Bäume, Pyramiden, die Sonne, das Meer, Wasser, Wolken. Unzählige reale Sätze lassen sich damit bilden, aus denen besagte Geschichten werden ... Ge-schichten ... Gesamt-Schichten. Wortspiele. Bilderwelten. Weltbekannte Bilder.

    Die Mittagszeit ist vorüber, die Sonne hat ihren Zenit verlassen. Im übertragenen Sinne beginnt nun die Zeit der Optimierung. Die Phase, in der Materielles immer mehr von der Bühne des Lebens verschwindet. Das Licht des Tages wird schwinden, während die Sonne dem Horizont entgegen wandert ... Dämmerung setzt schließlich ein, dann die Nacht. Nichts mehr zu sehen. Alles Materielle verschwunden. Noch macht diese Vorstellung vielen Angst, noch brauchen wir das Licht der reaktiven Unordnung ... künstliches Licht. Die Bildersprache spricht unentwegt.
Doch noch ist es heller Tag. Ich sitze im Schatten meines Baumes, blicke an ihm empor ... und einer der Plastikbälle schießt aus dem Wasser empor. Ich nehme meinen kleinen Stock und male wieder eine Skizze in den Staub der Erde, jedoch nicht ohne mich zum wiederholten Male davon zu überzeugen, dass in der Nähe meines Baumes keine Tonschalen zu sehen sind. Ich schüttele den Kopf. Ordne meine Gedanken ... ein weiteres Mal. Ich hatte es angedeutet ...

GOLD-DNA Baum der Vergangenheit

    Immer mehr Puzzleteile kommen zusammen, es geht Schlag auf Schlag. Mein eigener Baum der Erkenntnis, im Garten Eden meiner Kindheit.
Je größer der Baum, desto tiefer, weit verzweigter die Wurzeln, desto tiefer durchdringen sie die Vergangenheit des Bodens, auf dem er wächst ... bis hinab zum Grundwasser, vom dem sie angezogen werden. Ausgewachsen beginnt die Optimierung des Baumes, sie erwächst aus der Ordnung der Vergangenheit, denn je tiefer die Erdschichten gehen, desto weniger Unordnung ist ihnen zu eigen. Der obersten Schicht widerfährt noch die meiste Unordnung, diese lässt jedoch nach, je tiefer es geht.
Und erneut frage ich mich woher diese plötzlichen Bilder kommen ? Eingebung, Geistesblitze, Ideen, aus denen Großes entstehen kann ? Manchmal machen Menschen Dinge, indem sie einer inneren Stimme folgen. Sie spielen mit einem Bild, probieren etwas aus, betrachten es aus einem anderen Winkel heraus ... und entdecken den Zugang zur Ordnung, der andernfalls nicht realisierbar wäre. Doch Bilder, deren Zeit reif ist, werden so oder so real. Sie ist reif, wenn sich diese Bilder in den Fluss integrieren lassen, ohne dass die bestehende Logik darunter leidet.

   Ich nehme noch einmal den Begriff der Energie auf. Würde es uns nicht gutgehen, hätten wir eine Energiequelle, deren Nutzung keinerlei reaktive Unordnung freisetzen würde ? Freie Energie für alle, ohne Kosten, überall verfügbar obendrein. Immer wieder gibt es Menschen, die behaupten, etwas derartiges sei möglich und bereits realisierbar, wenn auch nur als Versuchsanordnung oder als Prototyp in Kleinstauflage. Ist das möglich ? Stehen wir nicht nur an der Schwelle zur Optimierung, sondern bereits im Torrahmen zur Energierevolution ? Käme es nicht aber der Äußerung gleich fliegen zu können, ohne Hilfsmittel, ohne Wachs und Federn, ohne High-Tech-Material und den Grundsätzen der Physik. Fliegen, einfach nur so ? Für besagte Freie Energie gibt es inzwischen viele Vokabeln, doch beschreiben sie alle ein und dasselbe ... Zero-Point-Energy, Nullpunktenergie, Torsion-Waves, Skalare Energie. Alles Umschreibungen für ... den energetischen Fluss, der ALLEM zugrunde liegt. Freie Energie ist die Quelle des gesamten Universums. Sie ist die Summe der realen Bilder, die sein könnten, wenn die Logik der Ordnung sie ließe, oder die bereits sind. Freie Energie wird durch Bewusstwerdung zu Materie, und damit zyklisch, ein Bild, dem Resonanz innewohnt. Der Zyklus ergibt sich aus der wiederholten Wahrnehmbarkeit. Dieser, zum Bild gewordene, Zyklus wird immerzu von Lebewesen begutachtet und auf die logische Integration in den realen Fluss hin überprüft. Materie wird zu den Bausteinen der Expansion, deren Individualität mehr und mehr zunimmt, Kompatibilität einbüßend, denn es gilt möglichst viel Verschiedenes zu kreieren. Dissonanz.
Optimierung hingegen zeichnet sich durch bewusste Zielstrebigkeit aus, hin zu einem Ganzen. Konsonanz.
Energie benötigt zwei Pole, zwischen denen sie fließen kann, zwecks Entnahme und Nutzung.

Freie Energie ... Bewusstsein.
Unordnung ... Ordnung.
Nun ... Atum.
Yin ... Yang.

   Dualismen. Sie kamen bereits im Haus des Lebens zur Sprache, auf dem Dachboden. Jeder Dualismus agiert als energetischer Speicher für die eigene Realisierung ... und für die Zwischentöne, die daraus hervorgehen können. In der ägyptischen Mythologie sind sie die Nachkommen von Atum ... Shu und Tefnut, und deren Kinder Geb und Nut, sowie weitere Abkömmlinge. Sie alle symbolisieren die unterschiedlichen Grautöne, eingebettet zwischen Schwarz und Weiß. Je weniger Zwischenstufen, desto energetischer das Potenzial, desto ausdrucksstärker die daraus hervorgehende Vokabel der Bildersprache, desto mehr Konsonanz, aber auch Dissonanz, können mit ihr realisiert werden.
Wie viele Zwischenstufen gibt es zwischen Dunkel und Hell, zwischen Arm und Reich, zwischen Schnell und Langsam ?
Wie viele zwischen Mann und Frau, zwischen Männlich und Weiblich ?
Wie viele Universen zwischen Freier Energie und dem Gesamtbewusstsein ?

    Die Wärme des Tages lässt mich gähnen. Ich ahne, was noch vor mir liegt. Hunger klopft an und Durst ruft Herein. Ich strecke mich, gähne erneut, schlendere zum Brunnen, trinke genug. Bilder. Plastikbälle. Der Hunger tritt ein, findet den Saal verlassen vor, keine Spur mehr von dem, der ihm Einlass gewährte. Er entscheidet sich zu bleiben. Ich werde mich seiner später annehmen. Die Müdigkeit ist stärker. Ich gehe zurück zum Baum, klettere hinauf, begebe mich in den warmen Schatten alter Holzbretter. Auf dem Boden sitzend, mit meinem T-Shirt als kleine Kopfstütze, schließe ich die Augen. Es dauert nicht lange ...


 Nachmittags 

    Frei ... sein. Inmitten der Schwärze des Ozeans, welcher zum Fluss werden wird, erhebt sich ein weißer Punkt. Winzig. Ein einzelner Stern. Endlich weit entfernt, nicht unendlich. Gleißend. So nahe. Kaum zu Ende gestaunt, werde ich durchflutet. Keine Schwärze mehr. Einzig Licht. Weißes Licht. Die Sonne, zum Greifen nahe. The Eagle has landed. Ziel erreicht. Oder bin ich gerade erst gestartet ? Ein unbeschreiblicher Sog packt mich, reißt mich fort, mitten hinein ins Licht. So scheint es zumindest, denn eigentlich bin ich bereits mittendrin. Vielleicht ein kleiner schwarzer Punkt. Ich, der Adler. Winzig. Ein Loch. Endlich weit entfernt ... vom Ziel, nicht unendlich. Größer wird der Punkt. Formen, Fragmente, Ahnungen füllen ihn aus. Ich meine Zahlen und Symbole zu erkennen, vertraut und befremdlich zugleich. Weiß wird Schwarz und umgekehrt. Inversion. Inmitten der Schwärze nun gleißendes Licht. Schemenhafte Bilder treten zaghaft hervor, verschwinden im Nu ... oder Nun ..., werden deutlicher, verweilen, nehmen an Gewissheit zu. Tiefe. Schatten. Farben. Schattierungen. Real. Ich, der Adler, bin längst nicht mehr allein. Und eh ich mich versehe, fühle und höre, rieche und sehe ich ein Bild, umgeben von allen anderen, die mit mir sind. Willkommen in der Realität ...

GOLD-DNA Der Garten Eden


   Mit einem Ruck werde ich wach. Das Bild des Baumes, beleuchtet vom Gotteslicht, einem Godlight, klar vor Augen. Die Nähte zwischen Puzzleteilen verschwinden, es ist, als kämen Himmel und Erde endlich zusammen. Dualismen werden Eins. Die Naht des Horizonts löst sich auf. Fragen gestellt ... Antwort gefunden. Gespeicherte Energie entlädt sich. Aktive Ordnung. Akzeptiert. Geheilt.
Die Große Pyramide im Garten Eden. Der Baum der Erkenntnis. Das fehlende Stück ... die Spitze der Pyramide. GOTT. Die Wirklichkeit als Realität, ausgesprochen in einer deutlichen Sprache. Kaum erwacht, kaum sich der Federn des Adlers erneut entledigt, kommen mir weitere Puzzlestücke in die Hände, die, trotz falscher Position, innerhalb des logischen Rahmens der Realität lagen. Ich nehme sie auf, lege sie woanders hin. Es passt. Endgültig. Die Narben zwischen den Puzzlestücken schwinden, auch hier setzt Heilung ein.
Die Pyramiden. Ich komme nicht von ihnen los. Schon im Haus des Lebens begegnete man ihnen vielerorts. Es verwundert nicht, denn, als letztes der sieben Weltwunder, bestehen sie noch heute, und wissen nach wie vor zu faszinieren. Diese Faszination rührt daher, dass die Pyramiden den Werdegang des Gesamtbewusstseins und der Materie auf bildhafte Weise darstellen.

    Betrachtet man die Große Pyramide, so fällt die fehlende Spitze auf. Noch heute geht man davon aus, dass die Große Pyramide von Gizeh ein besonderer Stein zierte, sozusagen das Abbild der gesamten Pyramide in kleinerem Maßstab, in Abhängigkeit von phi, der Goldenen Zahl. Dieser Stein ist unauffindbar, seine scheinbare Existenz Teil von Überlieferungen, Erzählungen, Bibelzeilen, oder bekannten Symbolen, wie jenes auf US-Dollarscheinen. Dieser Stein jedoch wird unauffindbar bleiben. Logisch, wenn man zugrunde legt, dass die Pyramiden, in all ihrer Finesse der Konstruktion, ein bildhaftes Produkt, eine Vokabel der Bildersprache, sind, geschaffen vom Gesamtbewusstsein, ehe das große Zersplittern einsetzte. Das Godlight aus dem Traum zeigt die Entwicklung GOTTES auf, die Entwicklung vom kohärenten Gesamtbewusstsein ... der Pyramidenspitze in Form der Sonne ... hin zum aufgefächerten Bewusstsein eines jeden Einzelbewusstseins.
Ich suche nach meinem Stock, erst jetzt gewahr werdend, dass ich im Baumhaus sitze. Innerhalb von Sekunden stehe ich am Fuße meines Baumes, noch warme Handflächen vom schnellen Hinabrutschen am Seil, nach meinem improvisierten Zeichengerät Ausschau haltend. Ich stutze, lege den Kopf schief, als versuchte ich eine Hommage an Nerd, den Gärtner des Gartens, in dem die erste Party der Fragen gefeiert wurde. Zehn Tonschalen umringen den Stamm meines Baumes, von Stock und Zeichnungen, die ich meine in den Staub skizziert zu haben, fehlt jede Spur. Nicht, dass es mich allzu sehr verwundert. Das Haus des Lebens hat mich von Zufällen längst geheilt und mir den Zauber wirklicher Wunder offenbart. Schon schiebt sich das Bild des Godlights wieder in den Vordergrund. Endlich entdecke ich einen kleinen Stock. Zügig beginne ich zu zeichnen ...

GOLD-DNA Gott wird zu Materie


   Ist es nicht eine Ironie des Schicksals, und damit des Ordnungsvermögens der Menschen. dass in dieser Abtrennung des kohärenten Gesamtbewusstseins, alle Ängste der Unordnung ihren Ursprung haben. Das Streben nach Aufdeckung von Verschwörungen und der vermeintlichen Weltordnung hat in diesem Bild sein Coming-out, und ist sogar Teil der Bildersprache, man denke nur an die Pyramide, die ein Auge in ihrer Spitze zeigt, wie sie auf bereits erwähnten US-Dollarnoten zu sehen ist. Die heutige Angst vieler Menschen, wohlgemerkt in den energiereichen Ländern, vor der Implementierung einer Neuen Weltordnung, einer Weltregierung, geht zurück bis ins alte Ägypten, ausgehend von der Bruderschaft der Schlange. Schon damals soll die Grundlage für diese Neue Weltordnung gelegt worden sein ... und wieder stolpern wir über eine weiße Leinwand, denn eine Neue Weltordnung ist genau das, was der Begriff aussagt ... eine neue Ordnung für die Welt ... aber nicht geschaffen von finsteren Mächten, sondern vom kohärenten Gesamtbewusstsein bzw. zwangsläufig die Folge der Trennung der Freien Energie, die ALLEM zugrunde liegt, vom Bewusstsein an sich ... die Geburt des Ursprungsdualismus. Die erste Generation. Wofür ? Um die Weichen für die Interpretation der Realität durch das Leben zu stellen ... für die Zeit nach der Kohärenz. Diese neue Ordnung gilt für die Expansion des neuen Universums, der neuen Welt. Dazu zählen die Naturgesetze, der mathematische Rahmen der realen Bildersprache, allen voran verkörpert durch die Goldene Zahl phi, und die nachkommenden Dualitäten. Dass aus dieser Neuen Weltordnung, der Basis der Realität, dem Göttlichen Akt der Schöpfung, die jedoch die Meisterleistung des kohärenten Bewusstseins ist, im Laufe der Expansion ein Inbegriff von Kontrolle, Unsicherheit und Angst durch Eliten, Regierungen und geheimen Organisationen wird, zum Beispiel den Illuminaten, zeigt einmal mehr die Dynamik der reaktiven Unordnung. Aus Weiß wird Schwarz. Aus Gut wird Böse. Und je näher der Zenit der Unordnung kommt, desto mehr Boshaftigkeit und Schwärze wird in diese Neue Weltordnung hinein interpretiert. Das wirkliche Bild tritt somit komplett in den Hintergrund. Aus der Kohärenz, der kompletten aktiven Ordnung, heraus, hat sich die Realität seitdem bildhaft in Richtung maximaler Unordnung entwickelt ... maximal im Sinne des Erbes und dem entsprechenden Fluss der Logik.
Die Pyramide von Gizeh und der real fehlende Stein der Spitze ( capstone ), dargestellt durch das Bild des Godlights, sind die Schablonen zur Realisation der Dualismen in der aktuellen Welt ... und damit im Universum an sich.
Wussten die Ägypter somit um die Beschaffenheit des Universums ? Immerhin finden sich in der Pyramide zahlreiche Verbindungen zum Sonnensystem, zu den Planeten, ihren Bahnen und Abständen, zu den zwölf Sternbildern des Tierkreises und der Vermessung der Erde. Oder aber ... und das ist die logische Schlussfolgerung aus allem bisher im Projekt GOLD-DNA verfassten Texten ... existierte das Universum in jener Form noch gar nicht ? Ist das Bild der Pyramide, genau wie das der Bibel, demnach ebenso eine Bedienungsanleitung, eine Auflistung von Bestätigungen der logischen Entwicklung der Vergangenheit ... the hitchhicker's guide to the universe ?

   Auf dem Dachboden des Hauses des Lebens diente ein liegender Baum als Anschauungsbild der Entwicklung der Zeit und der Expansion, inklusive der sich anschließenden Optimierung. Gleiches lässt sich mit dem Bild der Pyramide bzw. dem Godlight bewerkstelligen, wobei zuvor noch zwei wichtige Punkte bedacht werden müssen:
Erstens, der Stein der Spitze ist im Vergleich zum Rest der Pyramide sehr klein, oder besser ausgedrückt: sehr kompakt. Er stellt auf kleinstem Raum die eigentliche Pyramide dar, nur in einem sehr viel kleineren Maßstab, aber identischen mathematischen Verhältnissen.
Zweitens, um das Godlight am Himmel sehen zu können, bedarf es Wolken, die sich zwischen der Sonne und dem freien Himmel befinden. Andernfalls käme, ohne diese Trennung, die imposante Auffächerung des Sonnenlichts nicht zustande.

                


   Und nun zählen wir Eins und Eins zusammen. Das Universum, das Bewusstsein, die Mathematik, die Heiligen Schriften, die Realität, Materie, das Leben ... alles vereint in einer bildlichen Darstellung:

GOLD-DNA Gott Bewusstsein Universum ALLES


    Betrachtet man zudem die Große Pyramide von oben, kommt dieses Bild zustande, dargestellt ohne capstone und ohne jene polierte Fläche aus Kalkstein, welche die Pyramide einst bedeckte und ihr eine außergewöhnliche Leuchtkraft verlieh, in Abhängigkeit vom Stand der Sonne durch das Jahr hindurch.
GOLD-DNA Pyramide von oben


   Jede Schicht aus tonnenschweren Einzelsteinen käme einem Informationscontainer gleich, einer Zeiteinheit. Von oben betrachtet, erscheinen jedoch alle Container in einem einzigen vereint, so dass es nur einen Container gibt. Es ist das gleiche Bild, welches bei der Textentwicklung auf WIKIPEDIA zur Sprache kam.






    Die gesamte Vergangenheit hat Platz in der Gegenwart ... im Hier und Jetzt. Einzig die energetischen Veränderungen lassen uns Zeit wahrnehmen, die es in Wirklichkeit aber gar nicht gibt. Materie ist Freie Energie, die zyklisch, vom Bewusstsein ihrer Freiheit beraubt wird, für den Zweck der Zyklusschaffung. Expansion.


 Sonnenuntergang 

   Nun wird es Zeit, wie man in diesem Teil des Universums so sagt. Und auch wenn ALLES zugleich abläuft, kommt man als Bewusstsein, in individueller Form, nicht umhin, auf die Zeit zurückzugreifen. Einzig das kohärente Gesamtbewusstsein ist ohne Zeit. Ohne Unordnung macht Zeit keinen Sinn. Zeit ist die Luft des Bewusstseins jenseits der Kohärenz, mit der es den Ballon des Universums aufbläst ... mit einem einzigen Atemstoß ... God-like.
Der Hunger meldet sich mit Nachdruck. Zeit, ihn zu stillen ... während die Sonne dem Horizont entgegenstrebt. Jeder Sonnenuntergang ist ein event horizon. Ein Ereignis am Horizont. Eine Einladung für weitere Fragen. Wenn in der Realität die Nacht sich über die materielle Welt legt, kommen die Fragen zwangsläufig. Das Unterbewusstsein hat seinen Auftritt.
Doch noch sind Schatten zugegen, an Länge gewinnend.
Scheinbar hat sich nicht viel geändert, höre ich eine vertraute Stimme sagen. Ich drehe mich um. Nerd. Heute wie einst. Älter geworden, keine Frage, genau wie meine allegorischen Partygäste. Alles im Rahmen der Zeit. Wikipedia und die Pyramiden von oben machen, bildlich gesprochen, auch vor Nerd nicht halt.
Ich nehme an du hast Hunger ? Der zur Seite geneigte Kopf. A sort of homecoming.
Ich gehe auf ihn zu, lege meine Arme um ihn. Ein Fotoalbum in Menschengestalt. Es dauert seine Zeit, bis ich es durchgeblättert habe, zu groß ist die Freude ihn wiederzusehen. Schließlich lasse ich los. Er deutet auf die Schalen. Und ... Antworten gefunden ? fragt er.
Ich bin auf dem richtigen Weg.
Er deutet auf die Goldmünze. Stecke sie lieber ein, man kann nie wissen, selbst hier draußen nicht. Und sein Blick schweift über das Land, jenseits der Bäume, als gelte es sich anschleichende Unordnung rechtzeitig auszumachen. Ich folge seinem Rat, und dann seiner kräftigen, aufrichten Statur, dorthin, wo alles begann ... ins Haus des Lebens.

   Inzwischen hat die Nacht ihre baldige Ankunft bühnenreif in Szene gesetzt. Rot versinkt die Sonne hinter dem Horizont ... um anderswo den Tag einzuläuten. Zugleich.
Nerd ist im Haus geblieben. Für diese Abenteuer sei er zu alt. Ob ich alles hätte, was ich für die Nacht bräuchte, fragte er mich, bevor er mich ins schwindende Licht entließ, mir lange hinterherblickend.
Hier sitze ich somit auf einer Gartenliege. Kissen, Decke, meine Schuhe, etwas Proviant und eine Flasche mit frischem Brunnenwasser. Mehr benötige ich nicht. Ich bin bereit. Erneut. Diesmal nicht im Schatten meines Baumes sitzend, an den Stamm gelehnt, sondern meinen Baum, umgeben von Seinesgleichen, im Rücken wissend. Noch lasse ich meinen Gedanken freien Lauf, lasse sie herumtollen im Wasser der Freien Energie. Noch leistet mir einzig die Venus am Himmel Gesellschaft. Keine leinenlosen Hunde weit und breit.
Ein Schluck Wasser. Ganz bewusst.

    Wasser ist das Medium, welches das Bewusstsein allen Lebens beinhaltet, jedes Lebewesen, einem einzigen Tropfen Wasser gleich. Jedes Bewusstsein entspringt den Ozeanen ... und kehrt zu ihnen zurück, in einem fortwährenden Austausch von Informationen. Das Wasser der Ozeane verkörpert den energetischen Stand des Gesamtbewusstseins mit dem jedes Lebewesen in Verbindung steht. Der Kreislauf des Wassers zeigt es unmissverständlich auf. Das Wasser selbst macht dabei deutlich, warum es nichts anderes sein kann, als das Medium des Bewusstseins, welches die Realität formt, als Reaktion auf die Aktionen des energetischen Flusses, der Freien Energie. Dieses Bewusstsein erschafft das Universum und sorgt mit seiner Ordnung, in Form des Lebens, für das Nicht-Eintreten des kosmischen Todes.

Wasser und Bewusstsein entsprechen Realität und Wirklichkeit.
Sie unterscheiden sich von einander und haben doch alles gemein.

  die Struktur des Wassers ändert sich mit den Einflüssen und Erfahrungen, welchen das Wasser ausgesetzt ist
  Liebe, Dankbarkeit und gute Absichten schaffen Ordnung, Konsonanz, in der Wasserstruktur
  der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, ist das Bewusstsein eines Einzelnen, der eine Kaskade von Reaktionen
  in Gang setzen kann, woraus neue Bilder hervorgehen
können ... der 100. Affe lässt grüßen
  Wasser, genau wie Bewusstsein, ändert alles, womit es in Kontakt kommt, manchmal sofort, manchmal erst nach langer Zeit
  stößt Wasser auf ein Hindernis, sucht es einen Weg, um es zu umgehen, um den Fluss aufrecht zu erhalten
  Wasser findet sich in den Zellen aller Lebewesen, es ermöglicht die Abläufe, Versorgungen und Koordinationen, speichert
  und gibt Informationen weiter, es weiß im Körper über alles Bescheid, und selbst die DNA macht ohne Wasser keinen Sinn,
  denn die DNA trägt in sich, was mit Hilfe des Wassers manifestiert wird ... der umhüllte Körper
  trifft Wasser auf Hitze ... Unordnung ... geschieht genau das, was passiert, wenn Bewusstsein auf Unordnung trifft ... es geht
  in Dampf über, in kleinste Wassertröpfchen, die nichts anderes als Einzelbewusstseine sind, es ist das Bild der Expansion, 
  je mehr Wasserdampf, desto mehr breitet er sich aus
  trifft Wasser auf Kälte ... Ordnung ... setzt Verdichtung ein ... Optimierung. Mobilität, egal, in welchem Maßstab, ist Zeuge von
  Unordnung, Kälte hemmt Mobilität, sie friert sie förmlich ein
  in Anwesenheit von Unordnung taut gefrorenes Wasser ... und gibt die Ordnung wieder frei. Mit Materie verhält es sich
  genauso. Sie ist gefrorenes Bewusstsein, die zyklisch auf der Stelle tritt. Trifft Materie auf Unordnung, gibt die Hülle der
  Ordnung nach ... und setzt die zugrunde liegende Unordnung wieder frei
  alles realisierte Wasser stellt die energetische Summe allen Lebens dar, das gesamte Universum beinhaltet alle
  Informationen, die im Wasser innewohnen. Alles Wasser beinhaltet die gesamte Freie Energie, die der Realisation des
  Universums zugrunde liegt. Das kohärente Bewusstsein stellt zugleich die gesamte Freie Energie dar, die es braucht, um
 
 ein Universum daraus hervorgehen zu lassen. Im Moment des Aufhebens der Kohärenz wird durch jede weitere Aufteilung
  in Einzelbewusstseine genau die Energie frei, welches das Bewusstsein als Ganzes zur Realisation benötigt. Die Henne ist
  das Ei, das Ei die Henne.
  ein natürlicher, ungehinderter Wasserfluss verläuft in Abhängigkeit zur Fibonacci-Zahlenreihe, der wiederum ein Bezug zur
  Goldenen Zahl phi zugewiesen werden kann. Übertragen auf den Fluss des Bewusstseins fließen Einzelbewusstseine
  gemeinsam im Rahmen der aktiven Ordnung, vorausgesetzt es ist keine reaktive Unordnung vorhanden.
  alles natürlich fließende Wasser in der Natur strebt einem gemeinsamen Ziel entgegen ... den Ozeanen
  alles Leben, als Interpretation, ist den Ozeanen entsprungen
  je mehr Tropfen zusammenfließen und in eine gemeinsame Richtung fließen, desto mehr Materielles kann in seine
  Einzelkomponenten der, ansonsten umhüllten, Unordnung zerlegt werden, und für weitere Ordnungsbemühungen zugänglich
  gemacht werden ... Schwarmbildung a la FACEBOOK
  Bewusstsein findet sich überall in einem Lebewesen, wo Zellwasser zugegen ist. Die energetische Struktur dieses
  Zellwassers, als Ganzes betrachtet, ist das Bewusstsein des Lebewesens. Diese Struktur des Wassers spiegelt das
  Potenzial des Bewusstseins wieder, in Bezug auf seine Möglichkeiten der Schaffung von aktiver Ordnung, in Abhängigkeit
  vom Maß der angesammelten Unordnung, und der zur Verfügung stehenden Ordnung. Jedes Lebewesen ist die Darbietung,
  und zugleich die Wahrnehmung, einer Sinfonie aller Konsonanzen und Dissonanzen seiner Zellen.
  Wasser ist die einzige Substanz in der Realität, die zugleich flüssig, gefroren oder als Dampf / Gas zugegen ist. Bildhaft
  übertragen auf Bewusstseine kommt man zum gleichen Schluss.
  das gesamte Universum beinhaltet eine konstante Menge Wasser, als interpretierte Masse
  verliert ein Körper Wasser, verändert sich sein Bewusstsein
  trennt man Zellen vom Körper und setzt dem Körper Stress aus, empfinden die entfernten Zellen den selben Stress

   Das Gesamtbewusstsein, welches als Kohärenz begann, ist in der Realität immer zugegen. Die Ozeane. Das Gold in ihnen entspricht der Grundresonanz jenes Gesamtbewusstseins, es stellt die Goldene Sinfonie des Lebens dar, die uns Einzelbewusstseine als Göttlicher Akt erscheint. Der Klang EINER Stimme, die uns ruft. Je mehr Einzelbewusstseine, einem Tropfen gleich, zusammenfließen, eine gemeinsame Richtung einschlagend, desto bewusster werden wir uns selbst als Schöpfer dieser Sinfonie anzunehmen und zu akzeptieren wissen ... in Liebe, Dankbarkeit und Anerkennung. Alles Leben vereint. Ein Leben, welches ein gemeinsames Lied erschafft ... das Universum, ein Konzertsaal voller Möglichkeiten, auf dem Weg zur Perfektion. Das energetische Orchester wandelt sich, allen Ballast letztendlich über Bord werfend, zur Goldenen Sinfonie zurückkehrend, eingespielter als zuvor.

der Dirigent, die Musiker, die Zuhörer ... alle vereint, ein Bewusstsein

die Instrumente und Notenblätter ... über Bord geworfen, materiell, unnütz
die Atmosphäre ... perfekt, mit Worten nicht zu beschreiben
die entstehende Musik ... eine Stimme, die aktive Ordnung unmittelbar vor der Kohärenz
die Konzerthalle ... das Universum, der letzte verbleibende Raum für den letzten Auftritt auf der Bühne des Lebens, entsprechend den energetischen Umständen wahrgenommen

   Verwundert die bildliche Nähe von Wasser und Allem, was in der Realität mit der Vokabel Gott in Verbindung gebracht wird ? Gebete haben Einfluss auf das Wasser, zur Taufe wird Wasser genutzt, zur Vertreibung des bildhaft Bösen ebenfalls. Und die Sintflut, unter anderem in Verbindung mit dem sagenumwobenen Atlantis, welches ihr zum Opfer gefallen sein soll ? Vielleicht einfach nur eine vererbte Darstellung eines Bewusstseinssprunges enormen Ausmaßes, der nötig wurde, um einer sintflutartigen Entgleisung im energetischen Fluss entsprechend begegnen zu können, im Namen der Ordnung. Im hebräischen Wort für Sintflut mabul steckt die Bedeutung Vermischung oder Vermengung mit Bezug zu Babel und dem bekannten Bild des Turmbaues. Die Sintflut als Möglichkeit zur Neuinterpretation von verschiedenen Lebewesen, eine Neuverteilung oder Neuaufteilung von Bewusstsein, unter Einhergehung des Aufkommens neuer Sprachen ? Neue Babelfische braucht das Universum ? Ist vielleicht 42, nebst phi, auch eine Goldene Zahl ? Zumindest ist sie keine Fibonacci-Zahl ... soviel steht fest.
Zu lange im Freien, unter klarem Himmel ? Sonnenstich ? Die beginnende Flut wirrer Gedanken ?
Sollte unserem arg zersplitterten Kollektivbewusstsein in den nächsten Monaten eine Neuauflage der Sintflut bevorstehen, egal, ob im biblischen, bildlichen oder hebräischen Sinn ? Allerdings dürfte sie in allen Fällen anders über die Bühne des Lebens gehen, vorausgesetzt der Übergang zur Optimierung zeichnet sich wirklich am Horizont ab.

    Nur noch eine schmale, leichte Wölbung der Sonne lugt über besagten Horizont, der kahle, glänzende Kopfansatz eines rothäutigen Riesens, der aus dem Blickfeld entschwindet, die langen Schatten mit sich nehmend. Erste Diamanten beginnen zu funkeln. Ich lege mich auf die Liege, richte meine Nachtlager ein. Noch ein paar Schlucke. Nachschub für das Bewusstsein. Klare Gedanken, frei von Unordnung. Der Wert der Nacht steigt unentwegt.

GOLD-DNA Regenbogen


    Auch wenn es gerade nicht regnet und die Sonne hier nicht mehr scheint, so geht mir doch ein Bild durch den Kopf, welches sowohl Regen, als auch Sonne bedarf ... der Regenbogen. Wahrscheinlich rührt es von der Sintflut her. Der Regenbogen als biblisches Zeichen eines Versprechens, die Menschheit nicht mit einer weiteren Flut zu bestrafen. Vielleicht entspringt mein Bild des Regenbogens aber auch den Texten anderer alter Kulturen, in denen die Farbenpracht einer Schlange die Welt der Dualismen aufspannt, wie zum Beispiel Himmel und Erde. Oder die Gedanken von der Goldenen Sinfonie waren der Auslöser für das Farbspiel aus Sonnenlicht und Regentropfen ... schließlich entspricht der Regenbogen der 48. Oktave der diatonischen Tonleiter.
Die Bildersprache der Realität wirft mit Vokabeln nur so um sich.
Trifft Sonnenlicht auf Wassertropfen, geht daraus ein Regenbogen hervor.
Trifft aktive Unordnung auf reaktive Ordnung, geht daraus aktive Ordnung, Konsonanz, hervor.
Auf der Bühne des Lebens wandelt Bewusstsein, es ist die Realität.
Treffen Himmel und Erde aufeinander, geht daraus der Horizont hervor, die Ansammlung von Fragen, die Nahrung für das Bewusstsein.
Den Himmel bewohnt die Sonne, die Erde das Wasser, reines Wasser, Quellwasser.
Sonnenlicht und Quellwasser ergeben zusammen ... Lichtnahrung, im wirklichen Sinn des Wortes, einer Vokabel der Bildersprache. Jedem Bild der Nahrung liegt Energie zugrunde. Die Erscheinung der Nahrung hängt jedoch vom Stand der Unordnung ab. Wovon man satt wird, wiederum, hängt von der Akzeptanz des Bildes ab ... und somit von der energetischen Logik. Von Luft, Liebe und Wasser allein wird in der Expansion kaum einer satt, auf ein Schnitzel dagegen wird in der fortgeschrittenen Optimierung niemand mehr Appetit haben.
Und auch hier schließt sich ein Kreis. Erst wenn die reaktive Unordnung von der Bühne des Lebens verschwunden ist, bleiben aktive Unordnung und das Leben, gemeinsam im Einklang. Das Bewusstsein in einem solchen Umfeld dürstet nach Reinem, nach Ordnung. Ohne reaktive Unordnung findet es davon reichlich, aus den Tiefen der Erde, sprudelnde Quellen, in die Ozeane fließend, sie von der Vergangenheit der Dissonanzen befreiend, dem Gold annähernd. Und das Licht selbst, in einer anderen Zusammensetzung, als es aktuell noch der Fall ist. Wenn der Kosmos mehr und mehr dorthin zurückkehrt, von wo er sich aufgemacht hat, dann ändert sich zwangsläufig das Licht, welches die Bühne ausleuchtet. Dualismen schwinden. Klarheit. Reinheit. Harmonie. Nicht zügellos, aber zyklenlos. Und der eine Zyklus, der verbleibt, der Zyklus aller Universen, ihr Kommen und Gehen, wird nicht als solcher wahrgenommen, denn das Ziel ist das Ende, und doch der Beginn von etwas Neuem ... in Wirklichkeit ist das Ende der Anfang. Die Realität, wie alle anderen davor, stellt es jedoch anders dar. Irgendwo scheint immer die Sonne. Der Untergang hier, ist der Aufgang anderswo. Zugleich.


 Die Nacht 

   Ich atme ruhig. Bin ganz entspannt. Frei vo Gedanken jenseits des Gartens. Alles geschieht in diesem Augenblick. Hier und Jetzt. Der Wert des Himmels nimmt weiter zu. Edelsteingleiches Funkeln wohin ich meine Aufmerksamkeit richte. Ich durchlebe die Nächte meiner Kindheit hier draußen. Kehre immer wieder zurück. Die Faszination bleibt. Ich atme langsam. Gedankenwelten entstehen. Ich erschaffe Universen. Hauche ihnen Leben ein. Ein Teil von mir. Ich, ein Teil von ihnen. Immer mehr Edelsteine, immer mehr Licht. Es tritt aus den Tiefen über mir hervor. Ahnungen werden Gewissheit. Als betrachte man Schichten von Körperzellen mit zunehmender Tiefenschärfe. Clusterbildung. Gruppierungen, Vermischungen. Der Nachthimmel invertiert. Es bleiben schwarze Punkte aus Kohlenstoff, Atomen gleich, wo zuvor noch Diamanten waren. Alles findet sich in allem wieder.
Dualismen.
Wertloser Kohlenstoff. Wertvolle Diamanten. Das eine allgegenwärtig, das andere sehr selten. Das eine weich, das andere äußerst hart.
Die Geräusche des Gartens höre ich längst nicht mehr. Auch nicht das zarte Flüstern der tagsüber bläulich schimmernden Blätter meines Baumes, eine Stimme so vertraut, wie nur ganz wenig andere.

   Und wieder bin ich am Ziel. Ich weiß es. Woher ? Wenn es nicht mehr weitergeht, ist man immer am Ziel. So oder so. Ich bin mitten im Weiß, im Licht, dort, wo keine Unordnung und ALLES in Ordnung ist ... doch auch inmitten der Schwärze, wo noch keine Ordnung und ALLES in Unordnung ist. Mein Aufenthalt im Licht erscheint mir wie eine Ewigkeit, der in der Schwärze ebenfalls, zeitliche Gleichgültigkeit, tiefste Ruhe und Dankbarkeit, Wohlgefühl, die Ignoranz gegenüber allen Uhren zelebrierend, mit Speis und Trank aus köstlichem Licht, und weißen, reinen Klängen, in der Schwärze ist vieles möglich. ALLES ist.

  GOLDENES LICHT REINHEIT EIN NIE ENDEN WOLLENDES AUSATMEN DIE KLARHEIT DER GLANZ DIE PERFEKTION NICHT ZU BESCHREIBEN NUR SEIN ALLES IN ORDNUNG AUF DEN PUNKT GEBRACHT GEFÜHLE SO TIEF EIN HERZ FREI VON ALLEM JENSEITS DES GOLDENEN LICHTES ALLE HARMONIEN IN EINEM TON VEREINT WÄRME GEBORGENHEIT ZU HAUSE AM ZIEL NICHT ALLEIN VEREINT MIT ALLEM DIE GOLDENE SINFONIE IM FREIEN INMITTEN FREIER ENERGIE

EINS

   Ich öffne die Augen. Das vertraute Band der Milchstraße durchzieht mein Blickfeld ... das wertvollste Schmuckstück einer göttlichen Diva. Ein ungewöhnlicher Schimmer zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich drehe den Kopf, schaue zum Haus hinüber. Eines der winzigen Fenster des Dachbodens ist erleuchtet, sein warmes Licht wie ein Versprechen. Dann erlischt es. Doch es verweilt noch lange in meinem Bewusstsein, bevor es nach und nach schwächer wird, sich letztendlich gänzlich auflöst, und den Myriaden von Sternen wieder die Bühne überlässt ... für den Rest der Nacht, in der das Universum seine Expansion weiter auslebt ... nicht weil es in Wirklichkeit so ist, sondern einzig, weil es in das Bild der Realität passt.


 Die Dämmerung 

   Götterdämmerung. Mit ihren personifizierten Bildern ließe sich eindrucksvoll beschreiben, was sich mit dem Beginn eines neues Tages auf der Bühne des Lebens abspielt. Die Veränderungen des Lichts. Das langsame Abstreifen des nachtschwarzen Gewandes, die Bloßlegung der reinen Haut der morgendlichen Landschaften. Ein weiteres Atemholen nimmt seinen Lauf, sobald die Sonne die Bühne betritt. Das Leben erwacht ... während es sich anderswo zur Ruhe begibt.


 Der Sonnenaufgang 

   Wahrscheinlich bin ich wieder eingenickt. Zu lange in die Sterne geblickt, Fragen gestellt, Weißheiten gefunden. Die Vögel zwitschern längst und trillern um die Wette. Die Blätter meines Baumes sind mit von der Partie. Ich strecke meinen zehnjährigen Körper, fühle mich frisch wie die Luft. Nichts hält mich mehr auf der Liege. Das Fernglas und die Taschenlampe liegen noch auf meinem Bauch. Keine Ahnung, ob ich sie benutzt habe. Ich lege sie beiseite, springe auf, strecke mich erneut ... und drehe mich um.
Na, altes Haus, gut geschlafen ? rufe ich meinem Baum zu, wie nur Kinder von zehn Jahren es können. Er rauscht und raschelt leise. Ein leises Knarren ist zu hören. Ich werfe noch einen kurzen Blick auf die zwei Tonschalen am Fuße seines Stammes und auf die Andeutung von Kreisen, die ich am Abend zuvor in die trockene Erde gezeichnet habe. Der kleine Stock liegt noch daneben.
Dann renne ich los ... zum Brunnen.
Ich habe Durst.

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