Der Blog zum Projekt GOLD-DNA. Aktualisiert, wann immer es die Unordnung nötig macht
GOLD-DNA 2009 2012 Optimierung         GOLD-DNA      letzter Eintrag     Seite zurück     Seite vor       ALLES GRÜNE ... UND GESUNDE ...  DIE GOLDENE PHI(L)HARMONIE        GOLD-DNA 20xx


 UP AND BEYOND
  2011 - 20xx   DATE 2014             


  UP   Sevenpack   BY   Das Leidwesen des Schulsystems
  BY   Durch die Blume   BY   Schwarzmalerei Teil 1
  BY   Schwarzmalerei Teil 2   BY   Schwarzmalerei Teil 3
  BY   Schwarzmalerei Teil 4   BY   Ein Chor, um Leben zu schaffen ...
  UP   Dinozilla und das japanische Schicksal   UP   15 auf einen Streich
  BY   Die Angst vor der Lebensenergie   UP   Wir wachsen über uns hinaus
  UP   Hallo, mein Name ist Carlo R2D2   BY   Unterwegs in Richtung wahrer Fortschritt !?
  BY   Gemeinsam ins Tal   BY   Nieder mit den Talsperren
      <  01. - 03.2014 04. - 06.2014  >      



 April 2014      UPDATE   


   Bevor dem technologischen Fortschritt mal grundlegend auf den Zahn der Zeit gefühlt wird, anbei eine weitere Ansammlung aus dem Kuriositätenkabinett menschlicher Erwartungen, geleistet vom gewohnten Geist, der noch immer sein Un-Wesen in den expansiven Gefilden der Realität zu treiben vermag ... womit wir, rein zufällig, natürlich, schon beim Thema wären:


 Kosmische Inflation belegt  


... ''Gravitationswellen wurden von Einstein in der Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt. Jetzt spürten Astrophysiker erstmals entsprechende Signale aus der Zeit direkt nach dem Urknall auf. Das Experiment BICEP2 am Südpol könnte damit die Inflationstheorie belegen.'' ...

    Ja, mit Büchern wie The Secret, kann man Geld verdienen, schließlich hat die Vorstellung, allein durch intensive Gedankenarbeit sich seine eigenen Vorstellungen vom Leben zu erfüllen, eine gewisse Anziehungskraft auf Gesellschaften, die das eigentliche Wesen des Lebens aus den Augen verloren haben. Warum es verloren ging mag vielleicht daran liegen, dass immer mehr Menschen immer mehr ganz eigene Vorstellungen vom Leben haben, und so der Blick für das Wesentliche zunehmend getrübt wurde.
Nun, Einsteins Geist weilt noch immer in der Realität, als gelte es noch eine offene Rechnung zu begleichen, auf Kosten mancher Alternativen zu gängigen Theorien, die in der Tat sehr deutliche Spuren in den Denkstrukturen moderner Forschung hinterlassen haben ... ein geistiges Navi, welches den Mainstream sicher durch ein ansonsten noch unbekanntes Terrain zu leiten weiß. So ist es leichter dem In-stinkt auf gewohnten Pfaden hinterherzueilen, als der Intuition des Kohärenzgefühls, welches jedem Lebewesen zueigen ist, zu vertrauen, die einem, einer leichten Brise gleich, zuflüstert: Hier stinkt etwas gewaltig.


 Forscher erschaffen künstliches Chromosom  


... ''Zum ersten Mal erschaffen Forscher künstlich ein Chromosom eines Lebewesens mit Zellkern. Bis diese Erfindung etwa bei der Produktion von Medikamenten hilft, dürfte es aber noch dauern.'' ...

    Wenn Sie GOLD-DNA und die GOLDENE PHI(L)HARMONIE gelesen haben und vielleicht auch noch die UPDATES verfolgt haben, dann dürfte erneut deutlich(er) werden, dass auch bzw. insbesondere in künstlichen Chromosomen der technologische Imperativ auf seinen Auftritt auf der realisierten Bühne des Lebens wartet: Zum Wohle Einzelner, auf Kosten Aller ... der Einzelnen inklusive, jedoch auf anderem Wege. Zudem lässt sich kein Lebewesen künstlich erschaffen, sondern einzig eine Lebensform kreieren, deren Existenz jedoch nicht im Einklang mit dem Leben als Ganzes ist, da ihnen eine gemeinsame Geschichte fehlt.

   Nimmt man ein Buch und betrachtet es als Ausdruck der Lebensgemeinschaft aller Lebewesen und -formen und ersetzt nun alle As im Text durch Zs und am nächsten Tag alle Bs durch Ys und am dritten Tag alle Cs durch Xs und so weiter, dann dauert es keine dreizehn Tage bis man die Gemeinschaft des Lebens nicht mehr versteht bzw. nur noch missverstehen kann. Das wäre die literarische Variante der Maximierung von reaktiver Unordnung ... und nichts Anderes macht menschlicher Fortschritt, dadurch bedingt die zunehmende Vergesellschaftung der Lebensgemeinschaft vorantreibend ... auf Kosten möglichst Vieler, im Rahmen der Notwendigkeit der Bewusstwerdung derer, die überlegen, wie man besagtes Buch am gewinnbringensten vermarkten könnte ...


 Gesichtsausdruck verrät komplexe Gefühle  


... ''Glücklich, wütend, angeekelt: Fast alle Menschen drücken Gefühle über die gleiche Mimik aus. Forscher haben ein Computerprogramm entwickelt, das Gefühlsregungen an der Mimik ablesen kann. Es könnte Autisten helfen, Emotionen zuverlässiger zu deuten.'' ...

    Wenn Menschen es nicht vermögen zwischen Gefühlen und Emotionen unterscheiden zu können, was kann mann dann von einem Computerprogramm erwarten, welches von Menschen entwickelt wurde ? Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Menschgesicht. Spieglein, Spieglein, in der Hand, du nutzt mir nichts, d'rum lege ich dich wieder in den Schrank ... voller Schubladen, auf deren Schildchen Worte steh'n, wie glücklich, traurig, hasserfüllt, zufrieden, erregt, wütend, selig, ... denn Gefühle sind eben nicht mit Gefühlen gleichzusetzen, wie  hier  bereits beschrieben wurde.


 Spiele-Entwickler verkauft virtuelles Grundstück für eine Million Dollar  


... ''Ein Spiele-Entwickler aus Singapur bietet seinen Kunden digitale Immobilien zum Kauf an. Die Spieler können echtes Geld in eine digitale Währung umtauschen. So können sie an der wachsenden virtuellen Wirtschaft teilhaben.'' ...

    Löst man Probleme, indem die Verkettung der Problematisierung eines PROBLEMS in der digitalisierten Welt fortgesetzt wird ? Entstehen so nicht weitere Gesellschaften, die dort die Suche fortsetzen, wo das Wesen von Gemeinschaften nicht sein kann, weil der digitalisierte Raum die Folge von Gesellschaften ist, die bereits schon jenseits von Gemeinschaften sind ? Wird aus dem Fortschreiten so nicht schon eher eine Flucht ? Eine Flucht vor den Spiegelbildern, die zu einem Spiegellabyrinth werden, weil die Beziehungen der Suchenden zum Leben als Ganzes und zu Ihresgleichen mehr und mehr verarmen ?  Gotham-City  goes Virtual Reality ?

    Kann ein virtuelles Klassenzimmer somit eine Lösung für die Bildung ... oder gar Optimierung ... des modernen Menschen sein, oder irgendein anderes Spielzeug des technologischen Fortschritts ? Geht der Klassenkampf nicht einfach an anderer Stelle weiter, ohne je Frieden in Aussicht zu stellen ? Noch nicht einmal Frieden mit sich selbst ?


 Die ganzheitliche App ist der letzte Schrei  


... ''Trendforscher Wippermann glaubt unterdessen, dass die einzelnen Auswüchse der Selbstüberwachung bald zusammengeführt werden. "Die Zukunft gehört den ganzheitlichen Messinstrumenten, die die körperliche, geistige und seelische Gesundheit scannen." ...

   Sehr bezeichnend für unsere Realität, in der nur sein kann, was mittels Messung beweisbar ist. Was versucht der Mensch hier wohl scheinbar in den Griff zu bekommen ... mit ganzheitlichen Messinstrumenten ... obendrein ein Widerspruch der ganz wesentlichen Art ?!
Eine App zur Optimierung des Menschen selbst ? Mich beschleicht der Verdacht, dass diese Optimierung nichts mit Kohärenz, und somit nichts mit aktiver Ordnung, gemein hat ... aber vielleicht ist besagter letzter Schrei jener Schrei, den die Menschheit auf dem Höhepunkt ihrer Entfremdung von der Gemeinschaft des Lebens ausstoßen wird ...


 Städte der Zukunft aus dem 3D-Drucker  


... ''Auch Wolkenkratzer könnten in Zukunft Stockwerk für Stockwerk via 3D Drucker entstehen. Und nun das Beste zum Schluss. Diese digitale Fabrikation wird uns Individuellen in Zukunft zur freien Gestaltung zur Verfügung stehen. Ganze Gemeinden könnten via einfachen Schnittstellen dazu motiviert und inspiriert werden, die Städte der Zukunft mitzugestalten, einfach, kreativ und rapide via Gestensteuerung und Mindcontrol. Die digitale Revolution holt uns langsam ein und wir dürfen uns darauf freuen, denn wir alle werden Teil davon sein und die Zukunft mitgestalten können – einfacher als jemals zuvor.'' ...

    Ja, Vereinfachung ist das Versprechen des geistreichen Fortschreitens von Menschenhand, um den Fortschritt vom wahren Wesen des Lebens als Ganzes möglichst weitreichend auf die Allgemeinheit übertragen zu können. Wahrer Fortschritt dagegen kommt gänzlich ohne  Ausdruck  des Egos aus. Vor allem aber erschafft er kein energetisches Defizit dadurch, dass manch eine Spezies weit über ihre energetischen Verhältnisse hinaus, auf Kosten Anderer, nur ihre eigene Entwicklung fest im Blick hat, mit weitreichenden Folgen ... nicht nur hinsichtlich des  Städtebaus  moderner Gesellschaften.


 Collapse of the Pacific eco-system  


... ''... we can certainly see the collapse of the Pacific biota, the collapse of the Pacific eco-system ...'' ...

   Die UPDATES begannen mit den damaligen Entwicklungen in  Fukushima , den Katalysator ins Spiel bringend, der nach wie vor sehr reaktiv am Werk ist, die Gemeinschaft des Lebens, mittels radioaktiver Datenlast, über den Stand des Zenits der Unordnung informierend ... schließlich ''gehen'' Wasser und Bewusstsein ''Hand in Hand''. Ein Gang ins  BADEZIMMER  kann da vielleicht etwas Klarheit schaffen ... oder ein Spaziergang durch den  GARTEN .


 Seitenanfang 

 
K
:
A
:
T
:
A
:
L
:
Y
:
S
:
E



 April 2014      BEYOND   


The further a society drifts from truth,
the more it will hate those who speak it.
George Orwell

   Dass das Leben selbst die einzig wahre Schule ist, der es bedarf, um sein Leben wahrhaft zu leben, anstatt seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen, kam bereits  andernorts 
zur Sprache, z. B. in der Betrachtung indigener Gemeinschaften. Und apropos Gemeinschaften, der Unterschied zu Gesellschaften ist wesentlich und zeigt sich unter anderem auch im Unterschied zwischen 52 Wolkenbildern und 57 Fernsehkanälen

… ''In the Lakotha language, the language of the central plains of North America, there are 52 different kinds of clouds that we have names for. With that knowledge and wisdom, by recognizing the often subtle differences between types of clouds and their characteristics, we can accurately predict the weather up to two days and nights in advance.'' …

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 5

    Lernt man in der Institution Schule, die einen auf das Leben vorbereiten soll, das Wesen des Lebens, welches Gemeinschaft ist, im Rahmen gesellschaftlicher Erwartungen ? Kann Bildung das Gesamtbild des GANZEN als stimmiges Gefühl vermitteln ? Lernt man in der Institution Schule, wo Lernpläne, geschmiedet im Voraus, Lerninhalte vermitteln, zu denen man keinerlei persönliche Bindung, keinerlei gemeinsame Beziehung hat, was der wirkliche Unterschied zwischen Wiegen (cradle) und Gräbern (grave) ist ? Gleichschaltung in Klassengemeinschaften, in denen die vermeintliche Gemeinschaft blauen Tomaten gleicht, die nach Banane schmecken ? Klassenkampf, statt Lebensgemeinschaft. Konkurrenz, statt Kooperation. Starre Datenleitungen, statt gewundenem Informationsfluss.

     Russell Means 
und Bayard Johnson beschreiben in  If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way   ein wahres Lehrstück in Sachen Gemeinschaft, aus dem Leben indigener Indianer, bevor die Eroberer die Geschichtsbücher mit Lügen füllten.
Liest man dieses eindringliche Buch über das eigentliche Wesen des Lebens als Ganzes, dann fragt man sich mit jedem weiteren Kapitel, warum dieses ungeschminkte Buch nicht Thema in westlichen Schulen ist, vereint es doch Politik, Geschichte, Soziologie, Biologie, Englisch, und weitere Lehrfächer, zu einer lebendigen Gesamtschau, die man im heutigen Schulsystem derart vergeblich sucht. Vor allem aber vermittelt es schulisches Neuland, unseren Schulen einen Spiegel vorhaltend, dessen Spiegelbild zeigt, was unseren Gesellschaften abhanden gekommen ist und warum sie zu dem werden mussten, was sie heute sind. Die Frage, ob G8 oder G9, verliert so gänzlich an Bedeutung, wenn man dem wahren Wesen des Lebens auf die Spur kommen kann, indem man von ”Insidern” einer uns unbekannten Gemeinschaft an die Hand genommen wird und bisher weiße Leinwände in einem ganz anderen Licht erscheinen, nämlich im kohärenten Licht des Hörensagens, einer direkten Kommunikationsform, der man in Gesellschaften mehr und mehr misstraut und die auch Daniel Everett in seinem Buch Das glücklichste Volk beschreibt.

    Stellvertretend für all die Einblicke, die Russell Means und Bayard Johnson gewähren, möchte ich im Folgenden zwei Kapitel zitieren, die offensichtlich werden lassen woher wir kamen … und wo wir inzwischen gelandet sind … entfremdet vom Wesen des Lebens und immerzu auf der Suche. Doch was wir auf diesem Wege finden (werden) ist nicht das, was wir zu finden hoff(t)en. Ein Spiegelbild lügt nicht. Nur Ängste lassen die Realität anders erscheinen … und der moderne Mainstream ist ein breiter Strom kanalisierter Ängste:

… ''Homosexuals and the transgendered were held in high esteem in our society. They became teachers because of their different world view, and our children can benefit from this – we want them to be exposed to, and to learn from, all different world views.
People who were handicapped were teachers as well. They weren’t seen as outsiders, outcasts, or as different from anyone else in essence, in spirit. We understood that we could learn a great deal from those whose unique circumstances caused them to adapt in individual ways. Cripples strengthened the fabric of our society.
Living among us we also had the Heyoka, people who live backwards, as a constant reminder that you can’t live backwards in this world. Heyoka have to enter their Tipi backwards, they have to go to sleep at dawn and get up at dusk. By giving you a constant reminder of how hard it is to live this way, they help us to keep our lives on a straighter path.
Heyokas were rare when we were free. But we knew about them, and if there were none in our particular village, we were told about them. The basic premise of a Heyoka is as a teacher, teaching us how not to live by doing everything backwards in the physical sense. Walking backwards, talking backwards – so he’s always talking about bad things, but it means the opposite. So he is a teacher. And the further you get away from the Great Mystery’s teachings, the more Heyokas are needed.
In Pine Ridge back in the 1960s, there was only one Heyoka in the entire nation. That is because most of the old people who kept our culture alive were still living. But as they died off, more Heyokas materialized. Now practically every Holy Man is Heyoka. This means the people aren’t listening to the teaching. the whole nation is becoming Heyoka. With so many people becoming addicted to one drug or another, and sending their kids to school where they learn the anti-knowledge of the Patriarch, the whole nation is unwittingly turning Heyoka – they don’t even realize it.'' …

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 84-85

 
… ''The entire system and world view of the patriarch is Heyoka. Patriarchy is based on a pyramid structure. The Patriarch is uncomfortable everywhere it goes. He is afraid because he lives his life teetering at the top of the pyramid, and others are constantly trying to push him off his perch. Within his family, his wife and children must be enslaved in order to support his position of prominence and dominance. His children are brought up in his own image, to be fearful patriarchs tottering at the peak of their own unstable pyramid.
If he wants to maintain this position among his family, the Patriarch must be subjugated to the next level of authority, and so on up to royalty. Feudal structure, where nobody is free and the man at the top is afraid of everything, is the natural product of patriarchy. Everybody within the patriarchal system is a slave, because every person below the ultimate ruler is a slave to the power of all the patriarchs above them. And even the man at the very pinnacle of the pyramid is a slave – a slave to his own terror, of being toppled from power.
In our Matriarchal system, everyone is free and nobody is afraid of anything. We know who we are and where we belong. This can never be taken away from us. This is why the patriarchs have struggled so long and hard to destroy us and our cultures the world over. We are a terrible threat to this illusion of power because we are immune to it. He can commit complete genocide and wipe out our entire indigenous cultures again and again, but he has never succeeded in enslaving us. Our freedom from fear makes the Patriarch more fearful than ever.'' ...

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – Seite 86-87

   In den Schulen und ihren Büchern wird die Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner anders erzählt, niedergeschrieben von jenen, die in Spiegeln etwas anderers als die Wahrheit sahen … ihr eigenes Spiegelbild inbegriffen, ohne Bezug zum Leben als Ganzes und ohne Bezug zu den vorüberziehenden Wolken, jede im Grunde so einzigartig wie jedes einzelne Lebewesen selbst. Gerade davon lebt die Gemeinschaft des Lebens und lehrt es jedem, der sich dieser Gemeinschaft bewusst wird und Teil dieser Gemeinschaft werden will. Eine Geimeinschaft lebt vom Willen zur Kooperation und von der Auslebung der eigenen Individualität zum Wohle Aller. Ohne Lehrplan, ohne Wände in den Weiten des Lebens und in den eigenen Köpfen, ohne Zeitdruck und Erwartungsdruck, ohne sich den Lebensunterhalt erst verdienen zu müssen, schließlich ist das Leben selbst bereits das Vermögen, welches für alle reicht, die der Unterhaltung des Lebens von ganzem Herzen folgen … ein jedes Wesen in seiner ganz individuellen Ausdrucksform, befreit vom Einfluss jenes Fensters, welches für immer mehr Menschen gesellschaftsfähig wird, ohne zu erkennen, dass das Fenster, welches immer größere Ausmaße annimmt, in Wahrheit das Spiegelbild der Gesellschaft zeigt … und ohne zu erkennen, dass das Wesen von Gemeinschaft nicht auf dem Programm steht, egal welchen Sender man gerade empfängt:

I bought a bourgeois house in the Hollywood hills
with a truckload of hundred thousand dollar bills
man came by to hook up my cable TV
we settled in for the night my baby and me
we switched round and round till half past dawn
there was fifty-seven channels and nothing on
fifty-seven channels and nothing on fifty-seven channels and nothing on

Bruce Springsteen –  57 channels

    So mögen Viele zwar die Vorzüge einer Gesellschaft für sich genießen und in den Vordergrund ihres täglichen Treibens stellen, jedoch nicht bereit sein, sich die Folgen von Gesellschaften bewusst zu machen, Folgen, die in einer Gemeinschaft nicht zugegen sind, weil sie aufgrund der direkten Beziehungen untereinander und im Miteinander von Umwelt und Mensch unmöglich sind. Doch warum, mitunter auch schmerzhaft und lehrreich, die Konsequenzen der Vergesellschaftung tragen, wenn man Anderen in der Gesellschaft die Schuld für all diese Konsequenzen in die Schuhe schieben kann, während die Schuldzuweisenden selbst geneigt sind sich auf leisen Sohlen aus der Verantwortung für das Ganze zu stehlen.

     Spieglein, Spieglein in der Hand, wie konnte die Gemeinschaft der Menschen nur dorthin gelangen, wo sie heute steht ? Oder anders gefragt: Hey Siri, what’s app, äh, up with humankind ?

    Siri 
schweigt, doch Russell Means und Bayard Johnson zeigen woher der Wind weht und wohin die Wolken ziehen, während der gesellige Mainstream seinesgleichen um sich scharrt und sie alle stur immerzu in ein und dieselbe Richtung starren … wie die Satellitenschüsseln auf den Dächern ihrer Häuser.


 Seitenanfang 


G
E
M
E
I
N
S
C
H
A
F
T
L
I
C
H

G
E
S
E
L
L
S
C
H
A
F
T
S
F
Ä
H
I
G


 April 2014      BEYOND   


  Und bevor die bereits in Aussicht gestellte nähere Betrachtung der eigentlichen Agenda des technologischen Fortschritts umfangreich dargelegt wird, bringe ich noch ein erhellendes Beispiel von aktiver Ordnung aus dem Reich der ANDEREN ... wahrer Fortschritt im Sinne von Cradle-to-Cradle, der im  hier  verlinkten Text anschaulich beschrieben wird:

... '' ... bees, specifically bumble bees, carry a positive electric charge that they use to sense negative electric fields surrounding flowers. According to Professor Daniel Robert: “The co-evolution between flowers and bees has a long and beneficial history, so perhaps it’s not entirely surprising that we are still discovering today how remarkably sophisticated their communication is.”'' ...

  Nicht nur, dass Mrs. und Mr. Bumble Bee unseren Vorstellung von Aerodynamik zu widersprechen scheinen, nein, ganz offensichtlich haben sie von Natur aus noch andere ''Tricks'' auf Lager, denen wir erst nach und nach mit allerhand Gerätschaften auf die Spur kommen ... ohne jedoch auch nur annähernd zu verstehen, was sie uns durch ihr Verhalten und ihre Möglichkeiten bezüglich der Gemeinschaft des Lebens als Ganzes mitzuteilen haben ... wie auch, solange wir nicht erkennen können, worauf unser gesamter Fortschritt, der mehr und mehr an Daten hervorbringt, wirklich aufbaut !?


 Seitenanfang 




MOETLEY
CREW




 April 2014      BEYOND   


Schwarzmalerei Teil 1

   Man könnte meinen ich sehe Schwarz für die Zukunft, liest man, wie ich bisher den technologischen Fortschritt der Menschheit behandelte. Dabei dürften es viele Menschen genau anders herum sehen, die Meinung vertretend, dass es eben des technologischen Fortschritts bedarf, um uns Menschen eine bessere Zukunft zu bescheren, und, dass er es bereits ermöglicht hat viel Leid von der Bühne des Lebens zu verbannen. Doch folgt man dem Fortschritt mal auf Schritt und Tritt und kratzt ein bisschen kräftiger an seiner robusten Obfläche, kommt, ehe man sich versieht, jene Fragilität zum Vorschein, die es geistreich versteht, sich allzu neugieriger Blicke geschickt zu entziehen bzw. sich als etwas darzustellen, was sie unverhüllt gar nicht ist. So leben wir inzwischen in einer Zeit, in der man grundlegende Probleme immer besser und länger verbergen kann, indem immer weniger unmittelbare Beziehungen zwischen Mehreren, die unter dem gleichen Problem zu leiden haben, vorhanden sind. Was wie eine technologische Errungenschaft aussieht, ist jedoch nur Schein, denn durch den Sieg, der errungen scheint, ist der Verlust von vielem Anderen umso weniger offensichtlich, je mehr sich auf den einen Sieg konzentriert wird. Dieser wesentliche Verlust indes ist der künstliche Nährboden für neue Probleme ganz anderer Art …

   Ginge es einzig nach uns Menschen und könnten wir wahnhaftig, äh, wahrhaftig unseren Willen für Innovationen frei ausleben, wäre es allerdings an der Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, Schwarz zu sehen, äh, wahnsinnig zu werden, schließlich stünde dann vorwiegend Egozentrik, statt  Biozentrik  
, auf dem Programm … und unzählige weitere Probleme hätten ihre Geburtsstunde. Massengräber, statt einem Meer aus Wiegen:

... ''Chlorophyll

The molecule that absorbs sunlight for photosynthesis. Plants and photosynthetic bacteria survive by converting water and carbon dioxide into sugar, and energy is needed to catalyze the reaction. Chlorophyll captures energetic photons. Nevertheless, chlorophyll is not ideal. The two versions of the molecule absorb light most efficiently at the red and blue ends of the visible spectrum. The reflected wavelengths in between make leaves appear green, and mark a missed opportunity. Any sensible engineer would color plants and cyanobacteria black in order to absorb all the sunlight. Natural selection is less fastidious, and chlorophyll is a good enough molecule to feed the whole planet, engineers included.'' ...
Quelle:  Nautil.us  

    So mag Chlorophyll aus Sicht des Menschen zwar nicht ideal erscheinen, obwohl es aus Sicht des Lebens als Ganzes ideal ist, während eine schwarze Pflanzenwelt zwar aus unserer technologischen Sicht besser wäre, aber für das Leben als Ganzes eine einzige Katastrophe darstellen würde. Warum wir Menschen allerdings mehr und mehr versuchen die Nacht zum Tage zu machen, und obendrein sogar auf die Idee kommen die  Dächer 
der  Welt  weiß zu streichen, um Unheil abzuwenden, sei dahingestellt. Doch kratzen wir mal etwas intensiver an jener besagten Oberfläche, auf der sich ein freier Wille in Gestalt des Menschen selbstverliebt zu spiegeln scheint, ein Wille jedoch, der in Wirklichkeit fest verwurzelt ist in und abhängig ist von einem Geschenk der ganz besonderen Art. Gehen wir also einen Schritt weiter …

  und schauen, wo der wesentliche Unterschied zwischen dem natürlich allgegenwärtigen Cradle-to-Cradle und dem künstlich immer allgegenwärtiger werdenden Cradle-to-Grave liegt. Der finnische Autor und Philosoph Tere Vadén hat diesbezüglich einen hervorragenden Artikel mit dem Titel One step further geschrieben, aus dem ich im Rahmen meines schwarzen Dreiteilers mehrfach zitieren werde, bringt er doch zum Ausdruck, was nur allzu gerne von uns Menschen übersehen wird, obwohl es im Laufe der Entwicklung des technologischen Fortschritts immer weniger zu übersehen ist.
Vadén nimmt in seinem Text Stellung zur Ansicht von NextNature, dass Alles letztendlich natürlich ist, was von uns Menschen nicht (mehr) kontrollierbar sei … selbst wenn es von uns Menschen geschaffene Prozesse bzw. Produkte sind. One step further finden Sie  hier 
… und man sollte sich diesen Text wirklich einmal aufmerksam zu Gemüte führen …

    Dass die Geschichte des menschlichen Fortschritts von Grabmälern begleitet wird ist offensichtlich. Vadén schreibt:

... ''It is a simple empirical fact that there has never existed a modern industrial society that has been ecologically sustainable. All known examples of industrial societies have relied on non-sustainable use of (mostly non-renewable) natural resources (timber, coal, natural gas, oil, minerals).'' ...

      Das zeigt sich umso mehr, je moderner die Zeiten werden und je mehr moderne Menschen zugegen sind, wird technologischer Fortschritt doch zunehmend zum Kunstgriff seitens der Menschen sich der natürlichen Ordnung zu entziehen, indem unsere Technologien werden, was Cradle-to-Cradle von Natur aus nicht ist. Da mag es verführerisch sein die Verantwortung für unser Treiben abzugeben und so als Natürlich anzusehen, was jenseits menschlicher Kontrolle geschieht, auch wenn es zuvor kontrolliert werden konnte … oder zumindest vom Konsens so wahrgenommen wurde … man denke nur an Tschernobyl und Fukushima. Offensichtlich verhält es sich mit der Einordnung von was kontrollierbar ist und was außer Kontrolle geraten ist wie mit der eingangs erwähnten Schwarz- bzw. Weißmalerei.
Vadén weiter:

... ''All culture is not technology, but technology can be seen ubiquitously as the culprit of destruction and doom only through defining technology through its negative side.'' ...

    Kann somit auch als technologischer Fortschritt angesehen werden, was indigene Völker im Einklang mit natürlichen Kreisläufen, und somit unter Achtung von Wiegen, zur Wahrung ihrer Kultur imstande waren zu leisten ? Begann technologischer Fortschritt so gesehen nicht bereits mit der Beherrschung des Feuers und der Hervorbringung menschlicher Sprache ? Ist dieser Fortschritt nicht die Bildwerdung der Entfremdung von uns EINEN von den ANDEREN, die Wandlung von Wiegen zu Gräbern ?
Cradle-to-Cradle bedeutet, dass jedes Problem zugleich Teil der Lösung ist, während Cradle-to-Grave impliziert, dass jedes Problem weitere, neue Probleme mit sich bringt, weil Beziehungen auf der Strecke bleiben, die jedoch für Wiegen notwendig sind. Versucht der Mensch nun mittels technologischem Fortschritt, im Rahmen seiner Kultur, Cradle-to-Cradle näherzukommen, dann bleibt es jedoch immer einzig bei der Quadratur jener Kreisläufe, die für Cradle-to-Cradle wesentlich sind. Zudem wird aus einem informativen Feedback ein folgenreiches Verlustgeschäft, auf Kosten der Wiegen, was als Sieg für die Grabschaufler angesehen wird … doch dazu mehr im vierten Teil dieses Schwarzmal(ex)kurses.

   Natürliche Kreisläufe und Feedbacks sind die Basis für Antifragilität, die Cradle-to-Cradle mit in jede Wiege gelegt wird, während unser  Versuch  
, es den Wiegen gleichzutun, immer nur robust erscheint, aber nie wahrhaftig die Kurve bekommt, so unter der Oberfläche die eigentliche Fragilität unseres Fortschritts zu verbergen verstehend. Ein Unterfangen, welches seinerseits die Basis für Cradle-to-Grave darstellt.
Antifragilität bedarf es, um die HARMONIE eines GANZEN bewahren zu können, durch alle interpretierten Zeiten hindurch, erst recht, wenn eine Spezies der Fragilität verfallen ist und obendrein immer mehr Gefallen an ihr findet. Allerdings bedarf es auch der Fragilität, und des damit einhergehenden verführerischen Scheins von Robustheit, damit, bedingt durch den technologischen Fortschritt einer Spezies, alle Spezies den wahren Fortschritt voranbringen können, dessen es wiederum bedarf, um den technologischen Fortschritt unnötig werden zu lassen, nachdem dieser sich maximal austoben durfte, ist dieser doch stets nur interpretatorisches Mittel zum Zweck der Problematisierung des eigentlichen PROBLEMS des verkörperten Lebens als Ganzes … während der wahre Fortschritt der informierte Lösungsweg dieses besagten PROBLEMS ist. Wahrer Fortschritt, mit dem Ziel der Kohärenz, kennt dabei kein Zurück. Technologischer Fortschritt dagegen ist gepflastert mit Rückschritten, Rücktritten, und Rückschlägen, großen, wie kleinen. One step further beschreibt warum.

   Die Idee der Verkörperung von Bewusstsein in Form von Ameisen brachte eine Vorahnung des Ameisenbären mit sich … ganz im Sinne von Cradle-to-Cradle. Aus Sicht technologischen Fortschritts sieht es dagegen anders aus, denn, wie es Vadén ausdrückt, der Mensch, welcher das Schiff erfand, erfand auch die Möglichkeiten des Schiffunglücks. Je größer unsererseits die Sicherheitsvorkehrungen ausfallen, um die Kontrolle über unsere Technologien und all ihrer Möglichkeiten zu bewahren, desto robuster erscheint diese Technologie, desto eher wird sie als Errungenschaft gutgeheißen und in den Alltag aufgenommen, desto ausgeprägter jedoch ist ihr Potenzial zur Realisierung von Fragilität, wenn die Kontrolle nicht mehr gewährleistet werden kann.
Was in der Natur dem Ameisenbären entspricht, überträgt der Mensch nunmehr auf Computersysteme. Oder anders ausgedrückt: Die natürliche Diversität von Wiegen, die wieder zu Wiegen werden, versucht der Mensch auf ein System zu übertragen, um autonom ablaufen zu lassen, was von Natur aus allerdings dynamisch in unmittelbarer Verbindung mit etwas steht, worauf das künstliche System keinen Zugriff hat. Dieses System, man mag es als  Black Box 
bezeichnen, hat keine Beziehung zur HARMONIE, weil das Gespür für selbige nicht Teil einer Black Box sein kann. Oder allgemeiner formuliert: Egal, in welcher Umhüllung technologischer Fortschritt daherkommt, sei es Hitze (Lagerfeuer), ein Wort (Sprache), oder eine Kiste (Computer), technologischer Fortschritt bringt immer die Schaufel (Trennung) mit, mit der er, zum einen, sein eigenes Grab schaufelt, und, zum anderen, nach dem sucht, was er zum weiteren Fortbestehen immer dringender nötig hat. Und damit gehen wir einen weiteren Schritt weiter … ganz im Sinne von Tere Vadén … und zwar im folgenden Teil dieses schwarzen Vierteilers …


 Seitenanfang 





























 April 2014      BEYOND   


Schwarzmalerei Teil 2

   Um der eigentlichen Agenda des technologischen Fortschritts auf die Spur zu kommen und um seine scheinheilige Kostümierung der maskenhaften Robustheit zu durchschauen, sich so der darunterliegenden Fragilität bewusst werdend, folgen wir neben Tere Vadén zwei weiteren Autoren, die gemeinsam enthüllen, woraus der technologische Fortschritt der Menschheit gestrickt ist.
Anbei ihre Darlegungen, ausgeführt in meinen Worten … und auch wenn nun viele schwarze Punkte folgen, welche einen roten Faden zur Lunte werden lassen, sollte der lange Weg zum energetischen Knallbonbon letztendlich ein lohnender sein, denn die Offensichtlichkeit allgegenwärtiger Schwarzmalerei ist in der Tat das perfekte Versteck, welches ein Geist ersonnen hat, der sein Handwerk versteht …


 Tere Vadén – One step further  
  • indigene Kulturen liefern die weitreichenste und ausführlichste Dokumantation von Nachhaltigkeit, sprich, Cradle-to-Cradle
  • Menschheit ist heutzutage so zahlreich vertreten und die Zerstörung der Umwelt so fortgeschritten, dass es unmöglich ist, ohne weitere Gräber zu schaufeln, einem indigenen Lebensstil nachzugehen und sich wie gewohnt in Sicherheit zu wiegen
  • der Mainstream sieht die Menschheit als unabhängig von der Natur an, er spricht gar von einem Sieg über sie, der bereits errungen scheint
  • dieser vermeintliche Sieg konnte aber nur durch den Einsatz hochwertiger Ölvorkommen realisiert werden
  • technologischer Fortschritt macht Rückschritte, in Abhängigkeit von den ihn ermöglichenden Energieträgern, jederzeit möglich
  • der technologische Fortschritt ist so einmalig wie der Energieträger, der ihn nährt
  • alles Plastik dieser Welt ist in den letzten knapp 100 Jahren entstanden
  • der gesamte menschgemachte Fortschritt basiert auf nicht-menschgemachten Energieträgern, die nicht erneuerbar, und damit einmalig, sind
  • ohne diese Energie bewegt sich der gesamte technologische Fortschritt kein bisschen ( weiter fort )
  • so gesehen hätte NextNature Recht mit der Behauptung, dass etwas umso natürlicher ist bzw. wird, je unkontrollierbarer es von Menschen ist bzw. wird, denn die zukünftige Energieversorgung des Fortschritts ist alles andere als unter Kontrolle
  • was wir, bezogen auf das moderne Leben, als ‘gegeben’, als ‘selbstverständlich’ ansehen, ist in der Tat einmalig
  • die natürliche Ordnung kann nicht perfektioniert werden, auch nicht prinzipiell, schon gar nicht von Menschen, egal, wie geistreich zu Werke gegangen wird
  • der Mensch kann höchstens danach streben die natürliche Ordnung, und die Natur insbesondere, nicht zu un-perfektionieren, wobei der technologische Fortschritt genau das nicht ermöglicht
  • unser modernes ”Verständniss” von Design und Verbesserung schafft eher Gräber, aber keine Wiegen … von Nachhaltigkeit keine Spur, da längst natürliche Feedbacks und Erfahrungen von Generationen dem kurzfristigen Profit zum Opfer gefallen sind
  • was indigenen Hütern von Wiegen heilig war, sprich, dem wahren Wesen des GANZEN entsprach, ist längst der Effizienz von Produktionsprozessen gewichen … Trennung, statt Vereinigung … Entfremdung, statt Gemeinschaft … Expansion, statt Ausgewogenheit
  • indigene Erfahrungungsschätze und gewachsene Erkenntnis, direkt weitergegeben durch Bräuche, Riten und orale Erzählungen ( nicht durch Niederschriften ! ) sind in ihrem wahren Wert für die Nachhaltigkeit nicht wissenschaftlich erfassbar, das Vermögen der Wiegen verschwindet in den Gräbern modernen Unvermögens
  • technologischer Fortschritt, in Form der Industrialisierung jedweder Art, zerstört die materiellen Bedingungen nachhaltiger Erkenntnisse und die Erkenntnisse selbst, wodurch der weitverbreitete Eindruck entsteht, dass der Fortschritt im Grunde gar nichts zerstört hat, weil ja scheinbar nichts vorhanden war, was zerstört werden hätte können … Leugnung der Kohärenz, der Verbundenheit allen Lebens miteinander
  • die Nutzung von Energieträgern, die ein hohes Maß an Überproduktion ermöglichen, versperren die Möglichkeiten Kohärenz erfahrbar, spürbar, zu machen, weil die Feedbacks und zyklischen Kreisläufe zwischen Produktion und Verbrauch, zwischen eigentlichem Rohstoff und Abfällen, durchtrennt werden
  • Cradle-to-Grave ist der Verlust natürlicher Feedbacks und zyklischer Kreisläufe, die über viele Generationen dynamisch, und damit auf lange Sicht ausgewogen, mit den Anforderungen gewachsen sind
  • unser technologischer Fortschritt ist Ausdruck unserer Selbstüberschätzung und zugleich Verkennung unserer wahren Rolle für das GANZE
  • um nachhaltige Lebensstile zu realisieren, im Sinne von Cradle-to-Cradle, bedarf es der fortwährenden Kooperation mit jener nicht-menschlichen Umgebung, die unsererseits nicht unter Kontrolle zu bringen ist, unter Einsatz benötigter Energie, die nicht entwurzelt ist, sprich, direkt vor Ort des Bedarfs ausreichend zur Verfügung steht, ohne, immer beziehungsloser zum eigentlichen Ursprung, von A nach Z, über B bis Y, geleitet und umgewandelt zu werden … Informationsverlust
  • die Konsequenzen, die sich dadurch für das Leben am Ursprung A ergeben, dass in Z mit der ursprünglichen Energie etwas gebaut bzw. produziert werden kann, gehen nicht in die Erfahrungen ein, die die Produktion mit sich bringen, auch Feedbacks finden keine Berücksichtigung … ölreiche Gegenden verkommen auf Kosten der Prosperität anderswo, wobei diese Prosperität ihrerseits seltsame Blüten treibt, in Form schwarzer Blätter, als Ausdruck von Entfremdung, Künstlichkeit, Raubbau und Dekohärenz, denn die Masse der Menschen zieht es dorthin, wo der technologische Fortschritt zu verführen weiß

 Tere Vadén – Oil and the Regime of Capitalism  
  • Kapitalismus ist ein sehr fragiles System
  • Umweltprobleme haben kein Limit jenseits welchem sie uns als intolerabel erscheinen, denn solange es langsam genug geschieht können sie immer schlimmer werden
  • solange Veränderungen langsam genug geschehen erscheinen sie den Menschen nicht negativ genug, um sich weiter ihrem (kapitalistischen) Schicksal zu ergeben
  • nichts läuft ohne günstiges Öl
  • unsere Gesellschaft baut komplett auf natürlichen Rohstoffen auf, die endlich und einzigartig sind
  • Öl ist konserviertes Sonnenlicht
  • technologischer Fortschritt bringt Ölsklaven hervor
  • Wenn  EROEI   , “Energy Return on Energy Invested” , auf Deutsch ”Energieerntefaktor”, für eine Lebensform negativ ist, rückt ihr Lebensende umso eher näher, je länger / ausgeprägter EROEI negativ bleibt
  • technologischer Fortschritt ist abhängig von dem hohen EROEI hochwertiger Ölquellen
  • um die Produktivität und Effizienz des Fortschritt am Laufen zu halten bedarf es immer mehr Menschen, die, um leben zu können, einer bezahlten Arbeit nachgehen müssen, anstatt einfach leben zu können, genannt Wirtschaftswachstum … Expansion
  • es gibt immer weniger hochwertige Ölquellen
  • die solare Energie, die über sehr lange Zeiträume im Öl gespeichert wurde, wird durch uns Menschen in einem Bruchteil dieser Zeit umgewandelt ( in reaktive Unordnung )
  • das kapitalistische und sozialistische Wirtschaftssystem des letzten Jahrhunderts basierte auf einem einmaligen Geschenk, einmalig, weil unwiderbringlich, und einmalig, weil inzwischen nahezu verbraucht
  • insbesondere die moderne Landwirtschaft benötigt hochwertiges Öl mit hohem EROEI … immer mehr Menschen essen dadurch bedingt Tonnen hochwertiges Öl (statt natürlicher und naturbelassener Nahrung)
  • basiert (insbesondere) die Hegemonie westlicher Staaten nicht weniger auf moderner Naturwissenschaft und Technologie, und nicht weniger auf den Früchten des Zeitalters der Aufklärung und der Individualität, als vielmehr auf dem natürlichen Geschenk aus Kohle, Gas, Öl … und Uran ?
  • ohne hochwertiges Öl keine auf Dauer brauchbaren Energiealternativen, weder nuklearer, noch ”grüner” Art, denn deren EROEI sinkt, des energetischen Raubbaus wegen
  • der Fluch des technologischen Fortschritts ist, dass immer weniger Energie letztendlich genutzt werden kann, obwohl immer mehr Energie bis zur Nutzung aufgebracht wird bzw. aufgebracht werden muss
  • der Höhepunkt globaler Ölproduktion war im Sommer 2005 … und damit einhergehend der Höhepunkt des industriellen Wirtschaftswachstums und des günstigsten Öls
  • ist die verbreitete Annahme, dass moderner Wohlstand Folge verbesserter Technologien und Spezialisierung ist, noch länger haltbar ?
  • eine ideologische Blindheit, bezüglich der Quelle des Wirtschaftswachstums, scheint allgegenwärtig
  • eine Kultur, die sich der eigentlichen Grundvoraussetzung dieser Kultur selbst nicht bewusst ist, kann gar als nihilistisch veranlagt angesehen werden

 Lasse Nordlund – Foundations of our life  
  • fundamentale alltägliche Erfahrungen schwinden, wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen an Bedeutung
  • der Einsatz von Rohstoffen ändert sich dramatisch, wenn sie von Hand herangeschaft werden müssen
  • der ausgeglichene Austausch von Energie ermöglicht Selbstversorgung, woraus eine Beziehung zwischen Mensch und Rohstoff hervorgeht
  • die ausgewogene Beziehung zwischen unserer Arbeit und angesammelter Energie kollabierte mit Beginn der Industrialisierung
  • wir verzerren diese Beziehung umso mehr, je mehr fremde, sprich, entwurzelte, Energie wir in Prozesse investieren, die nicht einzig durch den Menschen an sich, durch seine körperliche Arbeit, bewerkstelligt werden können
  • je technologisch fortgeschrittener eine Maschine ist, desto mehr Energie benötigt ihre Herstellung, weil die Maschinen zur Herstellung der Maschine ebenfalls Energie verbrauchten, genauso wie jene Maschinen, die benötigt wurden um die Maschinen zu bauen, die unsere moderne Maschine bauen, usw. …
  • das technologische Knowhow wird immer energielastiger, während Knowhow, welches über Generationen weitergegeben und erweitert wird, keinen derartigen Energiezuwachs verzeichnet … wenn die Ausgewogenheit mit der Umwelt erhalten bleiben kann
  • trotz der modernen Energiesparmentalität und der Effektivität von Produkten bezüglich Verbrauch, nimmt der Energiebedarf in der Produktion insgesamt zu
  • jedes technologische Versprechen, bezüglich Energieeinsparung, ermöglicht neue Wege zunehmenden Energieverbrauchs … bestes Beispiel ist die ”digitale Revolution”
  • der Energieverbrauch eines Produkts im unmittelbaren Einsatz verschleiert sämtlichen Energieverbrauch, der nötig war, damit das Produkt derart ”sparsam” zum Einsatz kommen kann, z. B. der Verbrauch durch Rohstoffgewinnung, Planung, Entwicklung, Forschung, Infrastruktur, Marketing, Vertrieb, Wartung, Entsorgung von Abfällen, Produktionsstätten, Firmengebäude, …
  • eine Lebensform für sich betrachtet, wie in der ”freien Wildbahn” bzw. in der ”freien Natur”, setzt Energie bei weitem direkter und ökonomischer um, als sämtliche Errungenschaften des technologischen Fortschritts
  • ein finnischer Farmer mit Traktor unterstützt 50 Menschen, aber mit dem Energieeinsatz von 1500 Menschen, um ein Feld zu bewirtschaften ( Stand 1987 )
  • Effizienz bezieht sich im Laufe des Fortschritts immer mehr auf die Zeit, die ”eingespart” werden kann
  • je einfacher, sprich, direkter das genutzte Werkzeug die eingesetzte Energie in ein Produkt umsetzt, desto eher entspricht dieses ”wahrer” Effizienz, je weniger Hightech-Material zum Einsatz kommt, desto weniger Energie führt zum Produkt der Arbeit
  • die Sparsamkeit einer LED-Leuchte ist nur Schein, im Vergleich zu einer einfachen Glühbirne ( erst recht, wenn nicht noch künstlich ihre  eigentliche Lebensdauer  herabgesetzt wird )
  • Tiere, die ihren Energiehaushalt auf den unausgewogenen Energiehaushaltes unseres Fortschritts umstellen würden, könnten nicht lange überleben
  • der Austausch von Beziehungen, zwecks Bewahrung der Ausgewogenheit, weicht mehr und mehr der Bedeutung wirtschaftlicher Profitabilität und Interessen … Geld, statt Nachhaltigkeit … Gräber, statt Wiegen
  • nachhaltiger Austausch, zwecks eines Handels, gelingt am besten zwischen zwei Parteien, Geld dagegen ermöglicht es unzähligen Parteien an diesem Austausch teilzunehmen, auf Kosten der Nachhaltigkeit und natürlich gewachsener und gefestigter Beziehungen
  • Geld zerstört die Informationen bezüglich des wahren Energieeinsatzes, der Preis bestimmt die Tragweite der Wandlung von Informationen in Daten
  • der Preis für ein Produkt fällt umso mehr, je mehr der gesamte Energieeinsatz für das Produkt auf Kosten menschlicher Arbeit geht … je technologisch fortgeschrittener ein Produkt ist, desto teurer müsste es werden
  • das Defizit an Energie schreitet mit dem Fortschritt selbst immer weiter voran
  • wir verbrauchen mehrere hundert Male mehr Energie pro Nahrungseinheit als ein Steinzeitmensch
  • was wirtschaftlich rentabel ist, ist ökologisch gesehen eine Katastrophe
  • eines unserer Hauptprobleme ist nicht der Mangel an Energie, sondern unser Unvermögen, als Gesellschaft, mit unseren Rohstoffen ausgewogen umzugehen, unser Problem ist somit vielmehr ein Zuviel an Energie
  • es gibt keinen umweltfreundlichen ”Fair-Trade”  … außer, ohne Geld, über kurze Distanzen zu handeln
  • Biodiesel ist offensichtlich ein Widerspruch in sich
  • Tiergemeinschaften setzen Energie so ausgewogen wie möglich ein und um
  • es ist wahrscheinlich, dass auch Menschen in ihrem Genom populationsregulierendes Verhalten inne haben
  • Gemeinschaften wachsen, von Natur aus, wenn sie zu klein sind und sie teilen sich, wenn sie zu groß werden
  • Aggressionen dienen dem Ausgleich derartiger Unausgewogenheiten
  • die notwendig werdende Infrastruktur einer Gesellschaft, jenseits der Gemeinschaft, erhöht das Energiedefizit, weshalb immer mehr Energie von außerhalb der Gesellschaft ( Staat ) benötigt wird … inklusive des Ausbaus der dazu benötigten Infrastruktur
  • ein derartiges Defizit an Energie führt zu einer Form von Aggression, die sich grundlegend von jener in der Natur unterscheidet
  • Menschen verändern die natürliche Ordnung in Richtung Schwächung … Raubbau durch Grabräuber
  • wir leben zunehmend in einer Gesellschaft der ”Gelegenheiten”, ohne Intuition dahingehend, ob der Weg, den wir gehen, gefährlich ist … oder nicht
  • der Konflikt zwischen den unbekannten Pfaden unserer Gesellschaften und den bewährten Wegen ausgewogener Gemeinschaften ist offensichtlich … Spannungspotenzial entsteht

 The Barbarian – Philosophers of the future  
  • was, wenn alle bedeutenden Dynamiken der Menschheitsgeschichte … Kriege, Machtspielereien und Erfindungsreichtum … einzig auf Energie, und den Technologien, deren Nutzung diese ermöglichen, beruhen ?
  • wie können subjektive und von einander getrennte Erfahrungen ein Einssein hervorbringen ?
  • die aktuell energielastigste Technologie ist die Digitalisierung der Welt
  • das gesamte westliche Konstrukt der Welt basiert einzig und allein auf der indoktrinierten naturalistischen Idee unendlicher Gelegenheiten durch nicht minder unendliche fossile Energieträger, allen voran Erdöl
  • jeder Mensch hat das Recht arm zu sein, ”arm” im Sinne, der Gesellschaft den Rücken zukehren zu dürfen, um einem indianischen ”Gesetz” zu folgen, nämlic,h das Recht zu haben die Natur zu nutzen, ohne sie jedoch je zu besitzen
  • Verschiedener Meinung zu sein bewahrt die natürliche Ausgewogenheit, denn Menschen, die in unterschiedliche Richtungen unterwegs sind, können die Natur nicht derart umwälzen, wie Menschen, die beim Bau gewaltiger Mauern und gigantischer Stauseen miteinander kooperieren

    Aus dieser Entknäuelung des energiereichen roten Fadens, der sich mehr und mehr als jahrmillionenlange Lunte offenbart, folgt aus Sicht des GANZEN Folgendes:
  • die Komplexität der Realität nimmt zu, weil immer mehr entwurzelte Energie benötigt wird, um den technologischen Fortschritt weiter voranzutreiben
  • Sicherheitsvorkehrungen müssen weiter erhöht werden, um die Nachfrage nach Energie zu erfüllen
  • Komplikationen in der Anwendung neuer Technologien werden langwieriger und weitreichender
  • bedingt durch den Einsatz entwurzelter Energien versiegt der natürliche Informationsfluss, es kommt zu Datenkanälen und Daten(um)leitungen
  • Zyklen der natürlichen Ordnung werden durch den technologischen Fortschritt recycelt und so, den Energieträgern gleich, entwurzelt … starre Rhythmen, statt fließender Dynamik
  • dadurch beschleunigt sich die Übertragung von Dekohärenz auf die natürliche Ordnung, was zu Gegenregulationen seitens der natürlichen Ordnung, der Natur inklusive, führen muss, um die HARMONIE des GANZEN bewahren zu können
  • technologischer Fortschritt trennt und nimmt gefangen, die Folge ist Dekohärenz und das Unvermögen, seitens der Menschen, im Einklang mit dem Leben als Ganzes zu sein
  • es mangelt zunehmend an bewussten Grenzerfahrungen bezüglich eigener Möglichkeiten, geschöpft aus eigener Kraft, und es mangelt zudem an Feedbacks und Generationen übergreifenden Erfahrungen
  • wahrer Fortschritt vereint und befreit, die Folge ist Kohärenz, die sich als Vermögen äußert den Einklang zu bewahren und zu fördern, woraus sich Grenzerfahrungen ergeben, die zu Feedbacks führen und Erfahrungen über Generationen hervorbringen, mittels Hörensagen, statt energielastiger Kommunikation mittels Apparaturen
  • technologischer Fortschritt hat wenige, vermeintliche, Gewinner zur Folge, auf Kosten Aller, weil die eingesetzte Energie nicht direkt mit ihrem Ursprung verwurzelt ist, sondern entwurzelt vom Ursprung anderswo zum Einsatz kommt, mitunter Millionen Jahre später
  • wahrer Fortschritt erbringt Gewinn für Alle, weil die Beziehung zwischen dem Ursprung der Energie und dem Einsatz dieser Energie Wurzeln auszubilden vermag, und so manchem Sturm der Unordnung gewachsen ist
  • der Einsatz entwurzelter Energie geschieht in der Gegenwart durch das Zurückgreifen auf die Vergangenheit, um Probleme für die Zukunft zu schaffen
  • die direkte, wie indirekte Nutzung des Sonnenlichts durch das Leben ist in selbigem tief verwurzelt, so unmittelbar Lösungen hervorbringend
  • Kriege und andere Aggressionen im Namen der Energiebeschaffung und -sicherung werden geführt, um Robustheit vorzugeben und sich als robust zu verkaufen, weil die zugrundeliegende Fragilität, deren Ausdruck der technologische Fortschritt ist, nicht akzeptiert werden kann
  • je größer der Energiebedarf, desto ausgeprägter die bereits geschaffene Dekohärenz
  • Sonnenlicht erfüllt Lebewesen mit gefühlter Energie, um dem Kohärenzgefühl treu bleiben zu können
  • entwurzelte Energie treibt einzig die Emotionalisierung der Realität voran
  • je entwurzelter die Energie, desto seltener geschieht direkte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht, desto eher brechen Gemeinschaften auseinander, und desto größer und zahlreicher werden verschiedene Gesellschaftsformen, desto schneller gehen wahre Erfahrungsschätze verloren
  • je mehr Produkte mit Hilfe entwurzelter Energie exportiert werden können, desto größer die Abhängigkeit von immer mehr Energie, desto größer das Aggressionspotenzial im Falle sinkender Energieversorgung, und desto mehr Gesellschaftsprobleme treten in den Vordergrund
  • Ängste, und alle anderen Schatten und dunklen Gestalt(ung)en, haben ihren Ursprung in der Entwurzelung von Energie
  • Ängste nehmen zu, Schatten werden bedrohlicher und die dunklen Gestalt(ung)en mehr, indem Energie geraubt oder die Absicht von Raub offensichtlich wird
  • Fragilität baut aufeinander auf, somit bewirkt ein moderner Computer mehr Fragilität, als es die erste Dampfmaschine tat, weil der Computer alle verlorenen Feedbacks … und damit Gräber … in sich vereint, die zu seiner Entwicklung, von der Dampfmaschine an, geführt haben, daher muss immer tiefer, und weitreichender an Auswirkungen, gegraben werden, um die jeweils aktuelle Fragilität vergraben zu können ( atomares Endlager, … )
  • sor geht technologischer Fortschritt mit der Expansion von Daten einher, auf Kosten wesentlicher Informationsflüsse, sind Daten doch der Ausdruck von Dekohärenz und Überbringer der Kunde von zunehmender Komplexität
  • Daten sind entwurzelte Informationen, deren Speicherung mehr Energie bedarf, als das Verbreiten der Information benötigt, aus denen die Daten letztendlich als Vereinfachung, zwecks Verallgemeinerung, hervorgehen
  • Kooperation, zur Sicherung der eigenen Existenz, ermöglicht Raubbau und Energiedefizite, während die indigene Kooperation mit der Umwelt nachhaltig und energetisch ausgewogen ist … sie dient dem Leben als Ganzes, statt nur die Existenz Einzelner zu gewährleisten

     Wozu werden Kriege seit Jahrtausenden im Namen der Energiesicherung, direkt, wie indirekt, materiell, wie bildhaft, geführt ? Um Stärke zu beweisen ? Um zu demonstrieren, welche Macht man hat ? Um klar zu machen, dass Angst vor Konsequenzen keine Option darstellt ? Oder aber, um die zunehmende Schwächung in den eigenen Reihen möglichst lange zu verbergen ? Denn um nichts anderes geht es beim technologischen Fortschritt, als um die Kostümierung von Fragilität als Robustheit, indem vorgegeben wird man könne jederzeit Berge versetzen. Doch werden Berge eher abgetragen, um jene Energie zu rauben, die zur Aufrechterhaltung der geschminkten Fassade immer dringlicher benötigt wird. Aus dieser Bedrängnis geht jene Aggression hervor, die typisch ist für gesellschaftfähige, aber gemeinschaftsunfähige Menschen, jene Aggression, die es in dieser Form nicht in der Natur gibt, zumindest nicht, solange der Mensch seine Finger nicht im Spiel hat und, für sich gewinnbringend, manipuliert … anstatt mit seinen eigenen Händen die energetische Ausgewogenheit für das Leben als Ganzes zu bewahren.

   Der Unterschied dieser beiden Ausdrucksformen von Aggression ist folgender: Was in der Natur als aggressiv, von uns Menschen, gedeutet wird, ist die Begegnung der unmittelbaren Anwendung der Möglichkeiten derer, die aufeinander treffen. Dabei geht es um das eigene Vermögen eines Lebewesens bewusst an Grenzen zu stoßen, der Grenzerfahrungen wegen, der Erzeugung, des Erhalts und der Erweiterung des Lebens als Ganzes wegen. Aggressive Menschen dagegen haben nur den Schutz des eigenen Lebens im Sinn und bezeugen durch ihr Verhalten eher das Unvermögen, bewusst an ihre eigene Grenze gelangen zu wollen, um Grenzerfahrungen zu machen, die dem Leben als Ganzes zugute kommen können. Dass der Schutz des eigenen Lebens dabei mit ”fortschrittlichen Dingen” einhergeht, bestärkt das Unvermögen und läuft dem Vermögen des Lebens zuwider, wodurch sich zuvor erwähnter Raubbau, als Energiedefizit, manifestiert. Somit lebt der Mensch seine Aggressionen nicht als eigene Grenzerfahrung der direkten Begegnung, als ein Aufeinanderzugehen, aus, sondern vielmehr als Vertrauensbeweis der Grenzen, die seine ”fortschrittlichen” Werkzeuge und andere geistreiche Produkte  ihm setzen. Unser Unvermögen versuchen wir durch Fortschritt zu vertuschen, ohne uns selbst dabei wirklich kennenlernen zu können. Somit berauben wir uns, unterm Strich, selbst. Wir schaufeln unsere eigenen Gräber, nicht mit Holzschaufeln, sondern mit riesigen Baggern und reichlich Sprengstoff.
Und all das nahm seinen Lauf, als wir den ersten Ast von einem Baum absägten, auf dem wir selber saßen … nur weil wir uns von dem Gedanken trennen wollten immerzu nur gemeinsame Sache mit der Gemeinschaft des Lebens zu machen. Doch, erstens, kam es ANDERS, und, zweitens, als wir EINEN dachten … und so denken wir größtenteils noch heute … die Konsequenzen dieses Falls möglichst profitabel als Fortschritt verkaufend.

    Das Leben ist die Kettenreaktion der Bewusstwerdung … und so lässt es die versteckte Energie im Innern der Erde im dritten Teil der Schwarzmalerei mal so richtig krachen, die Offensichtlichkeit preisgebend, zu welcher der rote Faden der realisierten Erdgeschichte führt, der die Lunte ist, die mit jenem Ast entzündet wurde, auf dem der Mensch saß, bevor er vom  Weltenbaum  herunterfiel, um sein eigenes Ding bzw. immer mehr Dinge zu machen …

      So ist nicht alles Gold was glänzt und nicht alles fossil, was schwarz ist. Es ist auch nicht alles geschenkt, was kostenlos ist, so wie manches Geschenk mit hohen Kosten verbunden ist. Manches Trojanische Pferd erscheint auch nur als solches, nur um sich im Nachhinein doch als wahrhaftiges Wildpferd herauszustellen, als Geschenk der Natur, schwarz wie Kohle und Öl zusammen, und obendrein mehr wert als alles Gold der Welt. Dass mag verrückt klingen, ist aber der ganz normale Wahnsinn, wenn Geist gewillt ist das Systematisieren des Systemischen zu maximieren, woraus Geist letztendlich seine Energie bezieht, entwurzelt, egozentrisch und immer selbstbewusster werdend. Kein Wunder, das Pflanzen kein Exportweltmeister in Sachen Energie werden können und der moderne, selbstbewusste Mensch trotz Überproduktion von Energie an Energie im Wesentlichen verarmt …


 Seitenanfang 









































































 April 2014      BEYOND   


Schwarzmalerei Teil 3

     Was unterscheidet Geld vom Sonnenschein ? Was unterscheidet Gräber von Wiegen ? Wie äußerst sich wahrer Fortschritt, im Gegensatz zum technologischen Fortschritt des geistreich verkörperten Bewusstseins in menschlicher Darreichungsform ? Welches Muster schlängelt sich als roter Faden einer längst entzündeten Lunte durch die gewohnte, und mit Jahreszahlen belegte, Geschichte der Menschheit, nachdem ihr Fall aus der Gemeinschaft des Lebens bühnenreif wurde ? Woher nimmt die Menschheit seitdem die Energie, um auf die Spitze zu treiben, was ihr durch diese Energie ermöglicht wird ? Und wie kann die Menschheit an einem Energiedefizit leiden, während ihr zugleich immer mehr Energie zur Auslebung ihres Fortschritts zur Verfügung gestellt wird, dem Wahn eines Geistes folgend, der Robustheit anpreist, aber selbst Ausdruck von Fragilität ist ?

    Lebewesen, Pflanzen voran, nehmen Sonnenlicht direkt auf, können es jedoch nicht auf die lange Bank schieben. Ein Photon kommt und würde wieder gehen, wenn die Pflanze nicht in der Lage wäre es unmittelbar einzufangen und in Zucker umzuwandeln, um so Energie vorübergehend auf dem eigenen Konto anzulegen. Es besteht immer eine direkte Beziehung zwischen dem Licht, der Pflanze und dem Ordnungsvermögen der Pflanze, woraus letztendlich wohlinformiert der Zucker hervorgeht. Dabei wandelt die Pflanze einzig so viel Licht in Zucker um, wie es ihr möglich ist und wie notwendig es für die Pflanze ist, damit sie in ihrem unmittelbaren Umfeld weiter bestehen kann.

   Diese Beziehung geht einher mit Feedbacks und Wechselwirkungen, welche die Qualität der Umwandlung an Veränderungen anpassen und, auf lange Sicht, stets ein möglichst optimales Zusammenspiel verschiedenster Faktoren gewährleisten … im Einklang mit allen anderen Beziehungen und Feedbacks anderer Lebewesen, trotz zunehmender Störungen durch menschliche Lebensformen und ihres Schaffens. Wie der natürlichen Ordnung diese philharmonische Meisterleistung, zur Aufrechterhaltung der HARMONIE, noch immer gelingen kann, trotz all unserer geistigen Ausgeburten, wird Thema eines anderen Artikels, außerhalb dieses schwarzmalenden Vierteilers, sein …

    Ganz anders sieht es dagegen beim Geld aus, wobei Geld an sich ist ja nicht das eigentliche Problem ist. Probleme ergeben sich erst aus den Möglichkeiten, die Geld realisieren kann, weil es Währungen darstellt, die eine Spezies ersonnen hat, während Sonnenlicht der Bewahrung aller notwendigen, und somit möglich werdenden, Spezies dient. Zudem hat sich Sonnenlicht im Laufe der realisierten Zeit für das Leben bewährt, was man vom Geld nicht gerade behaupten kann, bedenkt man den nicht enden wollenden Appetit des Kaputtalismus und anderer Experimente. Dieses geschieht vornehmlich dadurch, dass, im Gegensatz zum Sonnenlicht, Feedbacks und Beziehungen verschwinden und Geld, jederzeit und anderswo, von irgendwem eingesetzt werden kann, während das Sonnenlicht das Leben über unmittelbare Zusammenhänge informiert, Stichwort Biophotonen und morphogenetisches Feld. Sonnenlicht kann somit niemals angemessen mit Geld aufgewogen werden, auch nicht als sogenannte Energiealternative mittels Solarzellen oder Solarthermie.

    Was für das Verhältnis von Pflanze und Sonne ganz natürlich ist, wird beim Geld zunehmend künstlich. Künstlich bedeutet diesbezüglich nichts anderes, als dass neue Probleme ohne Lösung der vorherigen Probleme auftauchen und diese daher längere Zeit bestehen bleiben und sich, mitunter als Normalität, ansammeln können, während von Natur aus das Problem bereits Teil der Lösung ist und es so nie zur Normalität kommen kann. Daher kann auch keine Digitalwährung die Probleme lösen, welche durch das Geld an sich erst ermöglicht wurden, im Gegenteil, verstärken Digitalwährungen, wie z.B. Bitcoin, das Ausmaß der Beziehungslosigkeit und mangelnder Feedbacks noch zusätzlich. Aus gleichem Grund kann ein Militärbündnis, wie z. B. die NATO, im Versuch für Ordnung zu sorgen, der Gemeinschaft der NATürlichen Ordnung nie das Wasser reichen. Die Kosten (Energiebedarf) übersteigen daher den Einsatz (zur Verfügung stehende Energie), bezogen auf die Verkettungen, die sich, im Versuch Probleme zu lösen, an anderer Stelle bzw. anders geartet, ergeben. Es kommt zur Entwurzelung der Ursprünge im Kontext jener Geschichte, die über lange Zeit ansonsten hätte wachsen können, so eine energetische und energetisierende Tradition darstellend. Stattdessen entwickelt sich zunehmend eine Lügengeschichte voller Wahrheiten, die jedoch nur zwischen den Zeilen zu spüren sind. Wachstum bezeichnet dabei keine, nach menschlichem Ermessen, zunehmende Größerwerdung bzw. Expansion, sondern die sich verstärkende Dichte von sich aufeinander einschwingenden Zusammenspielen und Wechselwirkungen, woraus Kohärenz hervorzugehen vermag.

    Was ist mit Entwurzelung gemeint ? Geld ermöglicht mir Tätigkeiten in Anspruch zu nehmen, die ich nicht tätigen kann, z. B. aus Zeitmangel, oder weil mir die körperliche Fähigkeit, derart tätig zu werden, fehlt, oder weil ich an einem anderen Ort bin, als an jenem, wo etwas getätigt werden müsste. Also gebe ich jemandem Geld, der tätigen soll, was ich selbst nicht tätigen kann. Meine Fähigkeiten und Möglichkeiten sind somit vom Ursprung der Notwendigkeit des direkten Tätigwerdens entwurzelt, sei es zeitlich, örtlich, oder physisch. Um diese Entwurzelung auszugleichen kommt das Geld ins Spiel, mitsamt verschiedenster Ungleichgewichte als Reaktion, unter anderem dadurch bedingt, dass Geld und Energie in ihrer Wertigkeit gleichgesetzt werden. Doch allein schon der Blick auf eine Tankstelle verdeutlicht, dass ein Liter Kraftstoff für moderne Motoren in keinem verwurzelten Verhältnis zum Energieeinsatz steht, der den Kraftstoff derart für mich verfügbar werden ließ, bezieht man alle Aufwendungen mit ein, die vom Ursprung des Öls zum Kraftstoff an der Tankstelle führten. In Teil 2 kamen diese Zusammenhänge bereits ausführlicher zur Sprache.

    Das Problem des Geldes ist mehr und mehr, dass damit immer mehr geistreich und systematisch möglich wird, was immer weniger systemisch notwendig scheint, damit eine Ausgewogenheit für das Leben als Ganzes überhaupt beibehalten werden kann. Die zwangsläufige Folge ist Dekohärenz, weil der Mensch eigenen Wohlstand anstrebt, anstatt zum Wohle des Lebens eigene körperliche Fähigkeiten auszuschöpfen. Geld versucht so in Gesellschaften das zu ersetzen, was in Gemeinschaften von Natur aus ohne Kosten für andere zugegen ist, nämlich die Beibehaltung und Wertschätzung von Hörensagen und Traditionen, um die Erinnerung an das Ursprüngliche bzw. die Ursprünge lebendig zu halten.

Tradition ist nicht das Halten der Asche,
sondern das Weitergeben der Flamme.
Thomas Morus

    Bei einer Pflanze läuft das mittels Photosynthese ebenfalls ganz in der Tradition der HARMONIE, und damit in der Bewahrung der Ausgewogenheit, ausgelebt durch eigenes Vermögen und der eventuellen Erschöpfung der eigenen Fähigkeiten. Stellt sie ihren Zucker einem anden Lebewesen zwecks Nahrung zur Verfügung, indem sie z. B. direkt an Ort und Stelle gefressen wird, geschieht dieses auf ”Kosten” der Pflanze selbst, Kosten, die jedoch niemandem in Rechnung gestellt werden, weil der Sinn dieser Weitergabe von Zucker, als Energie, in der Bewahrung des Lebens als Ganzes liegt und nicht der Vermögensbildung einer einzigen Spezies dient, damit diese Dinge tun könnte, die sie im Rahmen wahren Fortschritts ansonsten nicht realisieren kann. Keine Pflanze kann somit in Anspruch nehmen, was sie selbst nicht imstande ist zu leisten, und wenn sie etwas leistet, wofür sie doch die Hilfe anderer Lebewesen benötigt, z. B. zur Samenverbreitung, dann geschieht dieses im Rahmen von Ausgewogenheit, sprich, soweit möglich, wie notwendig für das Ganze. Ungleichgewichte in der Verteilung von sich ansammelndem Vermögen werden daher wieder ausgeglichen, aufgrund bestehender Feedbacks und Beziehungen, die über lange Zeit gewachsen sind, womit jene ins Spiel kämen, die wir Menschen voreingenommen als  Parasiten 
 bezeichnen … und mit viel Energieeinsatz bekämpfen oder zumindest unter Kontrolle zu bringen versuchen.

   Beim Geld jedoch geht all das zunehmend verloren, weil der Sinn für Kohärenz in keiner Währung ausgedrückt werden kann, während es immer eher zu immer ausgeprägteren Ungleichgewichten kommt, ohne dass sie wieder, zum Wohle des Lebens auf lange Sicht, ausgeglichen werden. Zumal wir Menschen, zunehmend motivierter und geistreicher, daran arbeiten, dass das Ungleichgewicht weiter bestehen kann bzw. noch verstärkt wird, indem wir Probleme in einem immer komplexeren Muster miteinander verketten, anstatt den Ursprung der Kette in Erinnerung zu behalten. So werden zwar Lösungen gefordert, mitunter unter Einsatz von Geld und Experten, die mit der Lösung beauftragt werden, nur richten sich diese kurzgeschichtlichen Kurzsichtigkeiten, aufgrund von Entwurzelungen, längst verspätet noch dazu, an die falschen Stellen. Derjenige, der Lösungen fordert, braucht dabei nicht  selbst aktiv 
zu werden. So vermag niemand die durch Geld ermöglichten Probleme zu lösen, schon gar nicht durch den Einsatz von mehr Geld, kommt doch erschwerend hinzu, dass wir Menschen meinen die Sonne scheinen lassen zu können, obwohl Nacht ist, oder aber der Himmel voller Wolken hängt. Unser Geldsystem verspricht obendrein ewigen Sonnenschein mittels Krediten und mästet sich mittels Zins am Sonnenlicht, obwohl die Sonne anderswo scheint. Es entstehen künstliche Gräber und Wiegen voller  Asche   , undenkbar in der natürlichen Ordnung, wo Ungleichgewichte konsequent dynamisch ausgewogen werden, ohne dass Probleme zu lange überwiegen können, da jedes Problem bereits Teil des Lösungsweges ist und Wurzeln bestehen bleiben, ganz in der Tradition von Gemeinschaften und dem Feuereifer für das Wesentliche. Hörensagen, anstelle von Lug, Trug und Eigennutz, von Angesicht zu Angesicht, ganz konsequent, und in direktem Kontakt mit dem Leben.

   Nachdem der Mensch das Absägen des eigenen Astes vom Weltenbaum, welches gegen Ende des zweiten Teils der Schwarzmalerei zur Sprache kam, vollzogen hatte, zeigt sich dieses offensichtliche Muster des Gräberschaufelns seitdem vielgestaltig im Verlauf entwurzelter Kurzgeschichten, welche unsere Geschichtsbücher füllen. Zum Beispiel im Wandel von Sprachen und menschlicher Kommunikation im Allgemeinen, was besonders deutlich wird, wenn man indigene Völker zu Wort kommen und sie beschreiben lässt, was uns fortschrittlichen Menschen längst im digitalisierten Schriftverkehr abhanden gekommen ist:

... ”Once a language is written down, its speakers suffer immediate consequences. One of the first casualities is memory – as soon as you can write something down, the power to remember goes quickly. Also lost is much of the richness and expressivness of language. [ ... ] The spoken word is the realm of storytellers, poets, and visionaries, it is a plastic and infinitely expandable medium, an art form. Written language crosses into the domain of word-accountants, ”experts” who spend their lives compiling catalogues of words, immense dictionaries trying to affix an exact, almost numerical value to every utterance and human emotion. Certainly this can be a fascinating pursuit, but it’s the antithesis of creative process, which is what speaking in a free language used to be all about.

Ironically, not only does creativity and expressivness suffer once a language becomes a written language – it also becomes easier to lie. When a story or account is written down, history for example, it becomes the accepted version of truth no matter how false the information, or how biased the source. People who live in the oral tradition, however, have to be able to remember what they said. The only way to be sure of this is to tell the truth.” ...

Russell Means & Bayard Johnson – If you’ve forgotten the names of the clouds, you’ve lost your way – S. 4


   Auch anderswo wird das Wesentliche lebendiger Kommunikation, das Weiterreichen wahrer Informationen, offensichtlich:

... ”Deklarative Äußerungen in Piraha enthalten nur Aussagen, die unmittelbar mit dem Augenblick des Sprechens zu tun haben, weil sie entweder vom Sprecher selbst erlebt wurden oder weil jemand, der zu Lebzeiten des Sprechers gelebt hat, ihr Zeuge war.

Mit anderen Worten: Alle Aussagen der Piranha sind unmittelbar im Augenblick des Sprechens verankert und nicht in irgendeinem anderen Zeitpunkt.” ...

Daniel Everett – Das glücklichste Volk – S. 199


    Diese zwei Beispiele verdeutlichen, was es mit weiteren Formen von Entwurzelungen auf sich hat und wie Dekohärenz ihren Auftritt auf der Bühne realisiert. Gesprochene, unmittelbare Worte, als Hörensagen, entsprechen demnach dem Sonnenlicht, geschriebene Worte dagegen, erst recht gedruckt, sind dem Geld von Heute nicht unähnlich, von der digitalisierten Variante ganz zu schweigen. Es ist selbiger Weg, den Informationen gezwungenermaßen gehen (müssen), um zu Daten zu werden, die immer wieder kopiert und jederzeit anderswohin verschickt werden können, losgelöst vom ursprünglichen Kontext und der eigentlichen Quelle, ihrer Verankerung beraubt, rastlos seitdem und ohne eigenes Ziel. Ebenfalls undenkbar in Gemeinschaften, wo jedes Mitglied alle anderen Mitglieder kennt und die Verkettung nur so lang werden kann, wie es der Gemeinschaft möglich ist die wesentliche Verankerung in Erinnerung zu behalten. Inflation, als Entwertung von etwas Grundlegendem, etwas Ursprünglichem, verstanden, ist dahingehend immer ein deutliches Zeichen von Dekohärenz und eine Begleiterscheinung von Gesellschaften bzw. Größenwahn. Doch nur so konnte die Verkettung von Problemen gesellschaftstauglich zum roten Faden werden, der sich als brennende Lunte durch die Geschichte der Menschheit frisst, Erinnerungen auslöschend, Beziehungen vernichtend, was wahrlich nicht gleichbedeutend ist mit jener traditionsreichen Flamme, die dem Feuer der Kohärenz des Gesamtbewusstseins entsprang und seitdem als Funken jedem Lebewesen von der HARMONIE erzählt, seit Generationen und interpretierten Jahrmillionen, während das Feuer selbst, fern geistigen Zugriffes und Einflusses, dem Leben die Energie zur Verfügung stellt, die es bedarf, um den Zenit der Entwurzelung zu erreichen … und darüber hinaus (wieder) zusammenzuwachsen, nicht an messbarer Größe gewinnend, sondern, in der Umsetzung von verschiedenen (Grenz)Erfahrungen, vermögender werdend an Kohärenz, als jemals zuvor.

    Und damit komme ich wieder auf das eigentliche Thema zurück, zur Energie … obwohl ich das Thema in Wirklichkeit gar nicht verlassen habe.

    Ich möchte an dieser Stelle  Thomas Gold 
zu Wort kommen lassen, der im Folgenden reichlich Licht in jene Schwärze bringt, aus der das Öl emporquillt, welches die Entwurzelungen der Menschheit erst zum expansiven Flächenbrand werden ließ, indem es, als Kettenreaktion, Geld, Daten, und indirekte Kommunikation immer notwendiger für den Lauf der menschlichen Geschichten machte, bis zum heutigen Tag …

... ”First, the energy required to run cellular metabolisms must be available in increments no more than a tenth as powerful as that supplied by even a single solar photon. Expecting a cell to use a photon directly to synthesize a sugar would be more ludicrous than expecting a baseball player to field bullets from a machine gun. Rather, life has devised an extremely sophisticated apparatus to perform the initial task of catching the bullets.

Second, a photon has no patience. Make use of it now or lose it forever. Sunlight cannot be captured in a jar and stored on a shelf. But its energy can be used to set up molecules such as sugars, that will deliver energy on combining with atmosheric oxygen. [ ... ] Chemical energy thus carries the advantage of availability, offering an adjusted amount where and when it is needed.” ...

Thomas Gold – The deep hot biosphere – S. 13


  Besagte chemische Energie ist mit den Problemen des Geldes, der Daten, und der Schrift(en) gleichzusetzen, sitzen sie doch allesamt im selben Boot, welches seinen Anker längst verloren hat, beziehungslos und ohne Feedbacks zu den Ursprüngen der Probleme und des PROBLEMS an sich, und zum Kontext der Ursprünge im dynamischen Gefüge des GANZEN. Aus diesen Gründen konnte der technologische Fortschritt der Menschheit zu dem werden, was er ist, seinen Imperativ geistreich in Szene setzend, denn seine Möglichkeiten scheinen inzwischen transhumanistisch endlos und somit verlockend, sich so mehr und mehr Hauptrollen auf der Bühne des Lebens an Land ziehend, der Verkettungen von immer weiteren Problemen wegen, die immer weiterer neuer Kostümierungen, Updates und Designs bedürfen, besagter energetischer Kettenreaktion gleich, die uns Menschen immer mehr Objekte bzw. Vokabeln der realen Bildersprache hervorbringen lässt, allesamt aufbauend auf entwurzelter Energie, den Anschein (noch) wahrend ein währender Phönix aus der Asche unzähliger Gräber zu sein.

   Im obigen Zitat von Thomas Gold steckt der Teufel indes im Detail, genauer, im unscheinbaren Wort ”adjusted’‘, welches anmerkt, woher der Mensch seine Probleme bezieht, verhält er sich doch keineswegs seinen Fähigkeiten und seinem Umfeld angemessen, ohne jedoch Konsequenzen für sich selbst fürchten zu müssen, solange seine Spur sich durch das Kappen von Beziehungen und Feedbacks in der Normalität verliert.

  Dass wir Menschen die uns zur Verfügung stehende chemische Energie längst nicht mehr in Ausgewogenheit mit dem Leben als Ganzes nutzen, wie es in der natürlichen Ordnung allgegenwärtig und fortwährend geschieht, sondern, immer härter umkämpft, immer häufiger einzig zu unserem eigenen Vorteil (aus)nutzend, wird deutlicher, wenn man eine kleine Zeitreise zurück zum Ursprung des fortschreitenden Menschen macht, dorthin, wo, paradoxerweise, seine Sesshaftigkeit konkreter wurde, denn je weniger der Mensch selbst innerhalb seiner Möglichkeiten und Fähigkeiten aktiv zur Ausgewogenheit des GANZEN beitragen will, desto mehr greift er auf entwurzelte Energie zurück, um den Fortschritt fortschreiten zu lassen, während er selbst im Wesentlichen immer träger wird, sich selbst in einem Dickicht von Sicherheiten und Gewohntem an die Kette legend.

In einer fortschrittlichen verkehrten Welt ist Fortschritt Rückschritt,
es sei denn der Fortschritt geht der Wirklichkeit entgegen
bzw. er dient dem Wohle des Lebens als Ganzes.

   So nutzte der Mensch zu Beginn seiner Entfremdung von der Gemeinschaft des Lebens immer mehr Holz von der Oberfläche der Erde, über das Maß hinaus, welches den menschlichen Gemeinschaften bis dahin zum (Über)Leben genügte, damit beginnend dem direkten Umfeld die Möglichkeit der notwendigen Regeneration zu rauben. Sesshaftigkeit ließ Gemeinschaften wachsen und zwangsläufig zu Gesellschaften werden. Handel entstand, die Schrift wurde notwendig, ein Geldsystem ebenfalls, wesentliche Beziehungen gingen verloren, genau wie Feedbacks … und mit ihnen Informationen, derer es jedoch bedarf, um das GANZE, trotz zunehmender Herausforderungen, möglichst ausgewogen ”am Laufen zu halten”, Dynamik genannt, Konsequenzen inklusive. Der Fortschritt der Menschen nahm damit seinen ganz eigenen Lauf, im Versuch der Ausgewogenheit seitdem immer schneller davon zu eilen, in Form von Wettläufen und Wettkämpfen.

   Viele Generationen später genügte den Menschen das Holz, und dessen gewachsene chemische Energie, längst nicht mehr und sie gruben unter der Oberfläche der Erde nach Kohle, ganz neue Möglichkeiten für sich entdeckend und auf der Oberfläche zum Ausdruck bringend, auf der zunehmend Platz benötigt wurde, damit die Entwurzelung der eigenen Spezies vom Leben als Ganzes gesellschaftsfähig als Notwendigkeit verkauft werden konnte. Die Wurzeln, die gekappt werden konnten, wurden im Rahmen der Industrialisierung bedeutender und weitreichender, die Folgen der Entwurzelung, durch den Einsatz der Kohle, komplexer und länger andauernd, die Dekohärenz fördernd, nicht aber den Gemeinschaftssinn des Lebens.

  Doch all das war noch nichts gegen das, was, wieder Generationen später, das Erdöl ermöglichte, gewonnen aus noch tieferen Schichten der Erde, dort bohrend, wo die Folgen für das Leben um ein weiteres Vielfaches weitreichender wurden, jene Komplexität hervorbringend, die uns heute immer lauter nach immer mehr Sicherheitsvorkehrungen und Gesetzen, nach Schranken und Grenzen, um Hilfe rufen lässt.

  Je mehr Möglichkeiten wir aus der Tiefe hoben, desto weiter und schneller schritten verschiedenste Techniken und Technologien voran, desto mehr Hauptrollen rissen das Geld, die indirekte Kommunikation und Daten an sich, desto größer und weitreichender wurde das Energiedefizit, welches wir schufen, obwohl wir immer mehr chemische Energie für unsere Zwecke einsetzen … auf Kosten allen Lebens, uns selbst inbegriffen, es aber nicht wahrnehmend bzw. wahr haben wollend, und so mit immer mehr Einsatz von Energie immer heftiger das bekämpfend, woran wir selbst immer mehr leiden … wobei dieser Kampf von den menschlichen Gesellschaften inzwischen als  Normalität 
empfunden wird.



    Sklaverei ist längst nicht mehr gesellschaftsfähig und doch ist sie auch in modernen Zeiten allgegenwärtig. Zwar sind wir Sklaven ohne offensichtliche Ketten, weil die immer länger werdende Verkettung von Problemen nicht als zunehmend schwerer wiegende Kette wahrgenommen wird, welche uns modernen Menschen mit dem eigentlichen PROBLEM der Menschheit verankert. Die wesentlichen Beziehungen und Feedbacks, die verloren gegangen sind, lassen so die einzelnen (Mit)Glieder der Verkettung aus der Erinnerung Einzelner und ganzer Gesellschaften nach und nach verschwinden. Die Geschichte, welche die Verkettung als GANZES erzählt, verändert sich fortwährend, Unmittelbarkeit durch Infrastrukturen, Wesentliches durch Künstliches, und Wahrheit durch Lügen ersetzend, Lügen, die nichts anderes sind, als reaktive Möglichkeiten, die sich erst durch das Nutzen von entwurzelter Energie ergeben, wodurch das verkörperte Potenzial Einzelner den Rahmen sprengt, in welchem Einzelne ansonsten wirken würden, wenn sie direkt im Sinne des Lebens tätig wären und selbst Konsequenzen zu tragen hätten.

   Globalisierung ist demnach ein sich beschleunigender Prozess die Erde komplett in Ketten und Asche zu legen und obendrein in weiteren Verkettungen von Problemen zu verwickeln, zu erkennen an den asphaltierten Straßen, die wir mit Produkten aus Erdöl befahren und begehen, den Kondensstreifen unserer kerosinbetriebenen Flugzeuge, und den gewellten Spuren unserer diesel- und altölbetriebenen Schiffe auf den Weltmeeren. Ganz zu schweigen von den Datenleitungen und -übertragungen, die sich unseren Blicken entziehen, und all den Gewohnheiten, Erwartungen, Zwängen und Normen, die wir inzwischen zur Bewahrung unserer fortgeschrittenen Normalität, auf Öl gebaut, benötigen, nicht aber zur Bewahrung der HARMONIE.

   So leben in modernen Gesellschaften immer mehr Energiesklaven in einer Umgebung des Raubbaus … doch der Schein unseres unkontrollierbaren Appetits auf Energie mag trügen und das Unkontrollierbare in der Tat ganz natürlich sein, bedenkt man, woher die Energierohstoffe kommen, die all das erst möglich werden ließen und (Mit)Glieder von Gemeinschaften folgenschwer in eine Agenda verwickelten, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint, geheimnisvolle dunkle Gesellschaften ins Leben rufend, die ihrerseits Ausdruck für unser Unverständnis sind die Wahrheit im GANZEN zu fühlen bzw. für unser Unvermögen, dem Wesen des Lebens direkt in die Augen zu blicken und die real(isiert)e Komplexität zu durchschauen. Bedenkt man zudem, dass die Energiegewinnung aus der Tiefe umso mehr Energie freizusetzen vermag, je mehr dieses auf Kosten allen Lebens geschieht … zum scheinbaren Wohle von uns EINEN, den Menschen … dann mag man sich fragen, wer oder was den technologischen Fortschritt, mitsamt seinem folgenreichen Imperativ ”Zum Wohle Einzelner, auf Kosten Aller”, ursprünglich ersonnen hat.

   Die Macher von  NextNature 
mögen mit ihrer Aussage, dass alles Natürlich ist, was von Menschen nicht kontrollierbar ist, auch wenn es von uns Menschen geschaffen wurde, sei es ein Atomunfall oder ein Waldbrand durch Brandstiftung, durchaus den Erwartungen des modernen Zeitgeistes entsprechen. Doch bringt man jenes biozentrische Geheimnis mit ins Spiel, von dem  hier  bereits ausführlich die Rede war, dann offenbart sich ein ganz anderes Bild, nämlich das Bild von einer natürlichen Ordnung, die Natur inbegriffen, die den unkontrollierbaren Geist, der menschliches Bewusstsein fortschreitend Gräber ausheben lässt und Asche über verkörperte Häupter bringt, stets gut im Griff hat … und damit jederzeit unter Kontrolle. Jedoch nicht des eigenen Sicherheitsbedürfnisses und der Planungssicherheit für die eigene Zukunft wegen, sondern sich der eigenen Fähigkeiten stets bewusst und somit bis zur Erschöpfung dieser an jene Grenze gehend, welche die HARMONIE des GANZEN zu bewahren vermag.

    Des Menschens Wille ist dabei so frei, wie er auf lange Sicht im Sinne des GANZEN ist, ist er es jedoch kurzfristig nicht, erfährt es der Mensch unmittelbar, es für gewöhnlich jedoch gänzlich missverstehend, so den Fortschritt weiter anfeuernd, in der Bekämpfung der vermeintlichen Aggression all der ANDEREN und all der Andersartigen, ohne jemals selbst in direktem Kontakt mit ihnen eigene, im Wesen verwurzelte, Fähigkeiten konsequent einbringen zu müssen. Kein Wunder, dass Hörensagen in fragilen Gesellschaften inzwischen eine ganz andere Bedeutung hat, als in antifragilen Gemeinschaften. Woraus diese Verkettungen ersichtlich werden ? Nun, vielleicht aus den finsteren Gedanken, die uns aus Mittelerde entgegenfließen … dort, wo mächtige Ringe geschmiedet werden.

Oil is the shadow of the Sun, its unconscious manifestation.
It is ancient sunlight and, it follows, that all nutrition,
photosynthesis and the majority of energy originate in space.
While all previous civilisations relied on the white sun,
the black fossil sun dominates our thoroughly modern western existence.
 Antti Salminen

    Wie lange werden wir Menschen noch die Möglichkeit haben der Natur jenes Geschenk mit folgenreicher Gewalt zu entreißen, welches uns von ihr dargeboten wird, freiwillig, aber nicht ohne Ziel, schließlich können die Auswirkungen unseres Fortschritts nicht endlos von der natürlichen Ordnung im Einklang mit der HARMONIE des GANZEN gehalten werden, aus dem einfachen Grund, dass unser Fortschritt auf der fortschreitenden Vernichtung der Lebensgemeinschaft aufbaut, zu welcher wir selbst gehören, es aber mehr und mehr leugnen. Das bedeutet, dass wir nur so weit mit Hilfe des Geschenks aus der Tiefe der Erde fortschreiten können, wie alle anderen Lebewesen ihrem Wesen treu bleiben können und somit in der Lage sind den goldenen Mittelweg der Ausgewogenheit zu bewahren, sind wir Alle doch  Eins  
, auch wenn die Stimme eines Geistes uns Menschen unentwegt etwas anderes ins kollektive Gehör flüstert.

   Da können wir eigentlich nur dankbar sein, dass fossile Energieträger endlich sind und ihren, wenn auch völlig unangemessenen, Preis haben, nicht auszudenken, wenn sie nicht endlich … und obendrein nicht fossilen Ursprungs … wären. Doch genau das behauptete Thomas Gold bereits gegen Ende des letzten Jahrtausends in seinem Buch THE DEEP HOT BIOSPHERE, dessen, bis heute, kontroversen Aussagen Sie unter folgenden Links nachlesen können:

 Ist Erdöl wirklich endlich Teil 1  

 Ist Erdöl wirklich endlich Teil 2  
 Von Knappheit keine Spur – das Geheimnis des Erdöls  
 Die abiotische Theorie und Peak Oil  
 Öl-Entstehungstheorie: Entsteht Öl abiotisch am/im Erdmantel ?  
 The ‘Abiotic Oil’ Controversy  
 The abiotic origin of petroleum  

   Wäre das Ende der weiteren Verkettung all unserer Probleme endlich in Sicht, wenn tatsächlich viel, viel mehr Öl viel, viel länger zur Verfügung stünde, als angenommen, als gemeinhin erwartet ? Wäre das Ende der Kriege in Sicht, die einzig gefochten werden, um Energiequellen zu sichern und in deren Verlauf weitere Wurzeln ihres Ursprungs beraubt werden ? Wäre es nicht ein Segen für die Wirtschaft, den Wohlstand, und für die Menschheit selbst ? Bekäme der technologische Fortschritt nicht einen gewaltigen Schub an dem alle Menschen teilhaben könnten, bedenkt man, was er bisher erschaffen hat, in der Annahme Öl sei endlich … und in der Annahme er diene der Lösung der Probleme, die der Mensch mit dem Leben hat ?

   Die Antwort auf all diese Fragen lautet ganz klar NEIN, denn das einzige, was uns bisher davon abgehalten hat den technologischen Super-GAU, mit all seinen Konsequenzen für das Leben als Ganzes, zu realisieren, ist die allgemeine Erwartung, dass Öl endlich ist und die weitere Gewinnung immer aufwendiger und kostspieliger wird, in jeglicher Hinsicht. Peak Oil als Rettungsanker ?

 Nun, Theorien, graue, wie farbenfroh ausgeschmückte, entstehen, weil direkte, unmittelbare Zusammenhänge, sprich, Beziehungen und Feedbacks im Wesentlichen verloren gegangen sind, oder anders ausgedrückt: je mehr Entwurzelungen, in Form von Geld, Daten und indirekter Kommunikation bzw. schriftlicher Aufzeichnungen eine Rolle spielen, desto mehr verschiedene, und verschieden motivierte, Weltbilder bestimmen das Gesamtbild der Realität. Die Allgegenwärtigkeit entwurzelter Energie bildet da keine Ausnahme, ermöglicht diese doch erst Einzelbilder des Gesamtbildes, ohne auf Stimmigkeit, sprich, Kohärenz, Rücksicht nehmen zu müssen. Dabei ist es im Grunde aus Sicht des GANZEN egal, welche Theorie nun richtig ist, weil erst alle möglichen Theorien das Bild des GANZEN ergeben und in ihrer Verschiedenheit und wechselnden Popularität für die notwendige Dynamik sorgen, um die Entwicklung problematischer Verkettungen solange voranzutreiben, bis die Kette letztendlich zu bersten droht bzw. bis der Geist den Zenit seiner Einflussnahme auf menschliches Bewusstsein überschritten hat, womit die Problematisierung des PROBLEMS ihren Höhepunkt erreicht hätte, nicht aber die Bewusstwerdung des Lösungsweges.

  Dabei ist die Frage, ob Öl biotisch oder abiotisch entstand bzw. entsteht, gar nicht vordergründig. Ebensowenig spielt das Ausmaß der Ölvorkommen die erste Geige in der Betrachtung des real(isiert)en Gesamtbildes. Entscheidend ist, dass die Diversität an Theorien einen wesentlich tiefgründigeren Blick in das Wesen des Lebens bietet, als jede einzelne Theorie an sich. Das Öl ist somit auch hier nur Mittel zum Zweck und der Zweck ist die Bewusstwerdung der eigentlichen Rolle von Energie, für das Leben allgemein und für uns Menschen im Speziellen. So haben Holz und Kohle ihren Ursprung im Sonnenlicht und damit im Leben auf der Erde. Das Öl jedoch ist die Manifestierung der finsteren Gedanken der Sonne, jene Gedanken, die sich ihrem Einfluss auf das Leben entziehen und so eine Altlast darstellen, die uns ein kosmisches Erbe vermacht hat und zudem nicht von dieser Welt ist. Es ist der dunkle Schatten, der noch nicht von seinem Potenzial an Unordnung erlöst werden konnte, einem dunklen Familiengeheimnis ähnlich, welches noch Generationen später für allerhand Schicksalsschläge sorgt. Doch der Reihe nach …
So schreibt Thomas Gold:

... ”The earth supports not one but two large realms of life: surface life fed by photosynthesis, which is familiar to us all, and deep life, fed by chemical energy that has penetrated up from below. We have only just begun to explore the inhabitants and the reach of the deep realm. I suspect that until microbes drawn up from the deep are perceived as representatives of a wholly distinctive biosphere, rather than as isolated and ingenious adaptions of surface life pushing back the frontiers of habitability, research on deep life will remain sparse and largely unheralded. If the shift in perspective does take place, however, a veritable explosion of new ideas will surely permeate two of the most speculative yet philosophically engaging issues in science: the origin of life and the prospects for extraterrestrial life.” ...

Thomas Gold – The deep hot biosphere – S. 165


   Und weiter:

... ”There is (as yet) no evidence on the nature of that sequence or on the relationship these two realms have had with each other over time. They may be essentially independent of one another at present. If all the photosynthetic surface life were to disappear, for example, the deep subsurface life might continue essentially as before. Similarly, if for some reason deep life were to disappear, we know of no reason why this would have much impact on the photosynthetic surface life – at least in the short term. (It might make a difference in the long term, because there may occasionally be beneficial exchanges of genetic material between the microbial life at depth and the surface life.)” ...

Thomas Gold – The deep hot biosphere – S. 165


   Wie diese beiden Lebensräume gemeinsam an der Bühne des Lebens mitwirken beschreibt der  hier 
verlinkte Text näher, aus Sicht derer, die sich nicht scheuen, den Rahmen der Betrachtung der Realität mal ein wenig über das sonst übliche Maß hinaus zu spannen. Doch auch wenn diese Betrachtungen das Wesentliche, nämlich das Bewusstsein und die Bewusstwerdung der HARMONIE im GANZEN, außer Acht lassen, so vermögen diese Theorien im Laufe der Zeit wie  Wasser  zu werden und uns die Büchse der Pandora, die mit dem Öl gefüllt ist, welches wir Menschen aus der Tiefe der Erde ans Tageslicht befördern, als das Geschenk anzunehmen, welches die vermeintliche Büchse wirklich ist, schließlich dürfte es keineswegs Zufall sein, dass wir Menschen tiefer bohren müssen, um unseren Fortschritt voranzutreiben und dabei für immer mehr Entwurzelungen sorgen, auf zunehmende Kosten derer, die jedoch zwingend notwendig sind, um die HARMONIE des GANZEN biozentrisch bewahren zu können. Hier treffen offensichtlich mehrere Notwendigkeiten aufeinander, damit etwas Einmaliges ermöglicht werden kann. Der Zufall zeigt sich somit höchstens in dem Sinne, dass der Fall, den die Menschheit als Verkörperung von Bewusstsein, vollzogen hat, zu dem führen muss, was unmittelbar vor uns liegt, sich in der Masse als maximal möglich werdende Versklavung der Menschheit, in Gestalt von Energiesklaven, offenbarend.

Wie man in das Bohrloch hineinruft,
so schallt es von überall her.

   Ohne die Möglichkeiten des Öls hätten wir die vermeintliche Grenze unseres Universums nie als solche interpretieren können, denn all die modernen Gerätschaften, Bauteile, Teleskope, Computer und dergleichen, wären ohne das Öl aus der Tiefe der Erde nicht realisierbar gewesen. Umso mehr mag es da verwundern, dass wir dem eigentlichen  Kern der Erde 
selbst, von der aus wir die Grenze des Universums ersonnen haben, noch so fern sind, wie  hier  anschaulich beschrieben wird.Umso weniger verwundert es dagegen, dass umso mehr Theorien im Umlauf sind, je größer das Universum durch Beobachtungen und Interpretationen wird und je tiefer wir in die Erde hineinrufen bzw. hinabschauen, ohne das Offensichtliche in Erwägung zu ziehen.

  Übertragen auf das Gesamtbewusstsein, welches alles Leben in immer mehr fragmentierten Formen verkörpert, stellt sich die Weite des Universums, bis hin zum Kern der Erde, als biozentrischer Prozess der Bewusstwerdung all der Möglichkeiten dar, die das Gesamtbewusstsein bedarf, um die Notwendigkeit der Optimierung dieses Prozesses zu erreichen, wobei die Optimierung im Sinne von Intensivierung, von Vertiefung, des Gemeinschaftsgefühls zu verstehen ist, zu welcher das Leben als Ganzes im Laufe dieses Prozesses fähig sein wird.

    Öl, als schwarzes flüssiges Gold, ist im Grunde die Reinkarnation all der Möglichkeiten, die in ”vorherigen” Bewusstwerdungsprozessen für derart reichlich Unordnung gesorgt hatten, dass es weiterer Prozesse bedarf, um sie in wahres Gold, sprich Kohärenz, überführen zu können. Öl ist die bereits angedeutete Altlast, mit der wir, als kosmische Nachfolgegeneration bzw. Nachfolgeinterpretation von verkörpertem Leben, nur unseren Fortschritt nähren, um unseren unstillbar scheinenden Appetit nach Mehr als den eigentlichen HUNGER auf das Wesentliche zu erleben. Dass wir im Laufe dieses Prozesses vor HUNGER dem Wahn der Entwurzelungen verfallen und uns selbst in der Komplexität der Realität als Energiesklaven verketten, ist notwendig. Dabei verhalten sich unser Fortschritt und unser Appetit nach Mehr, im Gegensatz zum wahren Fortschritt und dem Stillen des HUNGERS, wie bunte Verpackungen voller Süßigkeiten zu Wildkräutern in, von Menschen, unberührter Natur.

   Es ist tatsächlich wie im ”richtigen” Leben: Probleme lassen sich nicht lösen, indem man einem Appetit folgt und unablässig weit mehr in sich hineinstopft, als man, energetisch angemessen, in der körperlichen und geistigen Lage ist umzusetzen. Den HUNGER dagegen angemessen zu stillen und Probleme gar nicht erst zu einer Verkettung weiterer Probleme werden zu lassen, bedarf weit mehr als mehr Energie aufzunehmen, als notwendig ist. Dessen ist sich jede Pflanze bewusst … und all die Erscheinungsbilder indigener Gemeinschaften, sowie alle Lebewesen in freier Wildbahn, sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache, ganz direkt und fest verankert in der Tradition der Lebensgemeinschaft, von der sich die Menschen mehr und mehr entwurzeln.

Wahn ist eine Geisteskrankheit, die sich im Lebendigsein heilt.
Wolfgang Jensen

   Teil 4 dieses schwarztragenden Trauerspiels wird versuchen jenem Wesen auf die Spur zu kommen, welches sich im Laufe der bisherigen Problematisierung, mittels reichlich Energie, verpackt als immer süßer schmeckende Appetithäppchen, geschickt aus dem Rampenlicht der Öffentlichkeit bzw. Offensichtlichkeit heraushalten konnte, jedoch nur, weil der technologische Fortschritt sich nach wie vor mit all seinen Versprechen und Annehmlichkeiten als Wesentlich für das Leben zu verkaufen weiß und sich immer geistreicher in Szene zu setzen vermag.
Teil 4 beantwortet somit die Frage, was die äußere Grenze des Universums mit dem Kern der Erde verbindet, so, wie das Leben auf der Erde mit dem Leben in der Erde in Verbindung steht … und das Unterbewusstsein allen Lebens mit dem wahren Wesen des Lebens, über den Weg der Bewusstwerdung …

   Muss man wirklich immer tiefer bohren, um letztendlich zur Wahrheit zu gelangen … oder genügt es zu erkennen, woraus die Ketten beschaffen sind mit denen die Probleme der Menschheit in der Wirklichkeit verankert sind, während die Menschen, als bereitwillige Energiesklaven, sich dessen in der Masse jedoch noch unbewusst, weit über ihre Verhältnisse zum Leben als Ganzes leben.

Ein Ring sie zu knechten,
Ein Ring sie zu finden,
Ein Ring sie ins Dunkel zu treiben
und ewig zu binden.

     Zum Abschluss von Teil 3 kommt noch einmal Thomas Gold zu Wort. Er greift auf, womit Teil 3 begann. So schließt sich, einem Ring gleich, ein weiteres Kettenglied und wird Teil der 13,7 Mrd. Lichtjahre langen Verkettung des eigentlichen PROBLEMS …

... ”The present viewpoint, popular in Western countries, is that earthquakes are of purely tectonic origin, caused by an increase of stresses in the rock. But this viewpoint came into being only around the start of twentieth century. At about that time, the seismograph was invented and put into use. Its availability meant that earthquakes could be investigated in fine detail from the seismic records obtained. Data could now be collected by seismographs installed in places far removed from an earthquake event, and those data would be utterly quantitative and untainted by subjective interpretation. The invention of the seismograph meant that it was no longer necessary to experience an earthquake directly, or to interview someone who had, in order to assemble data on the event. The opportunities offered by this new technology were rarely supplemented by eyewitness reports. Such reports, which were inevitably qualitative and tarnished by subjectivity, unfortunately were no longer believed to hold any value for the scientific venture. But there is much that can still be learned from them.” ...

Thomas Gold – The deep hot biosphere – S. 145


    Ein Stich mitten ins Herz jenes Geistes, der weiterhin sein Un-Wesen treiben kann ? Nein, dieser Geist ist herzlos, ohne Mitleid, und frei von Empathie, doch es ist nicht hoffnungslos, dass mancher Stich das wachzurütteln vermag, was im Kern, still und verborgen, vor sich hinzurosten scheint …

 Sting – We work the black seam  

The seam lies underground
Three million years of pressure packed it down
We walk through ancient forest lands
And light a thousand cities with our hands
Your dark satanic mills
Have made redundant all our mining skills
You can’t exchange a six inch band
For all the poisoned streams in Cumberland
Your economic theory makes no sense


 Seitenanfang 
























































































































 Mai 2014      BEYOND   


Schwarzmalerei Teil 4

   Mit diesem vierten und letzten Teil der Schwarzmalerei komme ich endlich zum Kern des technologischen Fortschritts der Menschheit ... dem technologischen Fortschritt sei Dank, denn technologischer Fortschritt zeugt nicht nur von geistreicher Umtriebenheit, er vermag sogar wahren Fortschritt hervorzubringen, indem der technologische Fortschritt seiner wahren Rolle gerecht wird, die allerdings nichts damit zu tun hat das Leben von uns EINEN, uns Menschen, möglichst angenehm für uns zu gestalten, auf Kosten Anderer und all der ANDEREN Lebewesen.

   Im Grunde brachte die Entwicklung des technologischen Fortschritts, ausgehend vom Holz, über die Kohle, bis hin zum Erdöl, und der Nutzung der Kernkraft, erst jenes formlose Gebilde hervor, welches das, als sesshaft gewordene Menschheit verkörperte Bewusstsein benötigt, um sich des Lösungsweges des eigentlichen PROBLEMS bewusst zu werden. Gemeint sind Daten. Jene sich mehr und mehr ausbreitenden und ansammelnden uni(n)formierten Informationen, die ohne direkten Bezug zur Exformation zunehmend ihr Unwesen in der Realisierung des Universums treiben.

   Exformation ? Ja, eine Vokabel, deren Bildhaftigkeit einer vertrauten Umarmung gleicht, die man aus unerklärlichen Gründen lange nicht mehr zu würdigen wusste. Ein Wort wie Antifragilität … oder wie HARMONIE … wohlgemerkt in Großbuchstaben und daher nicht mit der Harmonie zu verwechseln. Exformation. Allgegenwärtig. Offensichtlich. Doch stets verborgen zwischen all den Zeilen sich auftürmender Datensätze:
  • ”Vereinfacht gesagt: je mehr Bilder und Assoziationen beim Zuhören entstehen, desto mehr Exformation hat die Aussage. Anders vereinfacht gesagt: Information ist Breite, Exformation ist Tiefe eines Textes oder einer Aussage.” Quelle
  • ”Exformation ist die Menge an Informationen, die wir unausgesprochen mit dem uns umgebenden Umfeld teilen.” Quelle  
  • ”Mit der Menge neu zur Verfügung stehender Informationsquellen, wächst der Bedarf an Exformation, d. h. nach Aussonderung der überflüssigen Informationen:” Quelle  
  • Konsens-WIKIPEDIA schreibt dazu Folgendes: ”Die Aussage des Begriffs ist „absichtlich ausgelassene Information”.” Quelle
   Wohlgemerkt, so wie Gefühle und Emotionen nicht ein und dasselbe sind, und auch Robustheit nicht mit Antifragilität gleichzusetzen ist, sind auch Informationen und Daten nicht ein und dasselbe. Informationen behalten ihre Wertigkeit, ihren Wahrheitsgehalt, weil ihr Inhalt die direkte Verbindung zwischen dem Ursprung der Information und dem Informierten beibehält. Es ist diese Wahrung der Beziehung, räumlich, wie zeitlich, die eine Lüge unmöglich macht.
Informationen sind ein praktisches Geschenk. Daten dagegen weisen diese direkte Verbindung nicht auf, sie sind somit beziehungslos und können daher beliebig kopiert und anderswo integriert werden. Zudem können sie allerhand Geschichten erzählen, die ohne Wahrheitsgehalt, ohne Wurzeln in der Exformation, sind.
Daten sind eine ”Erfindung” der Menschen. Sie entstammen nicht der goldenen Mitte der Gemeinschaft des Lebens. Sie stehen daher jenem Bewusstsein, welches nicht menschlich ist, nicht zur Verfügung, denn die ANDEREN sind stets im wahren Informationsfluss, der sich bewährt hat, ohne etwas beweisen zu müssen, selbst dort, wo es für uns den Anschein hat, dass Daten ausgetauscht werden, z. B. mittels Transposonen oder Viren in den Genomen von Lebensformen. Dieses geschieht nämlich mit ganz ANDERER Intention, stets im Sinne des Lebens als Ganzes, also anders, als es bei den Datenmengen von uns EINEN der Fall ist.
  • Exformation ist der Rahmen aus dem Informationen geschöpft werden. Geschöpft wird durch Bewusstsein, wofür Energie benötigt und Dekohärenz geschaffen wird, weil kein Einzelbewusstsein auf die Exformation als Ganzes zurückgreifen kann. Nur für das Leben als Ganzes bedeuten Exformation und Information ein und dasselbe. Entsteht Kohärenz, indem durch Wesentliches Energie freigesetzt und zum Wohle des Lebens als Ganzes eingesetzt wird, dann entstehen neue Rahmenbedingungen.
  • Durch Dekohärenz kommt Geist in die Welt, durch Kohärenz wird er unnötig.
  • Daten sind vereinfachte und verallgemeinerte Ex-Exformationen zwecks Eigennutz und geistigem Eigentum … Egomationen, den  Emoticons  nicht unähnlich.
  • Daten haben einzig die Ausbildung von Durchschnitt zur Folge. Sie wollen auf den ersten Blick erfasst werden, woraus unser Bestreben hervorgeht, mittels Algorithmen und Computersystemen, systematisch immer mehr Daten in immer einfachere und schneller verwertbare Nutzformen umzuwandeln, auf Kosten all der Wurzeln, mit denen die Daten einst in der Exformation verankert waren … also Informationen waren.
  • Daten unterwandern die Wertigkeit von Informationen und schaffen stattdessen Geschäftsmodelle.
  • Je mehr sich Informationen der Exformation annähern, desto weniger Energie geht ”verloren”, desto weniger Entropie ist möglich, desto unbedeutender wird Zeit, desto weniger Spielraum und Raumzeit benötigt das Leben zur Bewahrung der HARMONIE.
  • James Clerk Maxwell, zitiert in Tor Nörretranders’ Buch ''Spüre die Welt – Die Wissenschaft des Bewusstseins'', drückt es folgendermaßen aus: ”Zugängliche Energie ist Energie, die wir in eine bestimmte Richtung lenken können. Dissipierte Energie ist Energie, die wir nicht fassen und nach Wunsch dirigieren können, zum Beispiel die Energie der wirren Bewegung von Molekülen, die wir Wärme nennen. Nun ist aber Wirrheit, ebenso wie der verwandte Ausdruck Ordnung, nicht eine Eigenschaft der Dinge selbst, sondern existiert nur im Verhältnis zu dem Geist, der sie begreift.” Quelle
  • Je bequemer, sprich, geistreicher, der Kommunikationsweg, desto weniger Informationen werden vermittelt, desto austauschbarer, wiederholbarer und anderswo einsetzbarer in verschiedenen Kontexten ist die uni(n)formierte Information, desto mehr wird sie zum Datensatz und zum Spielball von copy&paste in allen Spielarten von Schnelligkeit … und Vergänglichkeit.
  • Wo Exformation und Information auseinandergehen, bleiben Vertrauen und wesentliche Gefühle aus.
  • Energie ist notwendig, um die Bewusstwerdung des PROBLEMS zu ermöglichen, woraus Expansion hervorgeht und Energie ”verbraucht”, sprich, umgewandelt wird, so dass weitere Probleme entstehen können. Die Folge ist Dekohärenz. Cradle-to-Grave. Fragmentierung. Burning the midnight oil. VERY BIG DATA.
  • Energie ist das Ermöglichen der beabsichtigten, aber ungeplanten LÖSUNG des PROBLEMS, Bewusstsein schaffend, indem Energie freigesetzt wird, welche Kohärenz hervorbringt, da keine energetischen ”Verluste” entstehen. Cradle-to-Cradle. Vereinigung. Reinventing the Sacred. BYE-BYE BIG DATA.
  • Je mehr Exformation in Daten zerlegt wird, über den Weg der Informationen, deren Beziehungen zum Ursprung dabei entwurzelt werden, desto mehr nimmt die Entropie zu, und damit die Expansion des Universums, welches der Rahmen ist, in dem sich ALLES abspielt, desto mehr Probleme treten zudem hervor, desto mehr reaktive Unordnung sammelt sich an, desto mehr neue Probleme entstehen, in deren Rahmen der technologische Fortschritt als geistige Errungenschaft seinen Siegeszug antreten bzw. festigen kann.
  • Je verwurzelter Informationen im Rahmen der Exformation sind, desto mehr Energie muss genutzt werden, um daraus entwurzelte Daten werden zu lassen. Komplexität ist Ausdruck von Entwurzelung und beschreibt eine Geschichte, die nicht vom Leben als Ganzes geteilt wird. Komplexität ist die Geschichte der Menschheit. Interessanterweise beschreibt Komplexität die Bedeutungstiefe dessen, was sie nicht vermitteln kann … und das ist all jene Exformation, die den Rahmen der Geschichte des Lebens als Ganzes bildet.
  • Je komplexer uns EINEN etwas erscheint, desto mehr tappen wir dahingehend im Dunkeln das vermeintlich Komplexe in den Rahmen, der ALLES umfasst, sprich, ermöglicht, was notwendig ist, einordnen zu können. Daher gestaltet sich der Kosmos für die ANDEREN auch anders und liefert so die natürliche Ordnung, die wir, für uns, bildhaft realisieren.
  • Die Geschichte der ANDEREN, die mehr und mehr von der Geschichte der Menschen beeinflusst wird, und die natürliche Ordnung, weisen dagegen keinerlei Komplexität auf. Ihre Geschichte bringt Lebewesen hervor, die mit einem Minimum an Vertretern einer Art ein Maximum an Verschiedenheiten verkörpern. Immer wenn die Population einer Art sich vergrößert und/oder sich ihre Merkmale verändern, geschieht dieses einzig der HARMONIE wegen … und vermehrt uns Menschen wegen. Allein wie wir Menschen die Geschichte der Viren und Bakterien interpretieren, spricht Bände dahingehend, wie sich unsere Geschichte entwickelt hat und entwickeln wird … ganz zu schweigen davon, dass unsere Vermehrung mehr und mehr auf das Konto unseres  Fortschritts  geht und somit eher eine Frage der zur Verfügung stehenden Daten ist, nicht aber vorhandenen Exformationen entspringt und so zur Herausforderung für die Bewahrung der HARMONIE durch die ANDEREN wird.
  • Diese Zusammenhänge sind übertragbar auf jeden Maßstab der Betrachtung bzw. Beobachtung. Was für das PROBLEM gilt, und damit für den Kosmos, als Exformation des GANZEN, gilt auch für jedes einzelne Problem, welches sich in einem eigenen Rahmen entfaltet und seinen Ursprung im PROBLEM hat … also für ALLE Probleme.
  • ”Die Quelle von Schönheit, Wahrheit und Weisheit ist die Information, die man losgeworden ist: Die Exformation. Sie hat Wert, da für ihre Schaffung Entropie in der Umgebung erzeugt werden mußte.” Quelle
  • Exformation ist somit der Schlüssel zur Wahrung der HARMONIE, was wiederum die Absicht der interpretierten Evolution ist, wie es Steve McIntosh in ''Evolution’s purpose'' beschreibt. Näheres dazu kann  hier  noch einmal nachgelesen werden.
  • Der Kosmos, das GANZE, ist die Bildwerdung des morphogenetischen Feldes und stellt somit das ganze Ausmaß an vorhandenen Exformationen dar … sozusagen die Mutter aller Information(smöglichkeit)en …  Wakhan  , der dunkle, weibliche Urraum, der Kreis, der Yin und Yang umfängt.
  • Technologischer Fortschritt ”verbraucht” immer mehr Energie, um immer wertlosere, dafür aber gesellschaftstaugliche, Daten für die Geschichte des Lebens zu schaffen, die jedoch immer bedeutender und somit ”wertvoller” für all die (Alltags-)Geschichten der Menschen werden … und somit in Geld gewandelt werden (können) und gewandelt werden müssen, damit die Problematisierung in ihrer ganzen Tragweite von uns EINEN immer persönlicher erlebt werden kann … wem gehört die Welt und was kostet sie !?
  • Das Problem von Gesellschaften ist, dass es immer mehr verschiedene Geschichten gibt, welche die Geschichte der Menschheit prägen, und die sich mehr und mehr von der Geschichte der ANDEREN entfremden. Die Geschichte der ANDEREN dagegen bleibt stets im Fluss, weil das Leben zur Wahrung der HARMONIE als dynamische Gemeinschaft verkörpert wird, mit der Ausnahme von Sprüngen, nämlich dort, wo Stase droht und somit die Notwendigkeit für ein ”Umdenken”, für neue Merkmale von Arten und Anpassungen von Populationen, stattfindet, wobei der Sprung vielmehr die unmittelbare Auswirkung des Neuen auf das Umfeld ist und dahingehend ein neuer Rahmen geschaffen wird. ”Umdenken” bedeutet einen anderen Pfad als bisher auf dem Weg zum Ziel zu gehen, so wie Wasser, welches von seiner Quelle auf dem Berg nie geradeaus ins Tal fließt.
  • Diese eine Geschichte beinhaltet all unsere Geschichten, während unsere Geschichten immer weniger Platz für diese eine Geschichte lassen.
  • Der Verlauf unserer Geschichte wird aus der jeweiligen Gegenwart heraus mit immer mehr Daten angefüllt, was zu immer mehr Lügengeschichten führt, während die ANDEREN immerzu einzig im Hier und Jetzt leben, da die Gemeinschaft des Lebens Exformationen mit Informationen gleichsetzt und keiner Daten bedarf, weshalb es obendrein keines Bewusstseins von Vergangenheit bedarf, da keinerlei Gräber verbleiben, an die erinnert werden muss … daher Cradle-to-Cradle statt Cradle-to-Grave.
    Bevor wir beginnen im ”Dreck” der Vergangenheit zu wühlen, um die Spur eines finsteren Geistes zum Kern der Erde zu verfolgen, anbei noch ein paar weitere wesentliche Unterschiede zwischen uns EINEN und all den ANDEREN, aus Sicht von Exformation:




  • Je komplexer eine Spezies erscheint, desto fragiler ist die Spezies als Ganzes, Stichwort  LEGOLUTION .
  • Besteht, so mag man einwerfen, diesbezüglich ein Widerspruch zum Begriff der ”thermodynamischen Tiefe”, der in einer Zusammenfassung des bereits erwähnten Buches von Tor Nörretranders wie folgt beschrieben wird: ”Seth Lloyd und Heinz Pagels führten 1988 den Begriff der “thermodynamischen Tiefe” ein. Auch dieses Maß versucht sich daran zu orientieren, wieviel Information während der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte eines Objektes aussortiert wurde. Sie versuchen über die “wahrscheinlichste Entstehungsgeschichte” des Objektes auf dessen Komplexität zu schließen. Im Gegensatz zu Bennet´s Algorithmische Tiefe messen Sie nicht die Rechenzeit einer Computersimulation, sondern die Menge der energetischen Ressourcen die bei zielgerichteter Anstrebung der betrachteten Information verwendet wurden.” ? Quelle
  • Keineswegs, denn, wie bereits angemerkt, Komplexität erscheint nur jenen Betrachtern als solche, denen das Gefühl für die eine Geschichte verloren gegangen ist und die sich stattdessen zunehmend auf unsere eigenen Geschichten konzentrieren, in denen sich das Muster der Vereinfachung und der anschließenden Verallgemeinerung ausbreitet wie ein absichtlich gelegter Waldbrand.
  • Die Diversität des Lebens zeigt sich als Summe minimal möglicher Mitglieder aller Spezies, um die Notwendigkeit der Problematisierung des PROBLEMS und der LÖSUNG dieses PROBLEMS, zudem möglichst verschieden, zum Ausdruck zu bringen, genannt HARMONIE.
  • Einzig wir Menschen weichen davon mehr und mehr ab, indem wir, unter anderem, die Lebenserwartung Einzelner zwar erhöhen können, nicht aber die Wertigkeit des einzelnen Lebens für die Gemeinschaft des Lebens als Ganzes, denn diese Wertigkeit liegt nicht im Ermessen von uns EINEN, sondern im gemeinsamen Erleben des Lebens als Ganzes im Sinne der HARMONIE und in der Verantwortung diese zu bewahren. Zudem werden wir Menschen im Laufe unserer Entfremdung, im Zuge unseres technologischen Fortschritts, immer durchschnittlicher, weil Daten Informationen ersetzen und immer weniger Exformation ermöglicht wird. Die Folge sind immer mehr ähnliche bzw. gleiche Erwartungen hinsichtlich der Realität, jedoch eingefasst in immer mehr verschiedene Rahmen, woraus zunehmend Spannungsbögen und entsprechende Entladungspotenziale entstehen.
  • Um den Rahmen des eigenen Weltbildes der Öffentlichkeit, jenseits der eigenen Gedankenwelt, vermitteln zu können, nutzen wir daten- und energielastige PR, die umso daten- und energielastiger ausfällt, je weniger Exformation zur Verfügung steht und je mehr versucht wird sich ”Gehör” zu verschaffen, sich in den Mittelpunkt drängend, als Medium für die Massen.
  • Diese prägnante Permanenz erreichen die ANDEREN auf ganz anderem Wege, mit ganz anderen Folgen für das GANZE, nämlich durch (P)ermanente (R)edundanz, sprich, durch Offensichtlichkeitsarbeit, anstelle unserer Form der Öffentlichkeitsarbeit.
  • So werden wir EINEN unentwegt durch die ANDEREN an das Wesentliche der einen Geschichte allen Lebens erinnert, in vielerlei Gestalt und vielerlei Wiederholungen dieser Gestalten, nicht nur im, für uns Menschen, hörbaren Frequenzspektrum, wie ich es im folgenden BEYOND beschreiben werde, sondern auch in der regelmäßigen, jedoch nie gleichmäßigen, Wiederkehr verschiedenster Symptome, die wir als Krankheiten bezeichnen, allen voran die sogenannten Infektionen, was insbesondere durch die Kinderkrankheiten verdeutlicht wird … sofern sie denn noch in der Kindheit Gelegenheit dazu bekommen und bewusst, in ihrer wurzeltreibenden Bedeutung für den Körper, wahrgenommen werden, Exformationen inklusive, wie es z. B. in der homöopathischen Praxis geschieht.
  • Was wir in diesem Rahmen unserer Betrachtung als Übermaß oder als üppige Wiederholungen, mitunter gar als Verschwendung oder auch als Wucherungen ansehen, entspricht unserem entfremdeten Blick für das Wesentliche. So sehen wir zwar Buchstaben, die zu Worten werden und so einen Sinn auf den ersten Blick ergeben, verborgen bleibt aber, was zwischen den Zeilen in einer lebendigen Sprache ”geschrieben” steht, die der Exformation entspringt. Eingeweiht in diese Sprache sind alle Lebewesen, denn das Bewusstsein, welches diese Exformation ermöglicht hat, ist die Verkörperung allen Lebens … und besagte Exformation ist der Kosmos im Ganzen … und damit das GANZE, jenseits des Messbaren und Beweisbaren.
  • Die Exformation des von Natur aus gemeinsamen Lebensraumes wird im Laufe unseres technologischen Fortschritts zunehmend dorthin verlagert, wohin die ANDEREN keinen Zutritt haben. Unsere  Datenwelt  lässt die ANDEREN außen vor und entzieht sich so der natürlichen Ordnung.
  • Exformation weiß umso tiefgründiger im Sinne des GANZEN zu bereichern und Energie freizusetzen, je mehr Zeit man ihr widmet und je langsamer sie sich entfalten kann, im Gegensatz zu unseren modernen Zeiten, wo die Zeit selbst als immer kostbarer angesehen wird und nicht intensiv zwischen den Zeilen gelesen wird, sondern auf die  Schnelle  Zeilen überflogen werden. Da mag man sich fragen, warum Zeit, anstelle von Geld, nicht als allgemeingültige Währung genutzt wird … andererseits liegt die Antwort ja offensichtlich und allgegenwärtig vor.
    Die moderne Handhabung von Exformation im Allgemeinen wird anhand meiner eigenen Texte sehr deutlich, muss ich doch selbst darauf vertrauen, dass die Rahmen der Leser mit meinem Rahmen obertonreichen Einklang finden, damit der Leser seinerseits ein Gefühl für jenes Kohärenzgefühl bekommen kann, welches ich bemüht bin zu vermitteln. Dass reichlich Zeit in das Lesen und das Einbeziehen der Links investiert werden muss, um seitens des Lesers Exformationen hervorzubringen, ist dabei nicht von der Hand zu weisen … und der wesentliche Ausgleich für die vereinfachenden und bequemen Möglichkeiten des technologischen Fortschritts … und damit komme ich endlich wieder zum eigentlichen Thema zurück … obwohl ich es, auch in diesem Fall, gar nicht verlassen habe.

Frühere Generationen waren absolut überzeugt, daß ihre wissenschaftlichen
Theorien so gut wie perfekt seien, nur damit sich herausstellte,
dass sie den Kern der Sache völlig verfehlt hatten.

Terry Pratchett – ”Die Gelehrten der Scheibenwelt

   Das Buddeln und Bohren in den Tiefen der Erde lässt einen Prozess deutlich werden, der uns Menschen sehr vertraut ist und uns von den ANDEREN unterscheidet: das Denken, einhergehend mit Sinnfindung und zunehmender Tiefe von Gedankengängen, in der Hoffnung zu finden, was immer mehr verloren geht:

... ”The digging or ungrounding of the earth is often tied to thought, as the work of depth is a digging that occurs, to borrow Deleuze’s phrase, in the image of thought. For Deleuze, thought does all the digging: dynamism is contained within the idea.” ...  Ben Woodward – On an ungrounded earth – S. 8

   Je mehr und je tiefer wir graben, sei es in der Erde oder in der Sinnfindung unserer Gedankenwelt, desto mehr Raum und Zeit gewähren wir der Entfaltung des Universums, desto mehr geistige Errungenschaften werden realisiert, desto näher kommen wir dem Kern der Erde, jener Altlast, die unseren Fortschritt nährt, desto mehr entfernen wir uns jedoch vom Kern des Wesentlichen und nähern uns zugleich jener Grenze des Möglichen … dem Zenit der Unordnung.

   Es macht durchaus Sinn anzunehmen, dass Öl abiotisch entsteht, jedoch  biozentrischen  Ursprungs ist, und aus der Tiefe nach oben drängt, damit, im Rahmen der Problematisierung des PROBLEMS, und der damit einhergehenden Bewusstwerdung, diese Altlast ihrer energetischen Last, soweit möglich, entledigt werden kann.  Traum(a)arbeit 
im Kollektiv der Menschheit

   Sich Gedanken machen, um ein Problem zu lösen, ist nichts anderes, gelingt dieses doch nur nachhaltig, wenn der Kern des Problems angegangen wird. Daher mag es naheliegen, dass das PROBLEM nicht von Einzelnen, sondern nur in der Gemeinschaft des Lebens gelöst werden kann … und nur, indem der Kern des PROBLEMS erkannt wird, wozu es die Problematisierung durch technologischen Fortschritt bedarf. Ebenso die Nutzung des Erdöls für unsere Zwecke, entspricht das Bohren nach und das Fördern von Öl doch der Blutentnahme aus einer Verkörperung. Was wir aus Öl herzustellen vermögen, entspräche demnach der Blutuntersuchung. Und so wie wir in der Vielfalt der Produktpalette, die wir konsumieren, nicht zwischen den Produkten ”lesen”, kein Gefühl für das Graben von Massengräbern erlangend, so betrachten wir in der Regel einzig die einzelnen Blutwerte und deren Abweichungen von einer festgelegten Norm, nicht aber was der Körper, dem das Blut entnommen wurde, als Ganzes mitzuteilen hat.

   Etwas anschaulicher, wie kurz zuvor bereits angedeutet, mag sich mit der Entwicklung von Kindern darlegen lassen, was es bedeutet zwischen den Zeilen zu lesen, auch wenn der Umstand von Massenimpfungen reichlich Exformation in Richtung Big Data verschoben hat und das Offensichtliche mehr und mehr ins Verborgene abgerutscht ist … aus den Augen, aus dem Sinn, radioaktiven Abfällen ähnlich, die tief in der Erde verscharrt werden, anstatt als offensichtliche Altlast stets im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert zu sein.

Krankheiten heilen von innen nach außen, von oben nach unten und
in der umgekehrten Reihenfolge des Auftretens der Symptome.

Hering’sche Regel

   So schreibt Manfred von Ungern-Sternberg, Homöopath mit Jahrzente währender direkter Erfahrung, in seinem Buch ”Vom Sinn der Kinderkrankheiten”:

... ”Nun gibt es zwei Weisen, Wissen zu erwerben, einmal über das Begreifen, zum anderen über das Verstehen. Das Kriterium des Begreifens ist das Erfassen mit vorgegebenen Begriffsmitteln, wie z. B. mathematischen Kategorien, Zahl und Maß und eine Anzahl von Unterbegriffen. Durch klare Definition entsteht entsteht ein Katalog oder ein Lexikon von Einzelheiten, die sich von bestimmten Voraussetzungen ableiten lassen. Das verstandene Wissen hingegen gründet auf dem systemischen Zusammenhang der Voraussetzungen selbst. Erst durch das Verstehen des Sinnes und der Möglichkeit ist quasi grammatikalisch eine Urteilsfähigkeit gegeben. Schließlich müssen wir uns an die Tatsachen halten. Davon ist heute kaum die Rede.” ...  Manfred von Ungern-Sternberg – Vom Sinn der Kinderkrankheiten – S.23

    Aus diesen Zeilen geht hervor, ohne zwischen ihnen lesen zu müssen, welche Möglichkeiten dem Geist in die Wiege gelegt werden und warum immer mehr Datengräber entstehen, während Datengräberstimmung dort herrscht, wo die wahre Geschichte des Lebens in bare Münze umgewandelt und vermeintliche Komplexität mit Vereinfachungen in geordnete Bahnen gelenkt wird. Immer mehr Möglichkeiten der Systematisierung, auf Kosten von systemischen Tatsächlichkeiten.

    Verstehen setzt Exformation voraus, zudem aber setzt Verstehen Erfahrungen voraus … und damit den direkten Austausch von Informationen, denn Leben ist tatsächliche Begegnung.

    Bezogen auf die Geschichte des Lebens verstehen wir Menschen als Spezies immer weniger von dem, was diese eine Geschichte uns zwischen den Zeilen mitzuteilen hat, schließlich misslingt es uns zunehmend unsere eigenen Kinder zu verstehen … doch wofür haben wir immer mehr Experten, die uns anhand neuester Datenerhebungen sagen können, was unsere Kinder brauchen und was mit ihnen nicht stimmt. Der Fluch einer  flüchtigen Zeit  
, von Kindesbeinen an.

   Die klassischen Krankheiten, während des Wachstums von Kindern, einhergehend mit Fieber und Hauterscheinungen, lassen sich sehr bildhaft auf die Entwicklung der Erde übertragen. Den Kinderkrankheiten liegen ebenfalls Altlasten zugrunde, angesammelt durch das genetische und energetische Erbe der Eltern und durch den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Die Auslöser der Erkrankungen liegen im unmittelbaren Umfeld des heranwachsenden Kindes, systemisch beschrieben im Buch ”Vom Sinn der Kinderkrankheiten”.

   Wie man vergleichenderweise  hier 
nachlesen kann, durchläuft auch unsere Erde einen derartigen Wachstumsprozess,  Kinderkrankheiten  inklusive, während etwas aus der Tiefe nach oben drängt und sich als ausgeprägte Symptome auf der Oberfläche zeigt. Wir nennen es flächenbedeckende Zivilisationen, zum Ausdruck gebracht durch den Abbau von Altlasten, während durch uns EINEN zeitgleich bereits zukünftige Neulasten geschaffen werden. Dabei ist dieser ausdrucksstarke Prozess eine Notwendigkeit, eben um die Befreiung von dieser Altlast zu ermöglichen … und nichts anderes machen Kinderkrankheiten, die umso mehr Angst und Schrecken verbreiten und so Neulasten schaffen, je mehr man sich auf Daten verlässt, anstatt langjähriger direkter Erfahrungen zu vertrauen. Was Manfred von Ungern-Sternberg bezüglich der Entwicklung von Kindern beschreibt, die ihre Kinderkrankheiten im Laufe der Kindheit durchgemacht haben, lässt sich komplett auf die Entwicklung der Erde, und damit auch auf das Leben als Ganzes, übertragen, denn die  Impfungen  , die wir Kindern zukommen lassen, sind nichts anderes als die Datensätze, die immer mehr Informationen aus dem Kontext von Exformationen herausbefördern.

    So betrachtet ergeht es der Menschheit im Ganzen wie einem einzelnen Kind. Beide durchleb(t)en ein Trauma und sind dem Schatten, welcher von Generation zu Generation weitervererbt wird, ausgesetzt. Was die Menschheit bis zum Höhepunkt ihrer Pubertät, dem Zenit, erlebt und durchmacht, gleicht der Kindheit der Kinder. In beiden Fällen spielt der technologische Fortschritt eine entscheidende Rolle, um sich der Schatten nicht stellen zu müssen, um sie zu leugnen, damit erst jenseits der Pubertät die Bewusstwerdung der wahren Hintergründe einsetzen kann. Daher auch die zunehmende Entfremdung von Exformation und Information, ist der Schatten doch das Kernproblem und das Trauma der Beginn des Lösungsweges, eingeleitet durch die Abnabelung von der Mutter bzw. von den ANDEREN, mit neuen Möglichkeiten, die den Eltern nicht zur Verfügung standen.



    Unser Fortschritt dient der Vergangenheitsbewältigung der Menschheit. Es ist das Ausdrucksmittel des Prozesses, welcher durchlaufen werden muss, bevor Heilung letztendlich einsetzen kann. Daher auch die Kinderkrankheiten.

    Typisch für die Pubertät ist, dass verwurzelte Erfahrungen, zuvor erwähntes verstandenes Wissen, in den Wind geschlagen werden. Nichts anderes widerfährt der Menschheit, unter anderem an der gesellschaftlichen Bedeutung der Impfungen oder der Kaiserschnitte zu erkennen … oder an den transhumanistischen Ideen, die in der Notwendigkeit des Natürlichen, des HARMONISIERENDEN, eine Bedrohung für uns Menschen sehen, so auch in den Kinderkrankheiten, oder in der von uns angenommenen Fehlerhaftigkeit unseres Genoms und unserer biologischen Beschränktheit:

... ”Every one of us was born into a fixed genetic endowment that is not of our choosing, not even of our parents’ chossing. In addition, we are each born unequal, with different (and often profoundly limited) physical, intellectual, and moral capabilities. And we are all subject to the limits of the ”human condition” in general, including the inevitability of death. Freedom from a fixed human nature that is conditioned by a particular historical path and is far from perfect will be the greatest and final freedom for humanity.

[ ... ]

The freedom from human genetic bondage is in our hands. This is our frontier. Let us step forward with joy, courage, and responsibility.” ...  Ted Chu – Human purpose and transhuman potential – S. 24-25

    Doch der Mensch kann gar nicht ohne die ANDEREN sein, ist er selbst doch viralen und bakteriellen Ursprungs bzw. Ursprung des als Viren und Bakterien verkörperten ”Teils” des Gesamtbewusstseins. Geist entfaltet seine Möglichkeiten der Maximierung der Abgrenzung vom Leben als Ganzes und belügt sich somit selbst, wie es folgende Verhältnisse von Exformation und Information verdeutlichen:

   
  • Exformation verhält sich zur Information wie das Universum zur Erde, wie die Erde zum Erdkern, wie ein Körper zu seinen Organen, wie Organe zu ihren Zellen, wie Zellen zu ihren Zellkernen … wie das Gesamtbewusstsein zur Menschheit, wie das Terrain zur Karte, wie die Wirklichkeit zur Realität, wie Emotionen zu Gefühlen.
  • Solange Informationen im Rahmen der Exformation bleiben, liegt Kontext vor und Kohärenz ist möglich.
  • Komplexität ist besagtes Maß für gesprengte Rahmen und daraus folgender Entfremdung. Je ausgeprägter die Komplexität, desto mehr Daten können erhoben werden, um die entwurzelte Beziehung von Exformation und Information künstlich am Leben zu halten, wofür jedoch mehr und mehr Energie benötigt wird.



    Zeigt sich in all diesen Dynamiken zwischen Exformation und Information nicht der scheinbare Fluch jenes Geschenks, von dem in den vorherigen drei Teilen der Schwarzmalerei die Rede war ? Zeigt sich die Bösartigkeit des Geistes nicht in der Systematisierung des Systemischen und damit in der Problematisierung des PROBLEMS ?



    Was wäre unser Fortschritt, wenn es dieses energiereiche Geschenk, allen voran das Öl, nicht gäbe ? Wie stünde es dann um die Bewusstwerdung des Lösungsweges bezüglich des PROBLEMS ? Wie sähe es mit Big Data aus, wenn weder Holz, noch Kohle, noch Öl, oder aber Uran, verfügbar wären, um unseren Fortschritt anzufeuern ?

... ”Google’s tech is about commodifying the planet through unequal exchange of data, but it may have other affordances. Whereas all you can say about a business built on coal-fired power plants is that it has no future at all.” ...  McKenzie Wark – Quelle


   Bewusstsein ist der verantwortungsvolle Auftrag den Lösungsweg, über die Problematisierung des PROBLEMS, fortzuführen. Im Grunde aber ist Bewusstsein an sich nicht das Herausragende am Leben, sondern vielmehr die Bewusstwerdung im Streben allen Seins, in der Realisation aller bewussten Verkörperungen. Im aktuellen Universum ist die Menschheit das ”Mittel” zur Bewusstwerdung. Den ANDEREN wird dabei bewusst, was alles möglich ist, uns EINEN aber wird bewusst werden, was alles notwendig ist, damit die gemeinsame Bewusstwerdung allen verkörperten Lebens vollwertiger, intensiver, vollzogen werden kann, als jene, die zu jenem Bewusstsein geführt hat, von dem wir ALLE gemeinsam ”gestartet” sind. Dazu braucht(e) es den technologischen Fortschritt, dazu braucht(e) es das ”verfluchte” Geschenk, denn unser Fortschritt lässt wahren Fortschritt dort offensichtlich werden, wo unser Fortschritt nicht seinen eigentlichen, seinen von uns geplanten, Zweck erfüllt:

... ”Nuclear weapons are an example of the way science and technology can transcend their own horizon of origin and lead to precisely the opposite of what they were intended for when they were created.

Other technologies, too, ave transcended their horizon of origin – for example, the technology for conquering space led to the understanding of the life on our planet, and the technology for carrying out computations led to the knowledge that we cannot compute everything.” ...  Tor Nörretranders – The user illusion – S. 404-405

    Bewusstwerdung bedeutet zwischen den Zeilen zu lesen und ein Gefühl für das GANZE zu erspüren und Vertrauen in dieses Gefühl zu setzen. Somit dient der technologische Fortschritt dem Offenbaren der Schatten, durch den Verlust verwurzelter Beziehungen. Menschliches Bewusstsein, wie jegliches Bewusstsein, benötigt Informationen, lässt sich aber mehr und mehr von den Möglichkeiten der Daten zu geistreichen Ideen verführen. So existiert die systematische Problematisierung des PROBLEMS als Verkettung von Trennungsängsten und Erwartungen, woraus sich zwangsläufig im Laufe der Zeit zu erwartende Trennungsängste und angstvolle Erwartungen ergeben und sich folgenschwer aneinanderketten. Der realisierte Weg ”zurück” zum eigentlichen Kern des Lebens, dorthin, wo Exformation und Information Eins sind, ist jedoch mitunter äußerst schmerzhaft und erfordert Vertrauen und Mut, sich in Wirklichkeit als die Bewusstwerdung wahren Fortschritts offenbarend. Diesbezüglich noch einmal, nein, dreimal, Tor Nörretranders:

... ”It is an acceptance, too, of the fact that because people know far more about each other than their consciousness knows, and because people do far more to each other than their consciousness knows about, it is not enough to decide on the right point of view and then convey it via the low bandwidth of language: One must simply do something that one believes is right to the depths of one’s organism. Because the effects are greater than we are conscious of.” ...  Tor Nörretranders – The user illusion – S. 407

 ... ”The religious philosopher Martin Buber belongs to the Hasidic movement that arose among Polish Jews in the 1700s. Its point is that union with the divinity is attained not by turning one’s back on the world but by going out into the world with one’s whole being, right in the middle of things. What is sacred is the enjoyment of life here and now. In his famous book Ich und Du (”I and Thou”), from 1923, Buber writes of God as ”the wholly Other” but also as ”the wholly Same, the wholly Present.” God changes and transforms, but is also ”the mystery of the self-evident, nearer to me than my I.”” ...  Tor Nörretranders – The user illusion – S. 411

... ”The culture and civilization of consciousness has celebrated huge triumphs, but it also creates huge problems. The more power consciousness has over existence, the greater the problem of its paucity of information becomes. Civilization fills people with a lack of otherness and contradiction, which leads to the same kind of insanity we find in dictators surrounded by yes-men.

[ ... ]

Consciousness does not contain much information, for information is otherness and unpredictability. Consciousness will find composure by acknowledging that people need more information than consciousness can supply. Man also needs the information contained in consciousness, just as we need a map to find our way around the terrain. But what really counts is not knowing the map – it is knowing the terrain.

The world is far richer than we know from looking at a map of it. We ourselves are far richer than we know from looking at the map of ourselves.” ...  Tor Nörretranders – The user illusion – S. 416-417

    Für all diejenigen, die meinen Rahmen an Exformation nicht teilen bzw. auf die Schnelle informiert werden wollen, lasse ich James Clerk Maxwell meinen schwarzmalerischen Vierteiler folgendermaßen zusammenfassen:

”What is done by what is called myself is, I feel, done by something greater than myself in me.”



   Entwurzelnder Geist ist böse und Energie hat Schuld daran … aber beide können nichts dafür, denn es kann nur realisiert werden, was notwendig ist, und was ermöglicht wird.

   Dem wahren Fortschritt geht es dabei nicht darum, dass ein Lebewesen als Erster, als Bester, in die Geschichte eingeht, vielmehr geht es dem wahren Fortschritt um das Subtile in der Gemeinschaft. So kann weder Neid entstehen noch all die anderen Folgen geistiger Intervention, die reaktive Unordnung sich auftürmen lassen. Wahrer Fortschritt ist nur möglich, wenn sich Lebewesen eines gemeinsamen Raumes bewusst werden, in dem sie gemeinsame Zeit verbringen, von Angesicht zu Angesicht, so einen Rahmen schaffend, der Exformation hervorbringt. Technologischer Fortschritt kann das nicht leisten … aber dafür ist er ja auch weder gedacht, noch erdacht worden.

    So nutze auch ich meine Texte um Exformation zu erschaffen, unter Einsatz von Energie, so verwurzelt wie mir möglich ist, im Rahmen des mir notwendig Erscheinenden. Dabei geht es nicht um Anerkennung, darum, besagter Erster zu sein, der vielleicht eine Theorie aufgestellt hat, die in unsere Geschichte eingehen wird. Nein, da ich mir des fehlenden Einklangs meines Rahmens mit den Rahmen der Leserschaft bewusst bin, sehe ich meine Arbeit, die ich jedoch nicht als solche empfinde, als Wegbereitung an, damit Andere aufgreifen können, was von mir bereits exformiert wurde. Reichlich Informationen habe ich so in den letzten fünf Jahren mittels des technologischen Fortschritts zusammengetragen, unzähligen Pfaden gleich, und als Datensätze in das Internet übertragen, tausende von DIN A4-Seiten breit.
Doch wie steht es um die Tiefe ? Nun, ich vertraue ebenfalls auf das Subtile, welches die ANDEREN fortwährend vorleben. Denn, wie die Geschichte des Lebens es zeigt, kommt irgendwann immer ein Punkt, wo das Subtile ein weiteres Etappenziel auf dem gemeinsamen Lösungsweg des Lebens erreicht, jener zuvor erwähnte Evolutionssprung. In Wirklichkeit jedoch handelt es sich um das Interpretieren neuer Möglichkeiten innerhalb einer bestehenden Notwendigkeit, ist Bewusstwerdung doch nichts anderes als HARMONISIERUNG … es ist, als ginge einem der EINEN ein wesentliches Licht auf … so, wie es zu Beginn eines jeden neuen Tages den ANDEREN aufgeht, in der Chorgemeinschaft des Lebens.

The world is deep: and deeper than day has ever comprehended.
Nietzsche – Thus Spoke Zarathustra

Great star! What would your happiness be, if you had not those for whom you shine! . . .
I must descend into the depths: as you do at evening, when you go behind the sea and bring light to the underworld too, superabundant star !
Nietzsche - Thus Spoke Zarathustra

    Die Sonne ist die Verbindung zwischen Exformation und Information. Sie ist der Informant des Lebens des aktuellen Universums und das Schlüsselloch im Tor zu den Sternen, dem morphogenetischen  Feld . Jeder Stern eine  Nervenzelle .

  Im Kern der Erde jedoch steckt jenes Erbe der kosmischen Vorgenerationen, welches im aktuellen Kosmos ein Schattendasein fristet und böses Blut geistreich in Szene zu setzen vermag … der Stoff aus dem Familientragödien hervorgehen.

  Besagtes Erbe bringt all die Möglichkeiten hervor, mit denen der pubertäre Expansionsdrang des technologischen Fortschritts realisiert werden kann. Dieses Erbe ist die dunkle Sonne, ein noch bestehendes Kernproblem, welches sich zum Trauma der Menschheit, der Abnabelung vom Gesamtbewusstsein, gesellt. Egal welche Theorie was über den Kern der Erde besagt, ob flüssiges Eisen-Nickelgemisch, ob Plasma, oder Kernfusion, jede Vorstellung vom Kern erscheint immerzu im Licht der Exformation des zugehörigen Rahmens der gewohnten, gesellschaftstauglichen Betrachtungsweise.

... ”The sensations we drink from the black sun afflict us as ruinous passion, skewering our senses upon the drive to waste ourselves.” ...  Nick Land – The Thirst for Annihilation: Georges Bataille and Virulent Nihilism. – S. 29

    Ja, was wäre der Fortschritt ohne Öl wirklich wert ?
Was wäre der Mensch ohne Viren und Bakterien bzw. ohne das Bewusstsein, welches sie verkörpern ?
Was wäre das Leben ohne jene Biosphäre, die, tief im Innern der Erde, sich dem Sonnenlicht entzieht und sich stattdessen vom Öl ernährt, wie es Thomas Gold in seinem Buch ”The deep hot biosphere” beschreibt und auch  anderswo 
 für Erstaunen sorgt ?
Wo das Leben als Ganzes seine Wurzeln hat, dürfte immer deutlicher werden. Noch deutlicher aber wird, was das für die Biozentrik des Universums bedeutet … und für die ”Anfänge” des Gesamtbewusstseins, als dieses Universum noch in den Kinderschuhen steckte … und zwar in den Kinderschuhen der Menschheit !
Kein Wunder also, dass wir immer tiefer graben und bohren müssen, um jenes Trauma tatsächlich zu verstehen, welches uns seit unserer gemeinsamen Kindheit in Form geistiger Errungenschaften verfolgt, uns so immer gesellschaftsfähiger werden lassend, jedoch immer unfähiger der Gemeinschaft des Lebens als Ganzes verantwortungsvoll zur Seite zu stehen … denn woher sonst kommen solch obskure Ideen wie f***ing fracking !?


Peter Gabriel – Digging in the dirt

...
Something in me, dark and sticky

All the time it’s getting strong
No way of dealing with this feeling
Can’t go on like this too long
...


 Seitenanfang 





































































































































 Mai 2014      BEYOND   


Und genau um diese philharmonische Meisterleistung, zur Schaffung von Leben, dreht sich der Artikel, der  hier   verlinkt ist und manches Aha und Oho zu bieten hat, eine Ahnung davon vermittelnd, was die Gemeinschaft des Lebens wirklich zu bieten hat.

   Bernie Krause ist offensichtlich das Unmögliche gelungen … er hat eine Möglichkeit gefunden den technologischen Fortschritt der Menschen in wahren Fortschritt, im Sinne allen Lebens, umzuwandeln, indem er mit seinen eigenen Fähigkeiten die fortschrittlichen Möglichkeiten von uns EINEN dazu nutzt die Stimmen der ANDEREN für uns EINEN hörbar zu machen, ohne dass dabei die wesentlichen Beziehungen und Feedbacks zum GANZEN unterdrückt werden. Oder ausgedrückt mit meinem Empfinden für das GANZE: Bernie Krause hat die musikalische Begleitung der realen Bildersprache offenbart, welche die Grammatik dieser Sprache ist und so die HARMONIE des GANZEN bewahren kann, obwohl wir EINEN diese Muttersprache der Lebensgemeinschaft zunehmend durch entwurzeltes Vokabular vom eigentlichen Kern entfremden. Diese musikalische Begleitung wird seit jeher von der goldenen Philharmonie allen verkörperten Bewusstseins uraufgeführt, wann immer das Licht der Sonne beginnt die Bühne des Lebens zu beleuchten … ohne dass dabei ein Spotlight einen Einzelnen in den Vordergrund rückt.

   Bernie Krauses Werk ist ein Zeugnis dafür, dass es in dieser Philharmonie keine ersten Geigen gibt und dass es Folgen für das Leben als Ganzes, und daraus hervorgehend auch für das GANZE, hat, wenn EINE Spezies meint, doch die ersten Geigen spielen zu müssen. So steckt nicht nur der Teufel im Detail, sondern ein fortschreitender Zeitgeist in der täglichen Partitur besagter Philharmonie, die, ganz ohne Zufall, das Leben selbst ist … seit jener folgenreichen, und seitdem nicht minder problembehafteten, Trennung der EINEN von den ANDEREN, weshalb es in der Realität zu einer immer komplexeren Verkettung durch die Terrorisierung, äh, Techn(o)isierung des Einklangs im Vielklang, sprich, der Kohärenz, kommt.

   Erhört man Bernie Krauses Werk mit dem Sinn für Kohärenz, dann zeigt sich, wie aus reaktiver Unordnung aktive Ordnung werden kann, und wie, mittels direkter Auflösung von Problemen, aus immer mehr Disharmonien stets HARMONIE hervorzugehen vermag … bis zu jenem schicksalhaften Höhepunkt der philharmonischen Darbietung, der den Zenit der Unordnung bilden wird und zugleich der Tiefpunkt unseres Verhältnsses zu den ANDEREN sein wird. Seine Worte untermauern die Bedeutung direkter, verwurzelter Beziehungen zum Leben, inklusive aller Feedbacks und Wechselwirkungen … und deren Konsequenzen, ohne dass diese Informationen, aus ihrem unmittelbaren Kontext herausgelöst, als Daten die Runde machen und für Verkettungen von Problemen sorgen, im Versuch diese Daten für uns EINEN nutzbar zu machen, wie zuvor in Teil 3 und 4 der Schwarzmalerei meinerseits beschrieben wurde und es im verlinkten Text seitens der computerlastigen Wissenschaft beschrieben wird.

... “The voice of the natural world informs us about our place in the living world and how we’re affecting it,” he says. “It tells us everything we need to know about how we’re doing in relationship to it.” ...  Decoding Nature’s Soundtrack – Issue 12: Feedback – Nautilus

   Immer wenn die natürliche Ordnung lauter wird bzw. ihren Informationen mehr Nachdruck verleiht, ohne dass dadurch mehr Informationen vermittelt werden, sollten wir unsererseits hellhörig werden, was wir jedoch, mehr und mehr von der Lebensgemeinschaft entwurzelt und mit Kopfhörern im ”Freien” bezeugend, immer weniger tun. Erreger, die mittels Symptomen ”lauthals” auf Disharmonien im direkten Umfeld hinweisen, um diesbezüglich Aufmerksamkeit zu erregen, werden so einfach a(nti)biotisch zum Schweigen gebracht, anstatt dass ihrem Informationsfluss nachgegangen wird. ANDERES, vermeintliches, aggressives Verhalten von Lebewesen wird ebenfalls mittels fortschrittlicher Errungenschaften unsererseits eingegrenzt, ausgemerzt oder sonstwie unschädlich gemacht, doch ist der Schaden nur aus unserer kurzsichtigen und kurzfristigen Sicht der Partitur eine reale Bedrohung für menschliche Hörgewohnheiten, denn in Wirklichkeit kommt es zu diesem Crescendo der ANDEREN, weil die Stimmigkeit der Philharmonie auf dem Spiel steht. So versucht der Mensch aus der gesamten Partitur schlau zu werden, ohne jedoch das Gespür für das GANZE als wesentlich zu erachten und indem zudem jede Note vereinzelt für sich betrachtet wird. Dabei übersieht er aber, was wirklich vonnöten ist, nämlich das Zusammenspiel des Ganzen im Rahmen des GANZEN. Obendrein erhebt der Mensch seine Stimme bzw. stellt er seine Technologien in den Vordergrund, in der Annahme dadurch mehr Informationen ermitteln zu können und vermittelt zu bekommen, doch ist die Folge vielmehr die Verallgemeinerung von kontextgelösten Daten. Massenkompatibilität, statt Einzigartigkeit. Systematische Entwurzelungen, statt Verwurzelung im Systemischen. Es ist wie der 3D-Effekt im Kino … viel Aufwand, mehr Technologien, höhere Kosten, und das alles nur um etwas Reduziertes, vom Gesamtbild Isoliertes, mehr in den Vordergrund zu stellen. Statt goldener Philharmonie direkt vor Ort nur graue MP3s fürs Autoradio.

   Die Rolle wahren (Er-)Spürens, oder direkter Begegnung, wird auch im verlinkten Text deutlich, denn:

... ”There’s something profoundly important to Krause about the human act of listening, about being there.” ...  Decoding Nature’s Soundtrack – Issue 12: Feedback – Nautilus

   Ist man indes nicht gewillt der Philharmonie im Ganzen zu lauschen, um ein Gefühl für das GANZE zu erfahren, dann (t)wittert die weitere Begeisterung für den unersättlichen Appetit des technologischen Fortschritts ihre Chance und nutzt sie, möglichst kostengünstig für uns EINEN, auf Kosten der ANDEREN, wann und wo immer es möglich ist, während zugleich jedoch die Motivation der ANDEREN steigt ihren HUNGER nach Ausgewogenheit der HARMONIE zu stillen, sprich, wahrhaftig satt zu werden. Wie ? Nun, davon erzählen sie allmorgentlich bei Sonnenaufgang:

... ”It’s the beginning of the dawn chorus: that universal performance, whether in rain forest or tundra or this particular semi-arid riparian pocket, when the community of life greets a new day. Most of Krause’s work, and much of soundscape ecology recordings, involves recordings taken at this information-rich time.” ...  Decoding Nature’s Soundtrack – Issue 12: Feedback – Nautilus

   Und damit komme ich zur verborgenen Offensichtlichkeit, vorborgen für all jene, die vom wahren Wesen des Lebens entwurzelt sind bzw. im Begriff sind, diese Wurzeln fortschrittlich zu durchtrennen, getrennt vom eigentlichen und nuancenreichen Ursprung der Darbietung.
Zur Einstimmung auf das nun Folgende, lege ich allen Interessierten weitere Einblicke in Bernie Krauses Arbeiten ans Herz. Diese finden sich im  hier verlinkten Zweiteiler  
, woraus folgendes Zitat entnommen wurde:

... ”Wenn Sie die Klangdiagramme eines natürlichen Morgenchors und einer Mozart-Sinfonie vergleichen, werden sie Ähnlichkeiten im Aufbau erkennen.” ...

   Wie kann man in den Worten einer Sprache indirekt vermitteln, wie die ANDEREN die HARMONIE wahren können, die wir EINEN mehr und mehr mit Disharmonien vom wahren Fortschritt abzubringen versuchen ? Vielleicht indem man sich in Wolfgang Amadeus Mozart oder Johann Sebastian Bach hineinfühlt, als sie ihre Partituren handschriftlich zu Papier brachten, den jeweils ganz eigenen Fähigkeiten entsprechend, und gar in Verbindung mit etwas Wesentlichem, eine energetische Brücke überquerend ?



   Konsens- WIKIPEDIA 
schreibt zur ”Partitur”:

... ”Eine Partitur (ital. partitura „Einteilung“) ist eine untereinander angeordnete Zusammenstellung aller Einzelstimmen einer Komposition oder eines Arrangements, so dass der Dirigent das musikalische Geschehen auf einen Blick überschauen kann. Partituren werden auch verwendet, um Musik reproduzierbar aufzubewahren.” ...

” … so dass der Dirigent das musikalische Geschehen auf einem Blick überschauen kann.” Aha.
”Partituren werden auch verwendet, um Musik reproduzierbar aufzubewahren.” Oho.

    Da haben wir doch das A und O des Lebens als Ganzes, zumindest bezogen auf die erste, noch laufende, ”Halbzeit” der realisierten Evolution, als Ausdruck der Devolution des Gesamtbewusstseins:
  • Die ANDEREN überblicken fortwährend die Gemeinschaft als Ganzes, wir EINEN dagegen verlieren den Blick für das Wesentliche dieser Gemeinschaft.
  • Die ANDEREN werden Opfer der Dynamik, welche die Partitur des Lebens an die Rahmenbedingungen anpasst, ohne sich jedoch als Opfer zu fühlen, wir EINEN dagegen sind zu Opfern immer weniger bereit und wollen Gewohntes, Vertrautes, möglichst lange bewahren, uns im Rahmen dessen immer öfter selbst als Opfer ansehend. Wir frieren somit bildhaft ein, was sich nicht energetisch konservieren lässt, ohne seine Rolle für die Lebensgemeinschaft zu verlieren, nur um es später, nach unserem Belieben, wieder aufzutauen, damit unser Appetit nach Mehr unter anderen Umständen kurzfristig befriedigt werden kann … u. a. Naturschutz genannt, innerhalb von uns festgelegten Grenzen.
  • Die ANDEREN vertrauen dem Sonnenlicht und lassen sich von ihm informieren, transformieren und für das weitere Vorgehen inspirieren, wir EINEN aber machen die Nacht  künstlich zum Tage  , um in dieser Zeit immer mehr Daten in den Griff zu bekommen, und verpassen zudem die philharmonische Prélude, an der die ANDEREN alltäglich von Natur aus teilnehmen, gemeinschaftlich versammelt im informationsreichen Rotlichtmilieu des Sonnenaufgangs.
  • Die ANDEREN sehen das Sonnenlicht mit ganz anderen Augen, wir EINEN dagegen haben kaum noch Augen für das Licht des beginnenden Tages, kaum noch Ohren für seine musikalische Darbietung, und kaum noch Geduld für das Wesentliche … obwohl es Zeiten gab, in denen das  anders  war …
  • Die ANDEREN nutzen das Timbre ihres gemeinschaftlichen Stimmumfanges, um die HARMONIE lebendig werden zu lassen, wir EINEN aber kehren diesem Klangspektrum den Rücken zu oder nutzen es als  ”diabolus in musica”  für eigene Zwecke, jenseits der HARMONIE, obwohl besagter  Tritonus  wesentlich für die HARMONIE ist, von den modernen westlichen  Hörgewohnheiten  hinsichtlich Musik ganz zu schweigen.
  • Die ANDEREN modelieren vielstimmig Lebensräume, wir EINEN systematisieren das Werk der ANDEREN und erheben uns mehr und mehr zum Dirigenten, indem wir uns aus dieser modulierenden Vielstimmigkeit zurückziehen und eine Solokarriere der Menschheit anstreben, eingehüllt in Lichtschutzfaktor 50.
    Bernie Krause bringt es auf den Punkt, wie es Mozart und Bach und anderen Komponisten zeitloser Meisterwerke gelingen konnte, was dem technologischen Fortschritt, als Verkörperung des jeweiligen Zeitgeistes, immer weniger gelingt:

... ''Krause requires no scientifically validated tools to hear that feedback. “If you know how to listen to it, then it’s really clear what’s happening,” he says. “As the natural world becomes more silent over time, the question is: Is that what we want?"'' ...  Decoding Nature’s Soundtrack – Issue 12: Feedback – Nautilus

   Gemeint ist das Feedback mit der Stimmigkeit im Ganzen bzw. GANZEN, der Ausgewogenheit von HARMONIE, die dynamische Waage zwischen Spannung und Entspannung und damit die Verankerung im Wesentlichen. Gemeinsam ist das Leben eine unsterbliche IDEE voller Musik, und jedes Lebewesen eine vergängliche Idee für sich, wie eine Note … liegt doch einzig in der Vergänglichkeit die Bewahrung der HARMONIE, durch das wahre Wesen aller Ideen, die das Leben als Ganzes im GANZEN unsterblich werden lassen … aus LIEBE zur HARMONIE.

   So werden auch Mozarts und Bachs Partituren heute noch unverändert gespielt, nur jeweils anders musikalisch interpretiert, sprich, nachgespielt bzw. aufgetaut, während zeitgenössische Musik immer vergänglicher wird und eher die Möglichkeiten des Fortschritts widerspiegelt, als die Fähigkeiten des Komponisten sein Gefühl für die HARMONIE zu Papier zu bringen. Heute erzählt unsere Musik von eigenen Geschichten, nicht aber von der gemeinsamen GESCHICHTE des Lebens. Daher verwundert es nicht, dass wir uns kaum noch für diese GESCHICHTE interessieren, geschweige denn Ohren haben, hören wir mit diesen doch auf Schritt und Tritt nur unsere eigenen Geschichten, isoliert dargeboten in einem verzerrten und systematisierten Klangspektrum, geeicht auf 440 Herz.

    Der stimmgewaltige Chor, als Ausdruck der goldenen Philharmonie, der jeden neuen Tag eröffnet, bringt alle Mitglieder des Chors in Einklang mit den notwendig werdenden Stimmen, damit die HARMONIE aufrechterhalten werden kann. Stimmen, die fehlen bzw. verloren gegangen sind, müssen nach Möglichkeit ersetzt werden, mitunter durch andere Stimmen. Stimmen, die überproportional zugenommen haben, müssen besänftigt bzw. entfernt werden. Die Diversität des Lebens ergibt sich somit aus dem benötigten Klangspektrum verschiedenster Stimmen, damit die Partitur eines jeden Tages möglichst HARMONISCH gestaltet werden kann … mit allen Konsequenzen für das Leben, uns Menschen inklusive.
So wird im Laufe des Tages an der Ausgewogenheit aller Stimmen gemeinschaftsdynamisch direkt vor Ort ”gearbeitet”, allerorten … Fressen und gefressen werden, aus LIEBE zur HARMONIE, ausgedrückt als das Leben, täglich aufs Neue dargeboten, als eine weitere einzigartige Partitur, die in ihrer Klangfülle und Tiefe nicht verewigt werden kann. Und doch findet sich in jeder weiteren Partitur alles wieder, was zuvor ausgedrückt wurde und somit notwendig war.

Wie wir Menschen diese  ”Liebestechnik”  interpretieren steht dagegen auf einem ganz anderen Blatt. Doch egal, wie sehr wir Menschen uns in diesen Chor einmischen, egal, wie laut wir unsere Stimmen, obendrein künstlich verstärkt und entfremdet, erheben, ohne etwas wirklich Wesentliches zur Gemeinschaft des Lebens beizutragen, egal, wie kraftvoll wir auf die Pauke hauen und die ANDEREN nach unserer Pfeife tanzen lassen, geben immer diejenigen den wahren Ton an, die am leisesten, aber ausdauernd, für ordentlich gute Stimmung sorgen, damit die goldene Philharmonie auch HARMONISCH über die Bühne gebracht werden kann. Dass dieses, nach menschlichem Ermessen, nicht immer harmonisch (!) zugeht, zeigt sich unter anderem darin, dass wir EINEN unter einem musikalischem ”Ohrwurm” etwas anderes verstehen, als die ANDEREN mittels Infektionen zum Ausdruck bringen …

    Man stelle sich nur mal vor wie das Sonnenlicht über die sich  drehende Erdkugel  wandert … und das Echo des bereits erwachten Chores jene begrüsst, die gerade erst erwachen … während anderso Ruhe einkehrt und die Nacht sich herabsenkt. Im Einklang mit der  Schuhmann-Resonanz  … und unzähligen weiteren, wiederkehrenden Zyklen, deren Frequenzen keineswegs statisch, monoton, stampfend sind, sondern dynamisch, um, ganz im Sinne des Tritonus’, beschwingt aufzubrechen, was ansonsten nur weitere Probleme nach sich ziehen würde, schließlich bringt die Menschheit ihre eigene Stimmungslage immerzu ”lauter” mittels technologischer Möglichkeiten zum Ausdruck, sei es in Form von Radar, Funk, Strom- und Mobilnetzen, und dergleichen mehr.

   Man sagt: Morgenstund hat Gold im Mund. Aus Sicht des Lebens als Ganzes trifft dieses fürwahr zu. Bernie Krause sagt nichts anderes. So hört er offensichtlich nicht nur die Flöhe husten, sondern auch Viren den Ton bzw. Takt angeben, denn je leiser die Musik spielt, desto mehr wird im Stillen getrommelt. Ganz still aber ist es nur dort, wo das Leben nichts zu sagen hat, entweder, weil der Mensch das Leben zum Schweigen gebracht hat, oder, weil das Leben bewusst die Stille als notwendig erachtet … als Ruhezone, in der neue Möglichkeiten der Lebensgemeinschaft ersonnen werden, je nach Notwendigkeit für das GANZE, vor allem, wenn die Sonne nicht scheint und es Nacht ist … und so die Verbindung mit dem morphogenetischen Feld vorübergehend ruht bzw. auf ein Minimum reduziert ist. Dass die ANDEREN auch nachtaktive Vertreter haben hat dabei jedoch ganz andere Gründe, als menschliche Motivationen die Nacht zum Tage zu machen …

  All diese Eigenheiten der Phil-HARMONIE sind auch anderen Lichtgestalten des HARMONISCHEN Offenbarungseides bekannt, zum Beispiel La Monte Young, dessen  DREAM HOUSE  das Wesentliche der Bühne des Lebens darstellt.
So kann die Realität als musikalische Zeitreise allen Lebens verstanden werden, die sich fortwährend auf die HARMONIE einstimmt. Auf dieser Reise entziehen wir Menschen uns jedoch zunehmend der Intimität der Lebensgemeinschaft, mehr und mehr unser eigenes Ding machend, unsere eigene Welt schaffend, im Laufe eines Experiments, namens technologischer Fortschritt, welches immer größeren Abstand zur Intimität der Lebensgemeinschaft ermöglicht und so für immer länger währende Verstimmungen sorgt.

Kate Bush – Experiment IV

...
They told us all they wanted

Was a sound that could kill someone from a distance
So we go ahead and the meters are over in the red
It’s a mistake in the making
...

 

 Seitenanfang 


E
N
J
O
Y

T
H
E

S
I
L
E
N
C
E

O
F

H
U
M
A
N

T
E
C
H
N
O
L
O
G
Y

and
listen
to
the


P
U
R
P
O
S
E

O
F

H
A
R
M
O
N
Y


 Mai 2014      UPDATE   


   Vom Soundtrack der realen Bildersprache komme ich noch einmal zum Vokabular selbiger und damit erneut zu Japan, dem Katalysator, zu Dinosauriern und Fossilien, der Erdexpansion, der zyklischen Wiederkehr von Bildmaterial ... und zu einem aktuellen Kinofilm:

 Der "Godzilla"-Film in der AZ-Kritik  


... ''Godzilla ist mit Abstand das populärste Ungeheuer der Filmgeschichte. Aber schon in seinem ersten Auftritt in Ishiro Hondas Genreklassiker aus dem Jahre 1954 war klar, dass diese Riesenechse mehr als nur ein gigantisches Kinomonster darstellt.'' ...

 Filmkritik: "Godzilla"  


... ''Mit dem US-Blockbuster "Godzilla" kommt zum 60. Geburtstag der japanischen Riesenechse der mittlerweile 30. Godzilla-Film in die Kinos. Diesmal steht das Monster aber der Menschheit als regulierende Naturgewalt bei.'' ...

    Da fällt mir sofort noch die folgende Nachricht ein, schließlich lässt sich Dinosaurier mit schreckliche bzw. gewaltige Echse übersetzen:

 So schwer wie 14 Elefanten  


... ''Groß ist relativ. Die neu entdeckten Überreste einer bislang unbenannten Dinosaurier-Art in Argentinien sprengen jedoch alle bisher bekannten Maße: 40 Meter lang, 20 Meter hoch, über 80 Tonnen schwer - das sind die Kennzahlen der Tiere, deren Überreste Paläontologen jetzt in Patagonien entdeckt haben. Er war wohl, sagen die Forscher, das größte Lebewesen aller Zeiten.'' ...

   Nun, da fragt man sich, wie so ein Ungetüm überhaupt lebensfähig war ... es sei denn die Bühne des Lebens war anders, als bisher, aus Sicht des Konsens, angenommen wird ...  kleiner , zum Beispiel.

   Ja, die Sache mit den Fossilien als Bildvokabel, mit denen in der Gegenwart die Vergangenheit gestaltet wird, kam ja bereits zuhauf zur Sprache, z. B.  hier . Da erscheint das aktuelle Beispiel des Knochenfundes, allein aufgrund seiner Größe, unserem Streben nach Big Data sehr angemessen ... im wahrsten Sinne des Wortes ... äh, der Vokabel.

  Ein Objekt aus der Vergangenheit, welches jedoch in der Gegenwart gefunden wird, dient einzig der Glättung der bisherigen Geschichte, wie wir sie sehen und meinen zu verstehen. Es kommt somit zur Aktualisierung der Geschichte mittels neuer Ausdrucksmöglichkeiten, so dass sich die Vergangenheit aus der Gegenwart heraus verändert. Oder anders ausgedrückt: die Fossilien des Riesensauriers konnten erst realisiert werden, nachdem die Möglichkeiten zur Erfüllung eines notwendigen Rahmens gegeben waren.
Objekte, oder auch Bauwerke, die uns jedoch bereits seit Jahrtausenden offensichtlich durch die Zeit begleiten, tragen wesentliche Informationen durch besagten Zeitraum und sind bereits ein tragender Bestandteil der Geschichte selbst.
So ist es keineswegs Zufall, dass an Japans Küste nach wie vor Radioaktivität ins Meer gelangt und nun aktuell ein medienwirksamer Auftritt von Godzilla über die Bühne geht, während zeitgleich anderswo, nicht minder medienwirksam, gewaltige Echsen''überreste'' aus der Erde gegraben werden, denn, wenn ein  Katalysator  erst einmal eine Kettenreaktion in Gang gebracht hat, ist diese nur schwerlich aufzuhalten ... wenn überhaupt.

   Welches Un-Wesen mag sich da aktuell aus der Tiefe der Erde erheben, wie es der Kinofilm ''Gozilla'' momentan erzählt ? Welche Natur''gewalt'' mag sich als ausgleichendes Energie''bündel'' in naher Zukunft erweisen, um zu HARMONISIEREN, was ansonsten endgültig aus dem Ruder laufen würde ?
Ja, die eine Geschichte der EINEN und der ANDEREN hat so manch andere Geschichten zu erzählen ... wobei die Geschichten, die im nächsten UPDATE folgen, nicht zu jenen zählen werden, die zur HARMONIE beitragen ... ganz im Gegenteil. Das verwundert keineswegs, handelt es sich dabei doch einzig um weitere Geschichten von und über uns EINEN ... und unserer Vorstellung von Harmonie, sprich, einem sorgenfreien, angenehmen Leben. Kein Platz für Schwarzmalerei ... oder doch, schließlich dreht sich ALLES doch um die LÖSUNG des einen PROBLEMS ?!


 Seitenanfang 


D
E
R

B
R
Ü
L
L
E
R


 Mai 2014      UPDATE   


   In bisherigen, gewohnten Denkstrukturen weiterzudenken, lässt einzig immer weiteres Wachstum und Potenzial für selbiges erwarten. So auch das Weiterdenken technologischer Entwicklungen, wie im folgenden Dreiteiler beschrieben wird, eingeleitet durch einen Satz, der offensichtlich werden lässt, was uns EINEN zu erwarten hat, wenn wir die Rechnung komplett ohne die ANDEREN machen und Harmonie mit HARMONIE gleichsetzen:

... ''
Nur 15 neue Technologien werden über die Zukunft großer Teile unserer Wirtschaft und Gesellschaft entscheiden. Auf bis zu ein Viertel der Wirtschaftskraft Deutschlands sollen die Boom-Bereiche der Technik im Jahr 2025 Einfluss nehmen, heißt es in einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey.'' ...

    Jobperspektive und Marktpotenzial als wesentlicher Kern unserer Zukunft ? Dabei braucht es weder das Eine noch das Andere, um die HARMONIE des GANZEN bewahren zu können, geschweige denn, um Kohärenz hervorzubringen, indem reaktive Unordnung in aktive Ordnung gewandelt würde.
Doch lesen Sie selbst über alten Wein in neuen Schläuchen bzw. über alte Probleme, nur anders verpackt ... und der breiten Masse als unbedingtes Must-have verkauft:

 
 Boom-Technik 1-5 
 

 Boom-Technik 6-10
 


 Boom-Technik 11-15 
 

    Und was wird die zwangsläufige Folge dieser Entwicklungen sein ? Erinnert diese Auflistung nicht an die Thematik der vorherigen Schwarzmalerei in vier Teilen ? Werden hier nicht reichlich Fässer an weiteren Daten aufgemacht, ohne Bezug zur Exformation der ANDEREN und des GANZEN, so unserer Entfremdung weiteren Treibstoff zuführend, ohne dass der wesentliche HUNGER gestillt werden kann, einzig den Appetit auf mehr und immer mehr Daten verstärkend ?
Tor Noerretranders, den ich bereits im vierten Teil der Schwarzmalerei zitierte, kommt nun erneut zu Wort:

... ''Sensory poverty is on its way to becoming a major problem in society, provoking a cry for meaning amidst the flow of information. Man has moved down to a lower bandwidth, and he is getting bored.
In the long run, the problem is that nobody will traverse the material terrain anymore; people will merely sit plotting routes on a map. The linear civilization threatens to reploace the terrain with a map, so that it will be only in his time off that man knows he possesses materiality; that the I is rooted in a Me; that his head is planted on a body.'' ...  Tor Noerretranders - The user illusion  -  S. 398


   Wie leicht man der Versuchung erliegt Daten mit Informationen gleichzusetzen, wird auch bei Tor Noerretranders offensichtlich, doch sollte man bedenken, dass sein Buch bereits vor 16 Jahren veröffentlicht wurde und sein Werk seiner Zeit bereits gehörig voraus war, einer Zeit, in der Big Data noch in den Kinderschuhen steckte ...
So lässt sich vielleicht an einem kleinen Beispiel weiter verdeutlichen, wo Exformation, Information und Daten ihre jeweiligen Besonderheiten haben:

Exformation ist nackt durch den Wald laufen, um von A nach B zu gelangen, egal, bei welchem Wetter.
Daten sind wie eine Autofahrt im vollklimatisierten Auto, welches den vollständig bekleideten Fahrer mittels Navi von A nach B befördert, egal, bei welchem Wetter.
Informationen sind alle Spielarten dazwischen, um von A nach B gelangen zu können, nie ganz nackt und nie gänzlich abhängig vom technologischen Fortschritt, je nach Wetterlage.


    Da mag man sich erneut fragen, welcher wesentliche Mangel uns Menschen derart fortschrittlich durch das künstliche  Spiegellabyrinth  unserer Gesellschaft eilen lässt, ganz von Sinnen, immer kartenfester, aber terrainfremder werdend.
McKenzie Wark, dessen Buch ''A hacker manifesto'' bereits auch schon mehrfach in meinen bisherigen Ausführungen zur Sprache kam, gab diesbezüglich, zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Buches, ein aufschlussreiches  Interview
  , in welchem er all die Symptome, die sich in besagtem Labyrinth spiegeln, in einem Satz zusammenfasste, so zum Kern unseres Fortschritts vordringend:

... ''Surplus data as ''business model'' rather than surplus value.'' ...

   Geldmacherei, statt Kohärenzfindung. Da kann man wirklich Schwarzmalen, wenn man die Aussagen dieser zwei Autoren auf die 15 Boom-Techniken der kommenden Jahre überträgt. Wark beendete das Interview diesen Erwartungen entsprechend :

... ''I think the possibilities for new futures come not from resisting but from accelerating technical development even under present conditions. There’s no way back; we can only go forward, difficult though that may be. That was what I argued in A Hacker Manifesto ten years ago.'' ...

   Ja, wenn man einzig uns EINEN Glauben schenkt, wird Schwarzmalerei offenbar zur Hellseherei. Blickt man aber mal auf von der vertrauter werdenden Karte bzw. wendet man mal seinen Blick von ihr ab, wird offensichtlich, dass das wirkliche Terrain ganz ANDERE Möglichkeiten in Aussicht stellt, schließlich hat unser moderner Gesellschaftssinn ein wesentliches Manko gegenüber dem Gemeinschaftsgefühl des Lebens, nämlich, die fortwährende LIEBE zum GANZEN, statt der fortschreitenden Selbstverliebtheit Einzelner, in Wards Buch als Vektoralisten bezeichnet, die Informationsflüsse geschäftstüchtig in Datenkanäle zwängen und so linearisieren, was sich verzweigen und verästeln muss, der HARMONIE wegen.

   Damit Informationen allgemein verfügbar fließen können und nicht als Datensätze, gewinnbringend für manch EINEN, aufgestaut werden können, auf Kosten all derer, die ein allgemein verfügbares Geschenk wirklich zu würdigen wissen, bedarf es der Bewusstwerdung der immer ausgeprägteren Symptomatik unseres technologischen Fortschritts ... und diese Bewusstwerdung kam bereits  hier  anhand von Wasser ausführlich zur Sprache, wobei mir diesbezüglich gerade noch die  hier 
  verlinkte Schlagzeile in den Sinn kommt, ihrerseits verdeutlichend, wie wenig der moderne, zivilisierte, gesellschaftsnorme Mensch vom Wasser, vom Bewusstsein, und von seiner Rolle für das GANZE aktuell wahrzunehmen vermag:

... ''Wassersparen war lange ein gesellschaftliches Ziel. Nun zeigen sich die Schattenseiten: Durch den geringeren Durchfluss gehen Leitungen kaputt, Keime und Gas bilden sich. Also lieber laufen lassen?'' ...

   Dieses ist ein weiteres Beispiel für den offensichtlichen Umstand, dass unser technologischer Fortschritt keine Probleme löst, sondern vorherige Probleme ihrer Problematik beraubt und sie so scheinbar in Luft auflösen lässt, während ganz andere Probleme, daraus hervorgehend, in den Vordergrund rücken, jedoch nicht als Folge des vorherigen Problems angesehen werden. Big Data sei Dank. Symptom beseitigt. Patient geheilt. Genau von diesem Wahnsinn erzählen die 15 Boom-Techniken ihre ganz eigenen Geschichten ...


 Seitenanfang 


E
X
F
O
R
M
A
T
I
O
N


I
N
F
O
R
A
T
I
O
N


D
A
T
E
N




 Juni 2014      BEYOND   


   Um die unumgängliche Thematik der Besonderheiten von Exformation, Information und Daten noch ein wenig, falls überhaupt möglich, zu vertiefen, und in Vorbereitung auf ein weiteres, ganz besonderes Buch meinerseits, lassen Sie uns doch mal wieder einen aktualisierten Blick auf den Klimawandel werfen, eines jener Hyperobjekte, über welches Timothy Morton in seinem gleichnamigen, ebenfalls ganz besonderem Buch informiert ... jedoch nicht weitreichend genug exformiert. Spannt man indes den Rahmen der Betrachtung weiter auf, in der Bereitschaft über Brücken zu gehen, und bezieht so die ANDEREN mit ein, dann erwarten (die) EINEN einige Überraschungen.

   Die Befürworter des Klimawandels bescheinigen der Menschheit der Hauptauslöser dieses Wandels zu sein, während zahlreiche Skeptiker auf natürliche Zyklen der Sonne verweisen und darin den Hauptgrund für besagten Klimawandel sehen. Nun, wie der  hier 
verlinkte Text es darlegt, gibt es gar keinen Beweis für den Sonneneinfluss auf das Klima der Erde ... zumindest nicht aus Sicht der aktuellen Datenlage und der Daten, die Hunderte von Jahren zurückreichen:

... ''I invite those that believe that “It’s the sun, stupid” to show us the terrestrial climate record that has any sign of being correlated with the 11-year sunspot cycles. I’ve looked. Lots of folks have looked … where is that record ?'' ...

   Führt man sich aber einmal die Rolle der Sonne für das Leben bzw. für die bewussten und bewusst werdenden Verkörperungen von Lebewesen, die nicht nur kurzsichtig auf Daten schauen, vor Augen, dann mag der fehlende Zyklus im Datensatz vielleicht überraschen, aus Sicht der Exformation jedoch auf der Hand liegen, zumal das Leben als Ganzes stets wohlinformiert, im Licht der Sonne, auf der Bühne des Lebens wandelt.

   Dass der 11-Jahreszyklus der Sonne nicht derart offen in Erscheinung tritt, zeugt vom Vermögen der ANDEREN mit den Informationen der Sonne, im Rahmen der Exformation des GANZEN, angemessen umzugehen, wie es die beiden vorherigen BEYONDS ausführlich dargelegt haben.
Erst wenn der Zyklus offenkundig in Erscheinung treten würde, bedürfte es seitens der Verkörperungen des Lebens ganz ANDERER Herangehensweisen an die Notwendigkeit die HARMONIE aufrecht zu erhalten, was wiederum dazu führen würde, dass weitreichendere Zyklen realisiert würden.
Zeiten, in denen es zu einschneidenden Kälte- bzw. Wärmephasen kam, im Einklang mit der Sonnenaktivität, und dem damit verbundenen Zugriff auf das morphogenetische Feld, waren auch Zeiten, in denen das Gesamtbewusstsein allen verkörperten Lebens mit den energetischen Anforderungen der Wirklichkeit in Einklang gebracht werden musste. Nichts anderes geschieht, im kleineren Rahmen, alljährlich, ganz offenkundig, mittels der Jahreszeiten ...

  Warum aber dann der Kohlendioxidgehalt in der Erdatmosphäre stetig steigt und fatale Folgen unsererseits in Aussicht gestellt werden, wie anhand der beiden folgenden Beispiele medienwirksam vermittelt wird, sei darauffolgend erzählt:

 CO2-Werte in der Atmosphäre auf Rekordhoch  


... ''So viel Kohlenstoffdioxid wie heute gab es seit fast einer Million Jahre nicht mehr in der Erdatmosphäre. Das wiesen Wissenschaftler des amerikanischen Scripps Research Institute nach. Die hohen CO2-Werte haben weitreichende ökologische Folgen.'' ...

 Steigende CO2-Werte senken Nährstoffgehalt  


... ''Liegt mehr Kohlendioxid in der Luft, liefern Pflanzen weniger Zink, Eisen und Proteine. Das wird Folgen haben: Schon jetzt sind weltweit zwei Milliarden Menschen von Zink- und Eisenmangel betroffen.'' ...

   Ja, der Mensch fürchtet mal wieder Konsequenzen für sich und bewertet das Ausmaß der drohenden Katastrophe mit seinen Maßstäben, doch macht er sich mal wieder nicht bewusst, dass ...
  • er selbst sich in Küstennähe niederließ, seiner eigenen Vorteile wegen,
  • Monokulturen nicht mit Wildwuchs gleichzusetzen sind,
  • ein begrenztes Versuchsfeld, genau wie eine  Petrischale , kein Biotop darstellt,
  • ein ordentliches Weizen-, Mais-, oder Reisfeld, ausgesät in Reih und Glied, einem Datensatz entspricht, während Wildwuchs und Biodiversität sämtliche Informationen aufzunehmen vermögen, die ihnen die Exformation des GANZEN bietet,
  • industrielle Düngung kein Ersatz für natürliche Nährstoffverteilung ist,
  • der steigende Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre Pflanzen üppiger gedeihen lässt, vorausgesetzt der Boden bietet eine ausgewogene Nährstoffverteilung, ohne Profitgedanken und Streben nach Ertragsmaximierung, 
  • die ANDEREN keine festgesetzten Normwerte kennen, verkörpern sie doch durch ihre verschiedenen Anteile an bestimmten (Nähr-)Stoffen, die uns EINEN und den ANDEREN als Nahrung dienen, ihre Möglichkeiten innerhalb der Notwendigkeit für das GANZE.
    Mal wieder klare Fälle von Vereinfachungen und anschließenden Verallgemeinerungen. Vereinfacht wird die Geschichte des Lebens als Ganzes und verallgemeinert wird sie zu unserem scheinbaren Gunsten, indem Informationen, die in der Exformation wurzelten, als entwurzelte Daten übergewichtet werden.
Dabei ist das Kohlendioxid nur Mittel zum Zweck, um durch die dadurch bedingte  Zunahme  der natürlichen Vegetation das auszugleichen, was wir EINEN an natürlicher  Lebensfläche 
zerstören, im Bestreben an jenen Rohstoff heranzukommen, der unseren technologischen Fortschritt anfeuert.
Somit sieht nur der Mensch das Kohlendioxid als Problem an, während die ANDEREN darauf bauen, dass es weiter steigt und so bereits als  Lösung 
nutzen, was wir als Problem ansehen. Wie wir EINEN vermeintliche Erreger in Petrischalen studieren, zwecks Vereinfachung und Verallgemeinerung, so handhaben wir auch den Klimawandel, schließlich verursacht es uns Unbehagen, wenn Erwartungen sich in etwas ANDERES verwandeln und nicht wie erwartet eintreffen.
Wie in der Schwarzmalerei weiter oben verdeutlicht wurde macht es durchaus exformierten Sinn, dass bei der Nutzung von Holz, Kohle und Erdöl Kohlendioxid entsteht, denn Antifragilität und Exformation gehen Hand in Hand, fließt doch in beiden Fällen Lebensenergie, von Wiege zu Wiege, wodurch es zwangsläufig zum Wandel kommt. Zu Gräbern kommt es dagegen, wenn dem Wandel entgegengewirkt wird, vor allem auf der Grundlage von Daten, welche uns EINEN annehmen lassen unser Verständnis von Harmonie (!) sei gefährdet, während der Wandel ein Anzeichen dafür ist, dass die HARMONIE bewahrt wird.

Biodiversität zeugt von eben dieser Lebensenergie, die sich in der Realität unter anderem als steter Klimawandel zeigt. Kein Wunder, dass wir EINEN das als bedrohlich ansehen, bezeugt die Menschheit im Ganzen, immerzu fragiler werdend, doch einen zunehmenden Mangel an genau dieser, von Natur aus frei fließender Lebensenergie, wie im folgenden UPDATE verdeutlicht wird ... so ein Grab nach dem anderen ermöglichend.

    Man liest ja immer wieder, dass bezüglich des Klimawandels, seiner Ursachen und seiner Auswirkungen, gilt: the science is settled ... sprich, die Angelegenheit ist aus Sicht der Wissenschaft aufgeklärt und Zusammenhänge ausreichend erklärt. Dieses ist offensichtlich ein weiterer Trugschluss, denn auch die Wissenschaft selbst ist stets im Wandel, wie Sie  hier   und insbesondere  hier  erfahren können:

... ''The increase in atmospheric CO2 concentration has been thought to be the main cause of climatic changes at these high altitudes. This study suggests that magnetic field changes that have taken place over the past century are as important.'' ...

  Gesellt sich eine Vereinfachung zu einer weiteren dazu, dann kommt im Allgemeinen nichts Gemeinschaftstaugliches dabei heraus, sondern einfach nur etwas Weiteres, etwas, das uns weiter fortschreiten lässt vom Kern, vom Wesen des Lebens. Um diesem allerdings wahrhaftig wieder näher zu kommen, bedarf es nicht weiterer Daten, sondern mehr Vertrauen in die Exformationen, welche die ANDEREN fortwährend mit uns EINEN teilen.

   Nicht nur Pflanzen versuchen mit einem Minimum an Arten und Nährstoffen auszukommen, um ihrerseits mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum zur Bewahrung der HARMONIE zu ermöglichen. Von dieser wesentlichen Eigenschaft von Lebewesen sind menschliche Lebensformen inzwischen weit entfernt, versuchen wir doch Maximierung nach unseren alleinigen Vorstellungen und übersehen dabei, dass eine vermeintliche Minimierung an Aufwand, sprich, Energie, einen ganzen Rattenschwanz an Irrtümern nach sich zieht, die in Teil 2 und 3 der Schwarzmalerei aufgelistet wurden. Dadurch bedingt bleibt den ANDEREN nichts ANDERES übrig, als für ein ANDERES Klima auf der Bühne des Lebens zu sorgen ...


 Seitenanfang 



V
O
N

M
E
N
S
C
H

G
E
M
A
C
H
T

vs.

V
O
M

L
E
B
E
N

E
R
D
A
C
H
T


 Juni 2014      UPDATE   


 Manchmal treten energetische Beziehungen derart deutlich zutage, dass die Kurzsichtigkeit fortgeschrittener Menschen ihrerseits offenbart wird. Verdeutlichen möchte ich diesen Umstand an zwei ganz unterschiedlichen Texten, die, jeder auf seine Art, deutliches Bildvokabular finden und so den Werdegang von Daten bzw. von entwurzelten Informationen auszudrücken vermögen, geradewegs heraus aus der goldenen Mitte der Exformationen des GANZEN:

 Third data server from the sun  


... ''Using the rule of thumb that the mass of a cell is a nanogram, and the estimate that the Earth’s yearly wet biomass production is 1018 grams, we arrive at a biological computation of 3x1029 bit operations per second. This is close to the amount of artificial computation we carry out within the span of a year. While the production of biomass has stayed roughly constant for hundreds of millions of years, artificial computation is increasing exponentially.'' ...

 Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden: Erde verfettet: Jeder dritte Mensch ist übergewichtig  


... ''Fast ein Drittel der Weltbevölkerung ist übergewichtig oder fettleibig. Wogen 1980 noch 857 Millionen Menschen weltweit zu viel, waren es 2013 bereits 2,1 Milliarden Menschen. Ihre Anzahl steigt also wesentlich schneller als die Weltbevölkerung. Die Entwicklung trifft auf Industrie- und Entwicklungsländer gleichermaßen zu.'' ...


GOLDENE PHI(L)HARMONIE - Die kosmische Teuerungsrate

   So stehen wir EINEN kurz davor mehr Daten hervorzubringen und, in Form reaktiver Unordnung, anzusammeln, als die ANDEREN an Informationsfluss benötigen, um die HARMONIE bewahren zu können. Warum zugleich die ANDEREN die Form zu wahren wissen, während wir EINEN immer offensichtlicher immer weniger in Form (iert) sind, ist längst kein Geheimnis mehr. Energie hat Schuld daran, erst recht, seit es sich um entwurzelte Energie handelt, die ein ''böser'' Geist entfesselt hat. Nein, mit Zufall hat auch dieses UPDATE nichts zu tun, eher mit dem Zusammentreffen zweier Notwendigkeiten, im Rahmen der Problematisierung des einen PROBLEMS durch uns EINEN, gehen Datenvolumen und Körpervolumen doch Hand in Hand, Bit für Bit und Schritt für Schritt ...



 Seitenanfang 


S
H
R
E
D
D
I
N
G

N
A
T
U
R
E

INTO

B IO        
         IO I
IIOI T  
S OIOII     


 Juni 2014      UPDATE   


    Technologischer Fortschritt findet Ausdruck in der Sprache, die den Fortschritt möglich werden lässt ... und so verwundert keineswegs, was  hier   geschrieben steht:

... ''Laut einer Untersuchung der Publishing-Plattform Medium sinkt die Aufmerksamkeit eurer Leser nach etwa sieben Minuten ab.'' ...

     Bedenkt man, wie viele Texte über das Netz vermittelt werden, kann man davon ausgehen, dass nur ein Bruchteil davon gelesen und ein noch geringerer Anteil davon auch verstanden wird. Der Boom der Videos kommt daher nicht von ungefähr, ist gucken doch ''einfacher'' als zu lesen, zumal man nebenbei auch noch etwas anderes machen kann.
Auch der Umstand, dass, bei sinkender Aufmerksamkeit, der Inhalt von Texten entsprechend marktschreierisch vermittelt werden muss, ist selbsterklärend. Was dabei auf der Strecke bleibt sind Informationen, die einem ''größeren'' Rahmen entspringen, was zwangsläufig zu Daten führen muss und so der Exformation nicht gerecht werden kann. Doch Rettung naht, schließlich machen wir aus der Not eine digitale Tugend und lassen die Algorithmen fortschrittlicher Software ausbügeln, was uns mehr und mehr verloren geht. Das lässt zumindest der  hier  
verlinkte Text erahnen:

... ''Ein Programm auf einem sogenannten Supercomputer hat zahlreichen Testpersonen erfolgreich vorgegaukelt, ein Mensch zu sein. Es ist damit die erste Maschine, die den so genannten Turing-Test bestanden hat, teilte die britische University of Reading mit, die die Versuche organisiert hat.'' ...

   Da fragt man sich allerdings, ob die Software immer sprachgewandter, sprich, aus unserer Sicht intelligenter, wird, oder ob nicht vielmehr der Mensch sein Missverständnis des GANZEN auf die Spritze treibt, indem er immer weniger direkte Begegnungen mit dem Leben anstrebt. Wir meiden immer mehr andere von uns EINEN und die ANDEREN obendrein. Sehr fortgeschritten, in der Tat. Fortgeschritten vom Wesen des Lebens.
Welchen Sinn macht es sich mit künstlichen Lebensformen zu unterhalten, die dem Wesen des Lebens nicht angehören können, da sie nicht die Kohärenz des Gesamtbewusstseins als verborgene Erinnerung in sich tragen und so keine Unterhaltung mit ihnen zu dem beitragen kann, wofür kommunikative Begegnung von Leben notwendig ist, nämlich den Lösungsweg des PROBLEMS aus der Problematisierung des selbigen möglich werden zu lassen ?! Sich mit HAL, Siri, oder Eugene zu unterhalten mag ein netter Zeitvertreib sein, ohne sich jedoch der Verantwortung der eigenen Verkörperung für das GANZE stellen zu müssen, so den Smalltalk über das Wetter und Ähnliches in Smallies wandeln, ganz im Sinne der aktuell angesagten Selfies. Derartige Wortwechsel mit einem Computer, der obendrein entwurzelte Energie benötigt, lässt EINEN nicht finden, wonach jede Lebensform, sich dessen unbewusst, in der interpretierten Realität sucht: die wahre Wurzel ihres Wesens.
Kommen deshalb die ANDEREN erst gar nicht auf die Idee im ''Außen'' nach ihrem Wesen zu suchen, weil sie stets der HARMONIE folgen und daher immerzu Lebewesen sind und somit keine Lebensformen, die immer auf der Suche sind ?



 Seitenanfang 


S
M
A
L
L
T
A
L
K


 Juni 2014      BEYOND   


   Die Transformation technologischen Fortschritts in wahren Fortschritt kann nicht über Nacht gelingen, stecken wir doch mittlerweile zu sehr im Netz entwurzelter Energie. Menschen, die sich zunehmend auf Daten verlassen, um ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten, fällt es immer schwerer Probleme zu lösen, die das Leben als Ganzes betreffen ... nicht nur, weil ihnen das Gefühl für das Wesentliche abhanden kommt, sondern auch, weil Daten nur das Ergebnis interessiert, während Informationen einen Prozess darlegen und von Erfahrungstiefe zeugen.

  Dieses wird insbesondere am Prozess des Cradle-to-Cradles deutlich, wie es die natürliche Ordnung versteht und wir EINEN meinen zu verstehen, denn was wir unter dem Prozess ''Von der Wiege zur Wiege'', wie  hier 
erläutert wird, verstehen, verkommt schnell zum Modewort, ähnlich wie ''grüne Energie'', mittels Windparks und Solarzelldächern, oder wie das AQAL-Modell der Integralen Theorie Ken Wilbers.

   Die Transformation hin zum wahren Fortschritt kann für uns Menschen jedoch nur über den technologischen Fortschritt bzw. über das Unvermögen des technologischen Fortschritts gelingen, damit jene Bewusstwerdung ermöglicht wird von der die Schwarzmalerei weiter oben ausführlich erzählt(e). Der Teufel steckt nun mal im Detail und dieses Detail ist die Entwuzelung von Energie, wodurch uns Menschen erst ermöglicht wird, was von Natur aus unmöglich ist, nämlich mehr Energie pro Verkörperung einzusetzen, als diese eine Verkörperung selbst verkörpert, sprich, aus eigenem Vermögen (des Körpers) zu leisten imstande ist. So sind die beiden folgenden Beispiele zwar Pfade auf dem gewundenen Weg in Richtung der Wiegen, doch nur, weil sie Gräbern entsprungen sind:

 QMilk  

Bekleidungsfasern aus Milch hergestellt, die aus Überproduktionen stammt bzw. nicht mehr für den menschlichen Verzehr genutzt werden kann.

 Culinary Misfits  

Obst und Gemüse, welches nicht der Norm in Form und Farbe entspricht und somit vom Handel aussortiert wird, wird neu in Szene gesetzt.

   Was beide Projekte aber auf jeden Fall ermöglichen ist das Bewusstwerden, dass die Pfade, die über Friedhöfe, vorbei an unzähligen Gräbern, führen, nicht Teil wahren Fortschritts sein können ...



 Seitenanfang 





 Juni 2014      BEYOND   


   Ganz offensichtlich liegt die Bewusstwerdung, dass jedes einzelne verkörperte Leben ein Ausdruck, ein Fragment eines Gesamtbewusstseins ist, noch ziemlich brach. Immerzu ist die Rede davon, dass die Menschheit vor großen Entwicklungen steht, dass der technologische Fortschritt unser menschliches Leben angenehmer machen wird, dass GOOGLE bereits die Welt von morgen plant und unser Leben immer aufregender wird. Dabei wird allerdings auch immer wieder vergessen sich bewusst zu machen, dass wir EINEN ohne die ANDEREN nicht dort wären, wo wir sind ... und das wir EINEN nicht ohne die ANDEREN dorthin kommen können, wohin wir EINEN meinen kommen zu müssen, um nach unseren Vorstellungen in Harmonie zu leben.

    So stürzen wir uns auf jede neue Technologie, beäugen manch eine erst argwöhnisch und lassen sie kurz darauf bereitwillig Teil unseres Lebens werden, während wir manch andere Technologie direkt in unser Herz schließen, ohne Wenn und Aber. Was aber, wenn unsere Technologien, zumal zunehmend auf entwurzelter Energie aufbauend, nur Spiegelbild unseres fortschreitenden Unvermögens sind mit Anderen unserer eigenen Spezies und mit all den ANDEREN Frieden zu schließen, so ein Gemeinschaftsgefühl intensivierend, wie es keine Technologie je zu leisten vermag ?

   Um die wesentlichen Unterschiede zwischen uns EINEN und den ANDEREN zu verdeutlichen, vor allem aber, um das Wesen dieser Gemeinschaft jenseits menschlicher Rollenspiele näher zu beleuchten, entsteht unter  www.gemeinsaminstal.de  ein Projekt, welches die besagte Bewusstwerdung jenes Kohärenzgefühls fördern soll, welches für die HARMONIE unabdingbar ist, jenseits der Harmonie nach menschlichem Ermessen.
Im Grunde stellt dieses Projekt ein absolutes Novum dar, denn meines Wissens nach wurde die Rolle des Menschen und seiner Technologien noch nie aus einem derartigen Blickwinkel, der alle Bereiche unseres täglichen Lebens erfasst, eingehend betrachtet, so menschliche Ängste freilegend, die ansonsten unter dem Deckmantel fortschreitender Normalität verborgen blieben.



   Da der Schwerpunkt von Gemeinsam ins Tal ANDERS gelagert ist, als es hier bei den UPDATES und BEYONDS der Fall ist, werden auch hier künftig weitere Einträge erscheinen ... im Bestreben das GANZE etwas abrunden zu können. Leider bleibt es in diesem Bestreben nicht aus, dass mit Worten kaum vermittelbar ist, was das GANZE wirklich ist, was keineswegs bedeuten muss, dass, wie Wittgenstein einst äußerte, man schweigen sollte ... schließlich liegt jenseits mancher Grenze das, was zu finden man sich erhoffte.


 Seitenanfang 


P
R
O
J
E
K
T

Drei


 Juni 2014      BEYOND   


    Anbei zwei weitere Projekte, die aufgreifen, was GEMEINSAM INS TAL näher bringen möchte, die aber ganz andere Pfade gehen, um den ANDEREN zu begegnen. Das erste Projekt nennt sich WILD THING und ist  hier   im Netz vertreten. Einen dazugehöriger Artikel finden Sie  hier   :

... ''
Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte haben wir so wenig Zeit in physischem Kontakt mit Pflanzen und Tieren verbracht, berichtet David Bond. In den letzten 30 Jahren schrumpften die Plätze, wo Kinder im Freien spielen können, um neunzig Prozent.'' ...

    Zwei Kenner der natürlichen Ordnung gehen einen stilleren Pfad in die gleiche Richtung und haben  hier   ihr Gespür für die ANDEREN ins Netz gestellt. Sie lassen gerne die daran teilhaben, die ihnen besonders am Herzen liegen und von denen manch einer das Grün einer Wiese nur noch vom Display des technologischen Fortschritts kennt.


 Seitenanfang 


A
N
D
E
R
S