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Seite 3 Unordnung / Ordnung bei der Arbeit - Unfalltod und Lebensende Die Beschreibung eines tödlichen Unfalls soll hier allein unter den Aspekten der Unordnung und Ordnung, sowie der Verteilung von Energiemustern, geschehen. Auch wenn wir als Menschen den Unfall in ein Bild der Realität umwandeln, so muss doch verstanden werden, dass diese Interpretationen ihren Ursprung in Energieverteilungen haben. Der Unfall ist nicht real, obwohl wir ihn als sehr real empfinden und wahrnehmen. Das Bild des Unfalls wird aus der Energie geboren, um den logischen, unbehinderten Fluss der Energie zu gewährleisten. Die Interpretation könnte auch anders ausfallen, z. B. als Unwetter, Ausschreitung, Gasexplosion, ... aber auf einer Autobahn erscheint eine, wie aus dem Nichts, herbeigezauberte Ausschreitung oder Gasexplosion genauso fehl am Platz, wie ein auf wenige Quadratmeter beschränktes heftiges Gewitter mit Sturzregen. Sie merken es schon, ich schweife ab. Nun gut ... der Unfall muss etwas warten. Die Interpretation der energetischen Störung fügt sich in die von anderen Zyklen geschaffene Umgebung nahtlos ein ... unsere Realität ist eine Symbiose von Möglichkeiten, wobei diejenige Möglichkeit, die sich mit dem geringsten Energieaufwand umsetzen lässt, das Rennen macht. Dieser geringste Aufwand lässt sich dabei aus dem Erbe vergangener Zyklen / Leben / Universen ableiten ... wir sagen auch Natur dazu. Deutlich wird dieses bei Dingen, die wir entweder einfach sich selbst überlassen oder aber pflegen. Bauen Sie mal eine Hütte aus unbehandeltem Holz auf einer Wiese, irgendwo in der Einsamkeit, fernab von Nachbarn und Strassen. Nach Beendigung der Arbeiten kehren Sie dieser Hütte für die nächsten Jahre den Rücken ... Sie überlassen sie den Einflüssen der Natur. Unter den gegebenen Umständen verrottet Ihre Hütte einfach und ist irgendwann wieder verschwunden. Hegen und pflegen Sie Ihre Hütte dagegen, passiert etwas ganz anderes. Die Wiese wird kurzgehalten, das Holz gestrichen, Fenster angebracht, ein Ofen installiert, der Weg zur Hütte ausgebaut, ein Zaun entsteht, vielleicht noch ein Garten, Bäume, ein kleiner Anbau, ... Das Leben ordnet, es rüstet sich für die Zukunft. Dabei ist es auf die Natur angewiesen und nutzt so das Erbe aller Vergangenheiten, um soviel Ordnung zu schaffen, dass die Realität immer logisch bleibt. Leben und Natur sind beides Teile des jeweils anderen. Das Eine ohne das Andere - unmöglich. Yin und Yang. Jetzt aber ... zurück zum Unfall ...
Was passiert, wenn man von jetzt auf gleich Opfer eines schweren Autounfalls wird. In einem Moment fährt man aufmerksam, routiniert über die Autobahn, Geschwindigkeit 150 km/h. Eine Kurve kommt. Vielleicht steht die Sonne tief, oder etwas liegt auf dem Asphalt, oder ... oder ... egal. Der Vordermann bremst plötzlich, schert aus, knallt in die Leitplanke. Sie haben Bruchteile einer Sekunde ... nein, Sie haben keine Chance. Sie verlieren die Kontrolle über Ihren Wagen. Ein ohrenbetäubender Knall. Glassplitter. Schmerz. Dunkelheit. Weitere Details interessieren in diesem Beispiel nicht ... uns interessiert jetzt nur der Blick durch die Brille der Unordnung und Ordnung. Betrachten wir den Fluss, das Verhalten der Unordnung und Ordnung und die Verteilung der Energie. Vor dem Ausscheren Ihres Vordermannes war der Energiefluss in diesem kleinen Bereich des gesamten Energiefeldes vollkommen intakt. Die Welt war sozusagen noch in Ordnung. Eine Störung bewirkt eine Energieveränderung. Ein Ungleichgewicht entsteht. Dieses interpretiert das in der Umgebung befindliche Leben als Anbahnung des Unfalls. Die Störung wird intensiver. Der eigentliche Unfall passiert. Die Unordnung in diesem kleinen Bereich überrennt die Ordnung, da sich die Störung als sehr massiv herausstellt. Sie verlieren Ihr Leben, allerdings nicht das energetische Leben, sondern Ihr interpretiertes Leben. Die Energie, die Sie als Opfer repräsentierten, verteilt sich nun, ausgehend vom exakten Punkt der Störung im Energiefeld, in der Umgebung dieses Punktes. Allerdings nicht gleichmäßig um diesen Punkt herum, denn jeder Bereich ist wieder Einflüssen aus anderen Bereichen ausgesetzt. Diese ungleichmäßige Verteilung der nun freiwerdenden Unordnung und ihre Interaktion mit der Umgebung erzeugt das Bild, das sich uns als Betroffene und Betrachter des Unfalls direkt danach bietet. Da das Leben aber nach Ordnung strebt, Ihr scheinbar reales Leben aber während des Unfalls mit einer höheren Unordnung, der eine massive Störung des Energiefeldes zugrunde liegt, konfrontiert wurde, setzt sich die Unordnung durch und im Energiefeld fort. In der Realität sehen wir Trümmer, hören Reifenquietschen, Schreie, entsetzte Blicke, Durcheinander, Adrenalin, ... Wäre die Ordnung ... das Leben ... nun nicht in der Lage, diese sich fortpflanzende Unordnung wieder einzufangen, abzuschwächen, zu kompensieren, dann würden wir in der Realität zum Beispiel einen Unfall sehen, der sich immer weiter ausweitet, COBRA 11 mit Dominoeffekt. Mehr und mehr Fahrzeuge und Menschen würden involviert, da mehr und mehr Ordnung gebraucht würde, um diese, sich aufschaukelnde Unordnung, einzufangen. Bevor es aber dazu kommt ... schließlich gilt es mit möglichst geringer Energiefluktuation den Fluss wieder herzustellen, entsprechend sinnvoll ist es die Störung möglichst frühzeitig zu beheben ... bremst die Ordnung diese lokale Ausbreitung der Unordnung ab. Wie ? Indem immer mehr Bereiche um den Unfallfokus herum mit einbezogen werden. Jeder Bereich hat, als Teil des Lebens, ein eigenes Ordnungspotenzial, die sich aufpotenzieren, sich gegenseitig verstärken. Autos rutschen nicht weiter, die Anzahl der beteiligten Menschen bleibt gering, Fahrzeuge bremsen, die Unfallstelle wird gesichert, Hilfe wird eingeleitet. Die Ordnung übernimmt endgültig. Aus gleichem Grund enden Lavaströme, Kernfusionen, Wirbelstürme, Schmetterlinge im Bauch. Natürlich hinterlässt diese Energieaufruhr in der Realität ihre Spuren. Es hat Opfer und Verletzte gegeben, Schmerzen, Trauer, langfristige Auswirkungen sind die Folge. Warum ? Weil die Ordnung die Unordnung nur soweit kompensiert bis der Fluss ungehindert weiter fließen kann ... minimaler Einsatz für maximalen Effekt. Dabei ist der Energieeinsatz der benötigten Ordnungsbemühung grundsätzlich geringer als die ursprüngliche Energiefreisetzung der vorausgegangenen Störung. Wären beide Parteien exakt gleich stark, käme es lokal zu einem Stillstand und Stillstand bedeutet in einem Energiefeld einen Zustand der niemals eintreten kann ... daher gibt es diesen Zustand auch nirgends in unserer Realität, selbst ein Vakuum ist nicht leer. Würde die Ordnung dagegen sofort mit voller Wucht die Unordnung abbremsen, wäre, erstens, die Energiefluktuation viel zu hoch und, zweitens, durch ersteres bedingt, die Auswirkungen auf unsere reale Interpretation mit viel mehr Auswirkungen verbunden, wodurch der logische Ablauf unserer Realität nur schwer zu gewährleisten wäre ... wenn überhaupt. Zudem wäre der energetische Einsatz zu hoch und der Effekt zweifelhaft, um nicht zu sagen, mangelhaft. Hier nochmals zur Erinnerung die Grafik vom Atemzug des Universums mit anderer Beschriftung, übertragen auf den Unfall ... ein kleiner Zyklus innerhalb eines großen ... ![]() ![]() Der rote Bereich der Unordnung kann gleichgesetzt werden mit unserem Begriff der Vergangenheit. Im Laufe des Atemzuges des Universum wächst dieser Anteil nach rechts, sich ausbreitend. Daher bekommt auch unsere Realität eine immer längere Vergangenheit. Im blauen Bereich, unserer Zukunft, steigt die Güte der Ordnung, die Effektivität. Mit anderen Worten ... die Zukunft des Lebens lautet mehr und mehr Ordnung, mehr Effektivität. Momentan schwer vorstellbar, oder ? In der Grafik deutlich zu sehen, ist der Umstand, dass, egal wie sehr die Unordnung versucht an Fahrt zu gewinnen, die Ordnung immer zur Stelle ist, um genau dieses zu verhindern. Diese Gleichmäßigkeit ist so wichtig wie der ruhige Atem in der Meditation oder das regelmäßige Schlagen des Herzens. Wie im Kleinen, so im Großen ... ein Zusammenhang der immer wieder in unserer Realität auftaucht. Die Interpretation des Energiefeldes, die unserer Realität zugrunde liegt, funktioniert nur aus diesem Grund. Deshalb ist es überhaupt möglich diese Interpretation als unser Leben, als unsere Realität zu nutzen ... weil wir uns darauf verlassen können, dass die Ordnung die Unordnung immer einzufangen vermag, ohne das der Atem stockt oder das Herz stolpert. Deshalb läuft der Erdkern bei einem Vulkanausbruch nicht aus, entstehen aus Fusionen neue Elemente, statt Dauerspaltereien, wirbelt ein Wirbelsturm nicht endlos um den Erdball, wollen Schmetterlinge wieder frei sein. Wenn wir uns auf etwas verlassen können im Leben, dann auf das Leben selbst ... und auf eine Zukunft in der wirklich ALLES in Ordnung sein wird. Nun beschreibt oben aufgeführtes Beispiel nur einen Unfall. Wenn Sie sich jetzt mal vor Augen führen, was an einem einzigen Tag in unserer Realität überall auf der Erde so passiert und wenn Sie dann noch den scheinbar unendlichen Rest des uns umgebenden Universums mit einbeziehen, dann bekommen Sie eine Ahnung vom Ausmaß dieses Energiefeldes und vor allem eine Ahnung von den unzähligen Veränderungen, die immerzu, überall in diesem Energiefeld stattfinden. Unzählige Veränderungen müssen kompensiert werden, um ... genau ... den Fluss aufrechtzuerhalten. Deswegen gleicht kein Tag dem anderen, deswegen erscheint unsere scheinbar reale Welt so reichhaltig an Eindrücken. Deshalb wird alles schneller, größer, mehr ... die Unordnung nimmt weiter zu. Es gibt mehr Fusionen, Regelungen, Gesetze, Verordnungen, Standards, Internetseiten, Produkte, ... alles Ausdrücke neuer Strategien und Werkzeuge, um dieser Zunahme der Unordnung Herr zu werden. Diese Unordnung ist die Vergangenheit des Lebens, in ihr liegt der Schlüssel für die zukünftige Ordnung. Ist das der Grund für unser fortwährendes Bestreben die Vergangenheit besser zu verstehen und zu bewahren ? Wir betreiben sehr viel Aufwand Zusammenhänge vergangener Geschehnisse zu verstehen, auf der Suche nach Regelmäßigkeiten ( Zyklen ), um daraus Vorhersagen ableiten zu können, Vorhersagen für unsere Zukunft ( Ordnung ). Zudem zeigt sich unser besonderes Verhältnis zur Vergangenheit in der Ansammlung von Fotos, Erinnerungsstücken, Erzählungen und anderen Schätzen, die uns auf unserem Weg aus der Unordnung heraus begleiten. Fotos sind winzige Ausschnitte der vergangenen Unordnung, eingefangen in einem Werkzeug der Ordnung, doch selbst in diesem Werkzeug herrscht kein Stillstand, eine Spur Unordnung bäumt sich weiter auf ... Fotos verändern sich, schlimmstenfalls verblassen sie, genau wie Erinnerungen oder Geschichten, die in Vergessenheit geraten ... es sei denn man pflegt sie, durch Konservierung, Kopieren oder Weitererzählung ... wir nennen das Fortschritt. Dabei handelt es sich auch beim Fortschritt nur um eine bildhafte Interpretation der lokalen Zunahme von Ordnung im zugrunde liegenden Energiefeld. Zu diesem Fortschritt gehört zweifelsohne die Erfindung der Schrift, mit deren Hilfe Gedanken bzw. Erinnerungen aufgeschrieben werden können. Hinzu kam der Buchdruck mit der Möglichkeit der Vervielfältigung. Beides dient der Erhaltung der ursprünglichen Information, in diesem Fall Gedanken und Erinnerungen. Fotos können speziell behandelt werden, um dem Zahn der Zeit zu widerstehen. Heutzutage jedoch gibt es eine viel effektivere Möglichkeit derartige Schätze der Vergangenheit zu bewahren und die damit festgelegte Ordnung jederzeit wieder zugänglich zu machen ... die Digitalisierung. Digitalisierte Daten, sei es ein Foto, ein Song, ein Schriftstück, kann unzählige Male kopiert werden, jede Kopie beinahe zu 100 Prozent identisch zum Original. Die Informationsverluste pro Kopie sind für uns nicht wahrnehmbar ... sie sind aber vorhanden, die Unordnung kann es nicht sein lassen. Versuchen Sie mal einen Gedanken, eine Erinnerung mündlich weiter zu geben. Wie viele Kopien überstehen das ohne Fehler. Mit geschriebenen Texten ist es das gleiche. Somit erhöht der Fortschritt diese Schätze der Vergangenheit mit mehr und mehr Ordnung in die Gegenwart zu überführen. Dabei sollten Sie aber immer im Hinterkopf haben, dass diese Ordnung nichts gemein hat mit aufgeräumten Wohnungen oder hübsch gestapelter Wäsche. Ordnung steht hier für die Optimierung des Flusses im Energiefeld durch Zunahme von Resonanz, oder kurz Effektivität. Bei Digitalkameras besonders deutlich, genau wie zuvor bei der Zunahme der Speichergrößen von Computern beschrieben, ist auch hier die fortwährende Zunahme der Kameraauflösungen. Die Abbildungstreue heutiger Aufnahmen nähert sich der Realität mehr und mehr an, dadurch mehr und mehr versuchend der Unordnung etwas entgegenzusetzen, denn es steigt nicht nur die Auflösung, sondern erst recht die Anzahl der Bilder, die geknipst werden. Je weiter man zurückblickt, desto wohlüberlegter wurde der Auslöser gedrückt. Heute werden Schnappschüsse in allen Lebenslagen geschossen und Bilderdatenbänke quellen über mit Fastfoodfotos ... alles fotografiert mit wachsenden Auflösungen und bearbeitet in Computern mit steigenden Speicherkapazitäten. Die energetische Unordnung muß in der Tat enorm sein. Aber wie können liebgewonnene Erinnerungen, in welcher Form auch immer, unser Ordnungsbestreben nun beeinflussen ? Ein solches Erinnerungsstück ist immer ein Teil der Vergangenheit. In dem Augenblick in dem diese Erinnerung für uns von Bedeutung wurde, war es ein Moment der Freude, des Glücks, der Magie ... deswegen erinnern wir uns ja überhaupt gerne in der Gegenwart daran zurück, vornehmlich in Situationen, die vom Gegenteil geprägt sind ... Ärger, Stress, Traurigkeit, ... Mit dieser, in der Vergangenheit entstandenen Ordnung, an dem diese Erinnerung ihren Ursprung hat, versuchen wir nun die sich in der Gegenwart ausbreitende Unordnung einzugrenzen. Je wertvoller bzw. intensiver dieser Erinnerungsschatz für uns ist, desto wirkungsvoller ist er als Werkzeug, um aktuell die Ordnung wieder herzustellen. Gleiches gilt für alle Prozesse in denen wir in unserer Realität versuchen, die Vergangenheit zu verstehen. Wir suchen auf diesem Wege weitere Werkzeuge, um drohende Unordnungen möglichst früh abzufangen. Wir suchen Regelmäßigkeiten, um Vorhersagen treffen zu können, sei es als Aktienchart, Horoskop, Jahresring oder Genomentschlüsselung, natürlich alles im Dienste der Ordnung. Was unternimmt die Wissenschaft nicht alles, um noch weiter zurück ins Universum blicken zu können, um noch tiefer im Makro- und Mikrokosmos und neuerdings im Nanokosmos forschen zu können ? Alle diese Tätigkeiten unsererseits dauern an ... kein Wunder ... das Universum expandiert. Nichts um uns herum ist irgendeinem Zufall oder irgendeinem Schicksal überlassen ... alles hat einen Grund, eine Ursache. Alles ist nur eine Reaktion auf bereits bestehende Energieveränderungen. Das Leben reagiert auf die Aktionen der energetischen Unordnung. Das Beste daran ist ... das Leben bastelt nicht einfach stur eine Realität aus diesen Veränderungen, das Leben ist in der Lage ein paar Worte und Sätze mitzureden. Manchmal wird sogar eine komplette Geschichte daraus. Das Leben ist Teil des Energiefeldes. Es kann steuern und beeinflussen. Alles ist möglich ... vorausgesetzt das Ziel ist zu erreichen, immer unter dem Gesichtspunkt möglichst wenig neue Unordnung hervorzubringen. Komplette Resonanz. Kein Widerstand. Die Quelle und das Ziel in einem Punkt vereint. Ohhmmm und Aaahhhh. Was aber passiert mit der Ordnung, wenn der Tod nicht plötzlich, sondern nach einem langen Leben in Erfüllung eintritt, in Form von Erlösung ? Stellen Sie sich vor Sie könnten im hohen Alter von 90 Jahren voller Stolz und Dankbarkeit auf Ihr Leben zurückblicken. Von Krankheit verschont, vollends Herr Ihrer Sinne, spüren Sie das Ende näherkommen. Sie wissen Ihre Lieben um sich, alles ist geregelt. Sicher, es herrscht keineswegs Hochstimmung, doch jeder in Ihrem Umfeld vermag mit der Situation umzugehen. Man mag es Respekt vor dem Tod nennen, aber keineswegs Bestürzung, Verzweiflung, oder Wut. Im Grunde bleibt der Fluss die ganze Zeit gewahrt, minimale Verwirbelungen sind wahrscheinlich. Das leichte Spiel der Ordnung äußert sich durch das Fehlen von familiären Ausnahmezuständen, es gibt keine hässlichen Szenen, keine Schuldzuweisungen, keine Schuldgefühle, keine Situation, wie sie durch die unerwartete Verkündung eines Todesfalls eintritt. Die Ordnung baut sozusagen auf der bereits vorgegebenen Ordnung aller Beteiligten auf. Im Falle des Autounfalls kommt das Leben jäh zum Stillstand ... ein begonnener, kleiner Zyklus oder auch Atemzug bricht ab ... eine Situation, die so nicht bestehen darf. Andere kleine Zyklen verändern sich in Bruchteilen von Sekunden, ihre Amplitude nimmt zu oder ab, ihre Frequenz variiert, neue Resonanzen bilden sich oder klingen wieder ab ... solange bis die Störung beseitigt ist, wodurch natürlich an anderer Stelle Verschiebungen auftreten, aber in der Summe aller Veränderungen, sowohl im Kleinen, wie im Großen, bleiben sämtliche Störungen behebbar und der Fluss ... er bleibt bewahrt. Das Leben lebt.
Fortwährend schreibt jeder von uns am Drehbuch des Lebens mit ... Wikipedia in Geschichtenform. Wollen Sie im Kino einen Film sehen, der ruckartig zwischen immer neuen Gesichtern, Handlungssträngen, Örtlichkeiten herumspringt, untermalt von Musik, die nicht passt und immerzu abbricht, wenn eine neue Szene kommt. Sie würden mit Kopfschmerzen das Kino verlassen. Mit unserem Drehbuch ist es genauso. Die eindrucksvollsten Filme haben alle das gewisse Etwas, eine nicht greifbare Magie, eine Art von Perfektion, die einen als Betrachter in den Bann zieht. Genau daran arbeitet das Leben ... aber in diesem Fall soll es der Film aller Filme werden, die absolute Perfektion ... und daran arbeiten wir alle mit ... während jedes einzelnen Atemzuges. Die Vielseitigkeit und das eigentliche Vorhandensein des Lebens stehen nun als nächstes auf dem Plan. Danach ist es an der Zeit für eine kurze Zusammenfassung, bevor es endlich hinab geht in den Keller ... |
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Guido Vobig
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