Startseite
Inhalt
Zum
Kellereingang Fenster
schließen Seitenende
|
|||||||||
Teufels halbkreis Auslöschung und Explosionen von Leben, Asteroiden, Dinosauriern und Eiszeiten Wie zuvor schon angemerkt ist die Vergangenheit der Erde die Geschichte von abnehmender Unordnung, je älter die Vergangenheit wird. Eine Geschichte, die auf diesem Wege mit immer weniger Worten auskommen muss, oder Informationscontainer, deren Informationsgehalt mehr und mehr abnimmt. Aus Sicht der aktuellen Gegenwart jedoch kommen nach und nach neue Kapitel in dieser Geschichte hinzu bzw. füllen sich die Container mit weiteren Informationen, je näher die Gegenwart sich Richtung Mittellinie bewegt. Die momentanen Werkzeuge kreieren dabei vielversprechende Ordnung. Knochenfunde, Eiskernbohrungen, Gesteine, Skelettrekonstruktionen, DNA-Vergleiche ... sie sind die Sprache dieser neuen Kapitel, die hinzukommenden Informationen der Container. Leider gibt es keine Fotos, keine Zeichnungen, keine Dokumente, keine Festplatten aus jenen jungen Tagen der Erde. Videoaufzeichnungen in der Länge von Millionen von Jahren würden es uns leichter machen, ein Bild jener Zeiten zu entwerfen. Doch derartig viele Informationen bietet keiner der damaligen Container, von entsprechender Informationsdichte demnach keine Spur. Also rekonstruieren wir unaufhaltsam weiter, auf wissenschaftlicher Basis, im Namen der Logik, mit Hilfe des Erbes. Leider besteht dabei jederzeit die Gefahr, dass uns unsere Werkzeuge im Stich lassen. Denken Sie an die kürzlich erwähnten fehlenden Werkzeuge der Pyramidenbauer. Tausende Quader aus Fels gehauen. Womit ? Mit Holzmeißeln ? Nein, mit Werkzeugen aus Metall. Aber wo sind diese Gerätschaften, oder Teile davon, unzähliger Arbeiter ? Wo sind all jene Aufzeichnungen vergangener Kulturen ? Die Bibliothek von Alexandria ? Knochenfunde ... schön und gut. Aber wo sind all jene Knochen, die zwischen den gefundenen Gattungen Teil eines Skelettes sein mussten. Gattung C kam nach Gattung A, doch von Gattung B keine Spur. Diese schwarzen Löcher fehlender Informationen können ziemlich eindrucksvolle Reaktionen im Unordnungs- / Ordnungsgefüge hervorrufen. Für das reale Leben entsteht eine Art Erklärungsvakuum, welches recht bizarre Bilder hervorbringen kann. Das Erbe aber kennt kein Wenn und kein Aber, auch nicht in einer solchen heiklen Situation und somit fließt der Fluss weiter ... und das Vakuum wird rasch gefüllt, mit logischen Bildern. Verschwörungstheorien sind die modernste Variante dieser Vakuumvermeidung. Mythen, Sagen, Aberglaube, Magie und dergleichen gehören zur älteren Version, seit Menschengedenken. Und vor uns Menschen ? Wer füllte dort das Vakuum, das niemals sein konnte ? Natürlich ebenfalls das Leben, nur nicht mit Beteiligung des Menschen, denn die vergangene geringere Unordnung machte die Erscheinung der Lebensform Mensch vorerst unnötig. Es ist wie die Erinnerung an die eigene Kindheit ... die ersten drei, vier Jahre sind irgendwie unauffindbar. Kein Mensch kann sich an das eigene Leben in diesen ersten drei, vier Jahren erinnern. Aber sie müssen dagewesen sein ... Fotos aus diesen ersten Kindheitsjahren zeigen, was die Erinnerung nicht mehr bieten kann. Es ist auch die Zeit, in der Eltern die meisten Fotos von ihrem Nachwuchs machen. Wie im Kleinen, so im Großen. Unsere Realität hat es aber auch wirklich in sich. Hier zeigt sich wieder einmal die Schwierigkeit jenseits der interpretierten Realität zu denken. Sie müssen sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass jedes Bild, jeder Gedanke, jede Information, jede Erinnerung, nichts anderes ist, als eine Interpretation. Es sind alles Puzzleteile, die jeweils ihren kleinen Teil zum gemeinsamen Bild beitragen. Das persönliche Empfinden von Zeit macht, wie mehrfach angedeutet, keine Ausnahme. Ich könnte auch behaupten, unser Universum ist nur eine einzige Sekunde alt. Wir durchleben praktisch immer die gleiche Sekunde. Was sich aber ändert ist der Inhalt dieser einzelnen Sekunde. Mit jedem weiteren Durchleben hat sie eine höhere Informationsdichte, als im vergangenen Durchlauf. Diese Veränderung empfinden wir somit als ein Vergehen von Zeit. Eine Stunde wäre nichts anderes als 3600 Durchläufe ein und derselben Sekunde ... aber mit sich ändernden Informationen. Insgesamt kämen wir für alle bisherigen Geschehnisse in unserem Universum auf ungefähr 14 Milliarden multipliziert mit 360 multipliziert mit 24 multipliziert mit 3600 Durchläufe dieser Sekunde. Zeitlich gesehen, hätte sich eigentlich nicht viel getan ... aber es gab ... und es gibt noch immer ... eine Menge Informationen zu verarbeiten. Dieses ganze Datenchaos muss schließlich irgendwie gezähmt werden. Ordnung ist das halbe Leben.
Warum aber erforschen wir überhaupt die Vergangenheit der Erdgeschichte ? Haben wir nicht genug andere, wichtigere Projekte ? Was haben wir mit Blick auf Unordnung und Ordnung zu erwarten ? Was nutzt uns das Wissen vom Einsetzen und Abklingen der Eiszeiten oder vom Auslöser des Dinosauriersterbens ? Warum lassen wir die Vergangenheit nicht einfach ruhen und konzentrieren uns stattdessen auf die reale Gegenwart und Zukunft ? Können Sie sich vorstellen alle Urlaubsfotos, alle Kinderbilder, ihre LieblingsCDs und Andenken an vergangene Zeiten wegzuwerfen ? Können Sie sich vorstellen Gräber nicht mehr zu besuchen, oder sich liebgewonnene Erinnerungen nicht mehr ins Gedächtnis zu rufen ? Die Vergangenheit gehört zur Zukunft. Unordnung gehört zur Ordnung. Natur gehört zum Leben. Daraus lassen sich folgende Erwartungen ableiten, die in der Zukunft liegen, aber die Vergangenheit betreffen ... zumindest solange die Expansion noch Bestand hat: Das Alter des Universums wird bei circa 14 Milliarden Jahren bleiben. Die Urknalltheorie wird weiter Bestand haben. Das Alter der Erde im Verhältnis zum Alter des Universums wird sich ebenfalls nicht mehr ändern. Einzig das Bild von der Entstehung, und die Definition, von Leben liegt noch nicht in der endgültigen, optimalen Fassung vor. Das Leben, in all seinen vergangenen Erscheinungen, ist die einzige dieser Variablen, deren Veränderung den Fluss nicht behindern kann. Eben weil für uns Menschen das Universum annähernd bis zu seinem Anfang wahrnehmbar geworden ist, mittels Messungen, mittels Fotoaufnahmen, mittels optischer Systeme und Berechnungen, kann, zum einen, der Übergang zur Ordnungsoptimierung nicht mehr allzu fern sein, und, zum anderen, nur noch der Inhalt der Informationscontainer jener 14 Milliarden Jahre Veränderung erfahren. Die Dinosaurier hat es als Interpretation gegeben, ihre Fossilien sind aktuell wahrnehmbar und somit in Resonanz mit der Logik ... immerhin waren sie auch erfolgreiche Kinohelden und viele Kinder kennen und lieben sie. Wenn das kein Beweis ist. Eiszeiten sind ebenfalls in Resonanz mit der Logik, gleiches gilt für Asteroideneinschläge. Derartige Resonanzen so unmittelbar vor Erreichen der Mittellinie aufzulösen, indem z. B. eine völlig neue Theorie zur Universumsentstehung auf den Tisch käme, oder indem Eiszeiten für nicht möglich erklärt würden, käme einer Zeitreise in die Vergangenheit inklusive einer Vergangenheitsmanipulation gleich ... was, wie bereits an anderer Stelle erklärt, nicht möglich ist. Die reale Natur ... und damit das Erbe ... bietet nicht Vergleichbares. Der energetische Aufwand könnte den logischen Fluss nicht gewährleisten. Unser Bild von der Entstehung der Erde ist von der Abwesenheit des Lebens geprägt. Stattdessen herrschten zu Beginn unablässig Naturgewalten ... Vulkanismus, Verwerfungen, extreme Hitze, Kälte, Strahlungen, Zerstörungen und Neugestaltungen allerorts, kosmische Bombardierungen und vieles mehr. Mit anderen Worten ... die Natur hatte das Sagen, Leben aber gab es nicht, jedenfalls kein Leben nach aktueller Definition. Energetisch gesehen befand sich das zugrunde liegende Energiefeld in einem Zustand geringer Unordnung, mit wenig entsprechender Ordnung. Trotzdem ist unser Bild vom Beginn der Erdgeschichte von einem Chaos der Naturkräfte, in dem kein Leben entstehen konnte, geprägt. Woher aber kam dann die, wenn auch nur in geringem Maße, benötigte Ordnung ? Wie lässt sich dieser scheinbare Widerspruch erklären ? Folgendes hätte ich anzubieten: Je mehr interpretiertes Leben in einem Umfeld von Unordnung für Ordnung sorgt, desto geringer ist der Einfluss der interpretierten Natur. Kurz nach der Entstehung eines neuen Universums ist das Abbild des Erbes, welches die Optimierungsprozesse vergangener Universen beinhaltet, vorherrschend. Hier hat das Erbe sein maximales Mitspracherecht. Doch dieses Recht schwindet mit der zunehmenden Unordnung, weil das Leben mehr und mehr die Vorherrschaft, die Ordnungsschaffung, übernimmt.
Dieses Beispiel mit den Ballons ist verständlicherweise stark vereinfacht. Die Luft, die zwischen den Ballons hin und her bewegt wird, symbolisiert die ALLEM zugrunde liegende Energie, wobei es hier noch einer sehr wichtigen Unterscheidung bedarf, auf die ich aber erst später kommen kann ... Sie hatten Ihre Häppchen bereits. Bedeutet das nun den kompletten Rückzug der Natur, zugunsten des Lebens ? Bedeutet das Erreichen der Mittellinie eine interpretierte Welt ohne Natur, aber trotzdem voller Leben ? Im Land der weißen Leinwände, der weißen Kaninchen und der Zauberspiegel setzen wir nur allzu gerne Natur und Leben gleich. Erinnern Sie sich noch an das energetische Konzert ? Die Notenblätter ... die Natur, das Erbe. Die Musiker und der Dirigent ... das Leben. Zwei verschiedene Teile des Gesamtbildes. Einzig die Interpretation in einem expandierenden Universum macht aus Beiden Eines. Der Rückzug der Natur ist nichts anderes, als die zunehmende Fähigkeit des Lebens auf die Bedienungsanleitung zu verzichten. Das Leben versteht es mehr und mehr Werkzeuge zu schaffen und diese auch zu bedienen. Der Lernprozess ist in vollem Gange. Wir haben in der Tat den Keller voller Werkzeuge, alles ist mit ihnen möglich. Was fehlt ist die Optimierung der Nutzung und das Zusammenspiel des Ganzen. Noch fallen wir von unserem kollektiven Fahrrad zu oft auf die gemeinsame Nase. Noch schlucken wir zu viel Wasser im Becken der Realität. Noch müssen wir beim Addieren kleiner Zahlen zu lange überlegen. Aber die Mittellinie kommt näher und die Anzahl der Werkzeuge, die noch in unserer Sammlung fehlen und deren Bedienungsanleitung wir noch nicht studiert, geschweige denn auswendig gelernt haben, wird immer überschaubarer. Und genau wie alle Musiker des energetischen Orchesters irgendwann keine Notenblätter mehr benötigen, so benötigt auch das Leben das Zurückgreifen auf das Wissen des Erbes irgendwann nicht mehr. Dann ist der Augenblick des Optimierungsbeginns gekommen und mit ihm die Geburt eines neuen Erbes ... um neues Leben und neue Universen zu ermöglichen.
Viele Überraschungen kann das noch vorhandene Resterbe nicht übrig haben ... wir blicken bereits bis in die Geburtsstätte unseres Universums. Wir entwerfen nahezu perfekte künstliche Welten in 3D, mit Hilfe von Computern und anderen Technologien, und kreieren daraus den erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten. Selbst Dinosaurier haben da das Nachsehen. Über sechs Milliarden verschiedene Köpfe zählt der Mensch bereits, Tendenz noch steigend. Wie viele Fehldiagnosen in der Medizin, Fehlspekulationen in der Wirtschaft, Fehler in der Wissenschaft allgemein, wie viele Fehlauszeichnungen bei den Nobelpreisen, können wir uns noch erlauben, bevor sich das Erbe endgültig zurückzieht und wir auf unseren eigenen zwei Füßen stehen müssen ... Werkzeuge in den Händen, bereit, das Chaos der Vergangenheit zu beseitigen, um die Zukunft perfekt zu gestalten ? Nicht viele ... sogar die Wissenschaft bekommt langsam Wind davon. Dieser Link hier ist einer der wenigen externen Links auf GOLD-DNA, aber der Inhalt des sich öffnenden Artikels spiegelt bisher hier Aufgeführtes sehr gut wieder ... in Bezug auf Artensterben, Dinosaurier und Eiszeiten. Sie dürfen dabei nur nicht vergessen, auf welcher Seite des Zauberspiegels Sie stehen ... Kellerraum 4 |
|||||||||
Guido Vobig 2009 - 2011
Mail
schreiben Fenster schließen
Seitenanfang
Copygift
![]() |