Das Leben, das Universum, und der ganze Rest, zwischen Unordnung und Ordnung, auf dem Weg zur Kohärenz ... GOLD-DNA beschreibt die Expansion und die Optimierung von ALLEM und die Bedeutung der Jahre 2012 - 2015
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 Seite   8   Legospiele im Kinderzimmer - Bausteine des Universums               

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ie sich die Bilder doch gleichen ... Kinder und das Universum. Hier stehen wir nun, im Obergeschoss, vor der Tür zum Kinderzimmer. Es ist still. Lange Zeit haben wir uns im Keller aufgehalten, auf der Suche nach Antworten, auf der Suche nach Informationen. Haben wir sie gefunden ? Ja und Nein. Viele Fragen sind neu hinzugekommen. Viele Informationen fehlen noch. Es wäre an dieser Stelle vermessen zu behaupten, GOLD-DNA könne ALLE Informationen liefern ... ein derart großer Datenspeicher steht mir nicht zur Verfügung, immerhin müsste er so groß sein, wie das gesamte interpretierte Universum, der komplette energetische Fluss müsste in ihm Platz finden. Zudem hätte ich gar nicht die Zeit diesen Speicher mit Informationen aufzufüllen. Hinzu käme das unmögliche Unterfangen mittels menschlicher Sprache allein, diese Informationen verständlich zu machen. Was bleibt demnach, um ALLES zu beschreiben ? GOLD-DNA malt ein Bild, dass viele vertraute Szenen darstellt, die jedoch in ihrer Summe ganz andere Interpretationsmöglichkeiten zulassen, als es unsere Realität auf den ersten Blick vermuten lässt. Dazu gehört zweifelsohne das Bild von Kindern. Also folgen Sie mir, öffnen wir die Tür und betreten das Reich kleiner Universen.

    Sicher ist dieses kein Kinderzimmer, wie Sie es sich vielleicht vorstellen. Kein Wunder ... es ist kein Zimmer der westlichen, sondern der gesamten Welt, es ist das Bild der Umgebung, in der ALLE Kinder des Lebens einen großen Teil ihrer eigenen Expansion verbringen. Dieses Bild zeigt Mauern aus Stein und Disney-Tapeten, buntes Spielzeug, Fenster, Licht, es zeigt aber auch Lehmböden, Kargheit, Dunkelheit, Abfall, Enge, es zeigt alle Facetten, die zwischen diesen beiden Eindrücken liegen. Es zeigt die Summe aller Kinderleben ... und damit wir in dieser Summe nicht die Übersicht verlieren, widmen wir uns zuerst den schönen Interpretationen, denen, die wir uns selbst für unsere Kinder wünschen, widmen wir uns also den stabilen Wänden, den Farben, dem Licht, von Beginn an ...

    ... die Geburt. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. Es gelten neue Regeln, neue Abläufe, Nächte werden zu Tagen und umgekehrt. Tausend Fragen und Zehntausend neue Eindrücke prasseln auf einen hernieder. Alles dreht sich um das Kind. Läuft alles richtig ? Entwickelt es sich adäquat ? Bekommt es, was es braucht ? Fotos über Fotos. Es wird gefilmt. Erinnerungen werden konserviert. Erinnerungsstücke werden auserkoren und sicher verstaut. Typische Kinderkrankheiten stellen sich ein und verschwinden wieder. Das Kind wächst und gedeiht. Es läuft, spricht, entwickelt seinen Charakter, seine Besonderheiten. Die Unordnung nimmt zu, die Ordnung folgt. Das Kind lernt und lernt. Das kleine Universum expandiert. Worauf es sich dabei besonders verlassen kann ? Auf sein Erbe ... Eltern, Großeltern, Verwandte, aber auch Personen, die nicht unmittelbar zum Kreis der Familie gehören. Was die optimale Entwicklung des Kindes fördert, sind Aufmerksamkeit, Liebe, Zuspruch, Unterstützung, Anwesenheit, kurz ... eine Wellenlänge, Resonanz. Viele Resonanzen trägt das Kind, von der Empfängnis an, bereits schon in sich, eingebettet in seinen eigenen Ozean aus Fruchtwasser. Dieses Erbe der Vorfahren begleitet das Kind auf seinem Weg zur eigenen Mittellinie und deren Überschreitung, in Richtung der eigenen Optimierung. Sämtliche Einwirkungen von Unordnung und seine entsprechenden Reaktionen prägen sein Bild von der Realität, vom Universum, in dem es lebt. Das gilt nicht nur für Kinder, die in der Tat ein buntes, warmes Kinderzimmer ihr eigen nennen können, sondern insbesondere für Kinder, die Opfer überschießender Unordnung sind und deren Ordnungsvermögen mehr und mehr hinter ihnen zurückbleibt, sie somit irgendwann vollends der Unordnung überlassend, fernab ihrer rettenden Mittellinie. Dieses gilt nicht nur für Menschenkinder, es gilt für alle Kinder aller Lebewesen ... es ist universell. Es ist im Grunde die Erklärung dafür, warum es kein Multiversum geben kann, warum diese Idee regelrecht absurd ist und nur der Expansion des aktuellen Universums zugeschrieben werden kann ... ein wissenschaftlicher Erklärungsversuch, gemalt mit unordentlichen Pinselstrichen weißer Farbe. Unser aktuelles Universum, unser Bild der Realität, kann nur als Gemeinschaftsproduktion des gesamten Lebens funktionieren. Nur durch die Abhängigkeit und Interaktion mit allen anderen Einheiten, Hüllen, Zyklen ... auch Lebewesen genannt ... des Lebens kann die Schaffung EINES gemeinsamen Bildes erreicht werden. Sämtliche Interpretationen unseres täglichen Lebens zeigen dieses deutlich an. ALLES arbeitet auf Optimierung hin, ausnahmslos. Und wenn alle Zyklen in diese Richtung gehen, wie kann dann der Zyklus, der ALLE diese Zyklen vereint, ein anderes Ziel haben ? Ist dieser ALLES in sich vereinende Zyklus eine Eintagsfliege ? Ist es der einzige Atemzug von kosmischem Ausmaß ? Ist es ein One-hit-wonder ? Ein einzelner Orgasmus, so gewaltig und unbeschreiblich, dass eine Wiederholung nicht erstrebenswert ist ? Es wäre unlogisch. Jedes Universum ist ein Unikat ... zweifelsohne. Wie jedes Lebewesen. Wie jeder Informationscontainer und damit jede Sekunde. Wie jeder einzelne Augenblick.

    Unsere Realität, und damit unser Bild vom Universum, wird nun zunehmend in einer Art Nebel verschwinden. Wenn der Übergang zur Optimierung dann über die Bühne gehen wird, wird dieser Nebel am dichtesten sein. Wenn die Schwaden sich anschließend langsam verziehen, werden wir ein neues Bild von unserer Realität wahrnehmen ... und damit von unserem Universum, denn es wird ein Universum der Optimierung sein. Wird es ein Universum der Deflation sein ... ein recht naheliegendes Bild, wenn die Expansion ausläuft ? Werden wir bis zum Übergang der Mittellinie Nachrichten oder Artefakte aus der Zukunft, aus der Zeit jenseits der Mittellinie, finden ? Werden Sterne und Galaxien ihre Richtung ändern ? Werden alle Himmelskörper auf einen Punkt zusteuern und sich im sogenannten Big Crunch treffen ? Wird die Wissenschaft und ihre Schar von Werkzeugmachern diesbezüglich Recht behalten ? Wenn wir unsere Kinder betrachten, sind wir den Antworten diesbezüglich auf der Spur. Als Kinder verschwinden auch sie in einem Nebel, jenem der Pubertät. Läuft alles im Sinne des Erbes, kommen sie wenige Jahre später als Erwachsene aus ihm wieder hervor ... und ihre Welt wird offensichtlich nicht mehr dieselbe sein. Ihr weiterer Weg wird von unzähligen Faktoren ... Zyklen ... abhängen, genauso wie ihr eigenes Maß an Resonanzfindung und Resonanzbildung. Gelingt es ihnen nicht, konnten sie der Unordnung im Nebel nicht entwischen, dann werden sie als eines von vielen Bildern des expandierenden Universums wahrgenommen, jenen Bildern, von denen es aktuell scheinbar täglich mehr gibt. Schlagen Sie Tageszeitungen auf, lesen Sie Magazine und Schlagzeilen, überfliegen Sie die Meldungen der Nachrichten-Portale im Netz ... ich denke, Sie wissen, was ich meine. Hoffnungslos ? Eine Entwicklung ohne Ende ? Keineswegs. Schauen Sie genau hin. Treten Sie näher heran, an all diese weißen Leinwände. Legen Sie den Kopf mal schief oder machen Sie einen Schritt zur Seite. Was sehen Sie, wenn das Licht etwas anders fällt ? In einem expandierenden Universum, welches sich rasch der Mittellinie nähert, seinem Zenit höchster Unordnung, muss man genauer hinsehen, um Zeuge der Entstehung von Ordnung zu werden, um Resonanzbildung im Anfangsstadium von quantitativer Hemmungslosigkeit unterscheiden zu können. Manche Bilder gibt es schon sehr lange, doch erst nach und nach erschließt sich ihre wahre Tiefe, andere setzen neue Ideen um, probieren etwas aus, was bisher unvorstellbar schien. Für viele Bilder ist die Zeit einfach reif gezeigt zu werden ... und Ausrufe des Entsetzens oder der Empörung, die sie vor Jahren noch ausgelöst hätten, bleiben heutzutage schlichtweg aus. Andere Bilder wurden meisterhaft restauriert und erstrahlen nun in einem neuen Glanz. Was zeigen diese Bilder wirklich ? Es sind hauptsächlich Porträts. Gesichter, von Menschen, die allesamt einmal Kinder waren, durch den Nebel gingen ... und mit neuer Stimme, mit Visionen, Ideen und Träumen, aus ihm hervortraten. Diese Gesichter decken auf, zerren Wahrheiten ans Licht, sind anderer Meinung, schreiten ein, riskieren ihr Leben für anderes Leben, verwandeln Unordnung in Ordnung, geben ihr Wissen, und damit Resonanz, weiter, sprengen Ketten von Leid, Ungerechtigkeit und Unterdrückung, statt präparierte Transportmittel in die Luft. Diese Gesichter hinterfragen, haben einen Blick für das ganze Bild, agieren im Einklang mit dem Erbe, schaffen Resonanzen, lösen Disharmonien, die zu Turbulenzen entarten können, auf. Sie kümmern sich, schenken Aufmerksamkeit und Liebe und umgehen instinktiv reaktive Unordnung. Vielleicht ist sogar Ihr eigenes Gesicht dabei ... oder das Ihres Kindes ? Gäbe es nur die Expansion und niemals die Aussicht auf Optimierung, wofür sollten dann all diese Gesichter stehen ? Wären sie nicht längst allesamt vom reißenden Strom der Unordnung fortgespült worden ? Wären ihre Blicke nicht allesamt leer ? Warum aber blicken wir stattdessen in Augen, wie nur das Leben sie hervorbringen kann ? Was haben sie gesehen, dass all jenen bisher verborgen geblieben ist, die noch immer durch den Nebel irren ... und vielleicht nie aus ihm heraustreten werden ?

    Damit kommen wir zurück zu den Kindern und dem Zimmer, welches sie bewohnen ... vorausgesetzt die Resonanz reicht für ein schönes, behagliches, warmes Zimmer, mit stabilen Wänden. In einem solchen Zimmer leben Kinder ihre eigenen Visionen, Ideen und Träume aus. Sie umgeben sich mit Spielzeug, benutzen es entsprechend, schmücken ihre Wände, sind von Farben und Formen angetan ... und natürlich von Tönen, Geräuschen und Musik. Sie probieren aus, erkunden, bauen auf, reißen wieder ab, beginnen erneut, sehen Dinge, die nur sie sehen können und viele Dinge, die auch Eltern sehen, sehen sie anders. Sie leben in ihrem eigenen Universum ... zusammen mit unzähligen anderen Wesen. Kinder, vorausgesetzt genügend Resonanz hat ihr bisheriges Leben geprägt, begleitet von der Logik des Erbes, beinhalten alle Erklärungen für den Werdegang unseres eigenen Universums. Alles eine Frage der Wahrnehmung, wobei Werkzeuge nicht fehlen dürfen ... allerdings ist hier Qualität gefragt, nicht Quantität ... auch wenn es zunehmend schwerer wird den Werbeprofis und lautstarken Marktschreiern zunehmender Unordnung zu widerstehen. Und damit Sie eine Vorstellung vom Universum der Kinder bekommen, bauen wir nun gemeinsam ein solches Universum ... aus LEGO ...

     LEGO kennen Sie doch bestimmt ? Diese kleinen bunten Plastiksteine, die man zu den verrücktesten Gebilden zusammensetzen kann. Hier die Bedienungsanleitung, ein kurzer Blick ins Erbe, in dem die Optimierungen aller vergangenen Universen gesammelt sind ... damit wir nicht endlos herum bauen und wertvolle Zeit und Energie verschwenden ... wobei Energie nicht verschwendet werden kann, aber dazu an anderer Stelle mehr ...

     Also, fangen wir an. Schrank auf. Lego-Kiste raus. Auskippen und ...

    ... plötzlich Legosteine überall. Haben Sie ihn gesehen ? Ich meine diesen kleinen goldfarbenen Legostein ? Für einen Bruchteil einer Sekunde funkelte er im Licht des herein scheinenden Sonnenlichts, doch nun scheint er verschwunden zu sein. Wo kommen nur all diese Steine her. Das nimmt überhaupt kein Ende. Es sind große Steine, beinahe klobig. Rot, Grün, Gelb, Blau. Vier Farben. Und noch immer kommen weitere Steine hinzu.
Erst einmal klein anfangen. Zwei Steine zusammenstecken. Egal, welche Farbkombination. Viele gibt es eh nicht bei 4 Farben. Täuscht es, oder sind momentan mehr rote Steine vorhanden, als andere Farben ? Nanu, das ging schnell ... es gibt keine Einzelbausteine mehr. Wie haben wir das nur geschafft ? So lange sind wir doch noch gar nicht zugange. Oder ? Mit der Zeit ist das manchmal so eine Sache. Oh, da sind ja wieder Einzelbausteine ... aber sie sind orange ... und da, ein paar braune Steine. Weiter geht es. Kleine Gebilde aus drei Steinen, aus vier Steinen, ab und zu tauchen sogar Gebilde aus fünf Steinen auf. Haben wir sie zusammengesetzt ? Ich kann mich gar nicht daran erinnern. War ich das jetzt ? Habe ich gerade zwei Fünfergebilde zu einem Zehnergebilde zusammengesetzt ? Die obere Hälfte in Rot, die untere in Blau. Ist noch ein derartiges Gebilde zu sehen ? Nein ? Haben wir einen Quantensprung initiiert ? Da ! Ein Achtergebilde. Und dort ! Ein Neuner. Immer noch kein Zehner ? Vermehrt tauchen wieder Einzelbausteine auf ... und wieder sind neue Farben mit von der Partie ... Grau ... Dunkelgrün ... Hellblau. Immer noch ein Meer von Legosteinen, aber irgendwie anders. Täuscht das, oder ist hier plötzlich etwas Ordnung im Spiel ? Die Farben gruppieren sich. Sehen Sie dort. Gebilde mit überwiegend gelben Steinen. Und dort kleinere Gruppen blauer Gebilde. Aber das können wir unmöglich alles selbst geschaffen haben. In so kurzer Zeit. Entweder stimmt etwas nicht mit der Zeit oder wir sind nicht allein ... oder beides. Wie spät ist es eigentlich ? Keiner hat eine Uhr ? Komisch. Machen wir weiter. Erst einmal angefangen, mag man nicht mehr aufhören.
Was für ein Spektakel. Man könnte meinen diese ganzen Legosteine sind lebendig. Laufend verändern sich die Gebilde und ihre Farbverteilung. Gebilde zerfallen und werden neu zusammengesetzt. Manchmal meine ich andere Stimmen zu hören, Gesichter zu sehen oder Hände voller Steine. Hier, was halten Sie davon, ist doch hübsch, oder ? Habe ich gerade gebaut. Ganz spontan. Was das sein soll ? Keine Ahnung. Aber mir gefällt es. Oh, jetzt ist es schon wieder verschwunden. Ob ich noch so ein Zehnergebilde gesehen habe ? Sie meinen, wie vorhin ? Nein, nur ein paar Neuner. Dafür aber Unmengen Zweier und Dreier. Die Einzelbausteine sind komischerweise genauso schnell weg, wie neue auftauchen. Was ... ein Zehner ? Tatsächlich. Und noch einer. Immer mehr. Woher kommen die plötzlich ? Und schwarze Steine. Lilafarbene auch ... und weiße. Jede Menge weißer Legosteine. Ich glaube es nicht ... längliche Bausteine. Toll. Ungeahnte Möglichkeiten. Da weiß man gar nicht, wie man anfangen soll. Irgendwer scheint eine Vorliebe für diese weißen Steine zu entwickeln ... immer zehn Stück zu einem Würfel zusammengesetzt. Ich probiere mal was aus. Hier habe ich so einen Würfel ... einen weißen Stein ersetzte ich nun durch einen roten. Mal abwarten, was passiert. Da ... jemand kopiert die weißen Würfel mit roter Ecke. Und jetzt kommen auch noch welche mit blauen und schwarzen Ecken hinzu. Wieder kommt ein ganzer Schwung neuer Einzelsteine ... weitere Farben und eine neue Steinvariante. Irgendwie habe ich das Gefühl die Zeit rast. Sie haben wirklich keine Uhr ? Ich hätte nie gedacht, dass Lego soviel Spaß macht. Sehen Sie auch, was ich sehe. Kann es wirklich sein ? Nur noch Würfel zu sehen. Immer aus zehn Bausteinen ? Nein ... doch nicht, da sind Würfel mit noch mehr Bausteinen. Das geht alles so schnell. Gerade wähnten wir uns noch in einer Welt aus Würfeln und schon tauchen ganz andere Gebilde auf. Sie werden immer größer und auch komplexer. Was ist das ? Sieht aus wie ein ... oh, schon wieder verschwunden ? Ab und an tauchen nun Gebilde aus über zwanzig Steinen auf und alle Steine haben die gleiche Farbe. Sehr interessant. Bin gespannt, wohin das führen wird. 30, 40, sogar 50 Steine werden mittlerweile zusammengesetzt. Manche Gebilde wiederholen sich, trotz ihrer Komplexität. Und noch mal neue Steine. Jetzt kann ich sie deutlich sehen, die anderen Gesichter, in der Tat, wir sind nicht allein. Je mehr Ordnung hier reinkommt, desto mehr kann ich sie erkennen ... und hören. Irgendwer sucht grüne Steine, egal, ob hell oder dunkel. Ich habe hier jede Menge, wollte gerade etwas riesiges Grünes bauen. Na, mal sehen, was der andere daraus machen wird, baue ich halt etwas anderes, wie wäre es mit etwas Rundem, ganz bunt. Keiner weiß, was ich meine ? Na, dann seht mal her ...

     ... passiert ? Ich hatte gerade ein merkwürdiges Erlebnis. Irgendetwas Großes ... war es Gelb, nein, ich glaube es war Rot. Oder ? Ich kann mich einfach nicht mehr erinnern. Was hast Du denn da in Deiner Hand ? Sieht aus wie ein Haus. Warte mal, hier fehlt noch ein Schornstein. Hat noch jemand einen kleinen braunen Stein ? Ah, hier. So, perfekt. Ich versuche das auch mal. Genug Legosteine sind ja da. Braucht dieses undefinierbare Gebilde noch jemand ? Gut, ich mache das mal kaputt. Sehr gut, da kommen wieder neue Steine. Praktisch, dass sie so klein sind, nicht so klobig und unhandlich. Klobig ? An was erinnert mich das ? Egal. Ein Haus bauen. Oh, Du hast da ja was tolles gebaut. Klasse. Und sieh mal dort. War bestimmt viel Arbeit. Noch das Dach. Fertig. Ich versuche mal ein anderes Haus, vielleicht mit Garten. Sagenhaft, was man aus diesen kleinen Steinen alles bauen kann. Man mag wirklich nicht mehr aufhören. Schade, die ganzen Fahrzeuge gehen auseinander. Was ist da los. Sogar mein Haus fällt auseinander. Tiere ? Klar, das ist die Idee ! Bauen wir Tiere ... und Menschen. Wieso bin ich nicht darauf gekommen. Hey, der sieht ja ein bisschen aus wie ich. Lasst uns doch eine ganze Stadt bauen. Mit allem Drum und Dran. Zuviel Arbeit ? Ihr könnt ja was anderes machen. Baut doch Möbel oder Bäume oder Berge. Keine gute Idee ? War ja nur ein Vorschlag ...

    An dieser Stelle verlassen wir kurz das Kinderzimmer und gehen für einen Moment in den Flur. Mal eben die Beine vertreten. Da ist ja auch meine Uhr wieder. Manchmal zweifel ich wirklich an meinem Verstand. Sage und schreibe drei Stunden waren wir jetzt im Kinderzimmer ... kommt mir irgendwie viel, viel länger vor. Ein paar Minuten noch, dann stürzen wir uns wieder ins Getümmel.
Warum müssen Kinderzimmer immer nur so aussehen ? Diese Unordnung überall. Würden wir Eltern nicht hin und wieder einschreiten, ich glaube, unsere Kinder würden im Chaos versinken. Hatten Kinder früher eigentlich auch solche Räume ? Expansion scheint wirklich allgegenwärtig zu sein. Je größer der Raum, desto mehr Spielzeug, desto mehr Unordnung. Jedes Universum braucht seinen Raum zur Entfaltung. Unordnung muss sich ausbreiten können.
So ... noch ein paarmal tief durchatmen ... und los geht es. Kinder ... wir kommen. Habt ihr uns noch Legosteine übrig gelassen ? Mir sind da noch ein paar Dinge eingefallen, die ich gerne ausprobieren möchte.

     W
ow ... was ist geschehen ? Haben wir uns in der Zimmertür geirrt. Nein ... ausgeschlossen. Es ist eindeutig das Kinderzimmer. Aber was ist mit all diesen Legosteinen passiert ? Haben wir gerade nicht noch Häuser und andere Objekte gebaut ... aus nicht mehr als 50 Bausteinen ? Und nun das hier. Das ist eine eigene Welt, das sieht verdammt real aus. Was sind das nur für Steine, die das ermöglicht haben ? Es sind nicht einfach nur noch kleine Quader, in vielen verschiedenen Farben. Ich sehe Fenster, Türen, fertige Objekte, Tiere, Bäume, Räder, Schilder, platte Steine, transparente Steine, konische und gebogene Steine. Nun scheint wirklich ALLES möglich zu sein. Ein Ende des Baubooms ist offensichtlich noch längst nicht erreicht. Noch immer verschwinden Konstrukte, neue entstehen, welch ein Gewusel von Händen. Jeder ist beschäftigt. Los ... mischen wir wieder mit. Ich habe hier noch ein paar Steine ... die würden sich dort gut machen. Da fällt mir etwas ein ... ich meine irgendwann hier mitbekommen zu haben, dass es einen besonderen Stein gibt ... ich glaube er kommt nur einmal vor und ist aus purem Gold. Weiß jemand etwas davon ... oder habe ich das geträumt ? Es gibt ihn ? Habt ihr ihn gesehen oder gar schon mal in der Hand gehabt ? Nicht ... habe ich mir gedacht. Na, vielleicht hilft uns der Zufall und wir finden ihn doch noch. Oh, wieder neue Steine, es kann weiter gehen. Was ist denn da los ? Was soll dieser Tumult ? Wieso reißt ihr denn diese Landschaft ein, das sah doch fast perfekt aus ? Zu langweilig ? Ihr wollt mal was anderes ausprobieren ? Ihr braucht alle blauen Steine ? Wieso, was habt ihr vor ? Ich verstehe kein Wort. Aber ihr könnt doch nicht alles kaputt machen, nur, um an blaue Steine heranzukommen. Schließlich haben wir das alles aufgebaut ... und nun kommt ihr mit euren verrückten Ideen daher. Was sind das für komische Dinge, die ihr da bastelt ? So etwas gibt es doch gar nicht. Alles lief so gut, wir waren ein Team ... und jetzt geht alles drunter und drüber. Was ? Was ist denn da hinten jetzt los ? Drehen nun alle durch. Hey, nicht diese Stadt zerstören. Habt ihr eine Ahnung, wie viele Steine darin verbaut wurden ? Macht nur so weiter, dann ist gleich der ganze Kontinent hin ... ach was ... der ganze Planet ... was für ein Durcheinander. Oh, seht mal her. Zerbrochene Steine. Wie ist das passiert ? Dort noch mehr. Mittendurch. Und hier ... eine kleine Ecke ist abgebrochen. Schade um die schonen Steine. Kann es sein, dass es davon immer mehr gibt ? Irgendwie geht hier immer mehr drunter und drüber ... Und das hier ? Was ist das ? Legosteine mit sechs Höckern, von denen zwei doppelt so hoch sind, wie die anderen vier. Hier ist ein Stein, der ist ganz glatt, keine Höcker und keine offene Unterseite. Und der hier ist Rot und hat blaue Verunreinigungen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Freak-Steine immer mehr werden. Wenn das so weitergeht, dann kann man ja kaum noch ordentlich bauen. Noch mehr abgebrochene und verfärbte Steine. Noch mehr glatte. Wo soll das hinführen ?
L E G O
     Und wieder treten wir für einen Moment auf den Flur hinaus. Dieser Anblick ist kaum erträglich ... die ganze Arbeit vieler Stunden ... oder Tage ... egal, mir kommt es inzwischen wie eine Ewigkeit vor. Was denken sich diese pubertierenden Möchtegernbauherren eigentlich ? Ich brauche einen Schluck Wasser. Der Hals ist ganz trocken. Das Badezimmer liegt gleich nebenan. Dort ist es bestimmt auch etwas kühler und ruhiger. Allerdings sind wir hier noch nicht ganz fertig, wir haben erst die eine Seite der Medaille gesehen. Das Wasser muss wohl leider noch etwas warten.
Szenenwechsel.

    Kindern, die Opfer überschießender Unordnung sind und deren Ordnungsvermögen mehr und mehr hinter ihnen zurückbleibt, sie somit irgendwann vollends der Unordnung überlassend, fernab ihrer rettenden Mittellinie, sind ordentliche Kinderzimmer, wie oben beschrieben, völlig fremd, Teil einer anderen Welt. Ihr eigenes Universum wird nie einen eigenen Raum haben ... und doch ist ihre reale Situation die Basis für mehr Ordnung des Ganzen. Zweigströme des energetischen Flusses finden ihren Ursprung in dieser Unordnung, die als Slum, als Entwicklungsland, als Armut, als Hoffnungslosigkeit interpretiert wird. Diese Zweigströme kennen nur einen Weg ... hin zu mehr Ordnung ... getragen von Logik. Warum hat die Realität so viele Schattenseiten? Warum gibt es überhaupt Schatten, wo auch Licht ist? Wäre dem nicht so, könnte während der Expansion niemals die Mittellinie erreicht werden. Hätten alle Kinder des Lebens ordentliche Zimmer und einen Raum für sich, dann gäbe es im aktuellen Universum derart viel Unordnung, die sämtlichen Ordnungsbemühungen um Längen voraus wäre und von diesen niemals eingeholt werden könnte. Es wäre ein Kosmos, der ewig expandiert. Das unser Kosmos anders gestrickt ist, lässt sich an all den bisherigen Beispielen von GOLD-DNA ablesen. Lokale Optimierungen und Resonanzbildungen sind überall. Sie können aber auch nur entstehen, weil ihr Ursprung im kompletten Gegenteil liegt ... in den Schatten, die in Richtung Licht fließen. Kein Wunder, dass das gesamte Leben auf der Suche nach dem goldenen Legostein ist. Ein einzelnes Exemplar unter scheinbar unendlich vielen anderen. Jedes Lebewesen sucht auf seine Art, mit seinen Möglichkeiten. Doch gefunden werden kann dieser Stein nur, wenn das Leben gemeinsam sucht, ohne Ausnahme. Hin und wieder meint man ihn zu sehen, für einen Augenblick ... und im nächsten ist er schon wieder verschwunden, in den sich immer höher auftürmenden Wogen des energetischen Flusses.

    Nun aber ins Badezimmer. Ich brauche jetzt schnell etwas Wasser. Hier entlang ... bitte folgen Sie mir ...

Wissenschaft ist eine Sache. Weisheit eine andere. Wissenschaft ist ein scharfes Werkzeug mit dem
Erwachsene spielen, als seien sie Kinder ... und schneiden sich die Finger daran.
 - Sir Arthur Eddington -


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